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Kulturwissenschaftliche Fakultät

Facheinheit Religionswissenschaft

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Aktuelle Projekte

Forschungsprojekte

​Nachwuchsforschergruppe „Islamische Gegenwartskulturen“ Einklappen

Leitung: Dr. Benjamin Weineck
Laufzeit: 2014 – 2016; 2017  2022
Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert eine religionswissenschaftliche Nachwuchsforschergruppe zum Thema „Islamische Gegenwartskulturen“ an der Universität Bayreuth als Kooperations- und Austauschpartner für die neuen Forschungsgruppen am Department für Islamisch-Religiöse Studien an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (DIRS).

Die Nachwuchsforschergruppe hat im April 2014 mit PD Dr. Robert Langer als Leiter ihre Arbeit aufgenommen. Seit 2017 hat Dr. Benjamin Weineck die Leitung der Gruppe inne. Wissenschaftliche Mitarbeiter in der Nachwuchsforschergruppe sind seit 2019 Hanni Bezem und Benedikt Römer.

Projektbeschreibung

Religion Literacy – Auf dem Weg zu einer religionswissenschaftlichen Didaktik für schulische ReligionskundeEinklappen

Leitung: Dr. Stefan Schröder
Laufzeit: 2021-2024
Förderung: Robert Bosch Stiftung

Das Projekt "Religion Literacy – Auf dem Weg zu einer religionswissenschaftlichen Didaktik für schulische Religionskunde" startete zum 1. März 2021. Neben Projektleiter Dr. Stefan Schröder ist auch unsere Mitarbeiterin Sophie Faulstich an dem Projekt beteiligt.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer empirisch fundierten religionswissenschaftlichen Didaktik für schulische Religionskunde. Sie soll sich für religionsbezogene Fachanteile in zunehmend teilnehmerstarken Schulfächern wie Ethik oder Werte und Normen, aber auch für den Sprachen-, Geschichts- oder Geographieunterricht eignen. Religion Literacy wird dabei als übergreifendes Lernziel einer religionswissenschaftlichen Fachdidaktik verstanden. Es ist Teil einer didaktischen Programmatik, die einen informierten und kritischen Umgang der Schüler*innen mit Religion als gesellschaftlichem Phänomen anstrebt, statt gängige essenzialisierende und rein innerlich-erfahrungsbasierte Religionskonzepte zu reproduzieren.

Das Projekt setzt sich aus einem programmatischen und einem empirischen Projektteil zusammen, die sich wechselseitig informieren und ergänzen sollen. Für den empirischen Projektteil ist vorgesehen, Präkonzepte und Alltagstheorien von Schüler*innen über Religion zu erheben und im Rahmen einer didaktischen Strukturierung mit fachdidaktisch-programmatischen Überlegungen „ins Gespräch zu bringen“. Ein didaktisch informierter religionswissenschaftlicher Konstruktivismus dient dabei epistemologisch und lerntheoretisch als verbindendes Element.

Im Rahmen des Projekts findet ein ständiger Austausch mit Fachkolleg*innen, Bildungswissenschaftler*innen und Schulpraktiker*innen statt, z.B. in Form von selbst ausgerichteten Workshops und Tagungsteilnahmen des Projektteams. Das angestrebte Resultat ist ein fachdidaktisches Konzept, das den fachlichen Diskurs voranbringt und relevante Anstöße für die schulische Praxis bietet.

Dissertations- und Habilitationsprojekte

​Islamkritik – Islamreform? Muslimische Stimmen im deutschsprachigen Islamdiskurs (Arbeitstitel)Einklappen

Doktorand: Benedikt Erb, M.A. 
Betreuer: Prof. Dr. Christoph Bochinger

Kurzbeschreibung: Im deutschsprachigen Islamdiskurs hat sich unter dem Label der Islamkritik ein Sprechen über den Islam verselbstständigt, in dem muslimische Stimmen häufig die Rolle von Kronzeugen zukommt. Mit dem emischen Begriffspaar „Islamkritik – Islamreform“ möchte das geplante Dissertationsprojekt ein Spannungsfeld aufmachen, in dem muslimische oder als muslimisch markierte Stimmen eine agency haben und im Sinne eines Foucaultschen Dispositivbegriffs Antworten auf eine urgence, also einen diskursiven Notstand anbieten. Diese Positionen inhaltlich und hinsichtlich (nicht-)religiöser Selbstverortungen zu systematisieren, ist ein Anliegen des Projekts. Des Weiteren sollen aber auch Prozesse der Verorganisierung und Professionalisierung sowie im Kontext religionspolitischer Aushandlungsprozesse artikulierte Repräsentationsansprüche untersucht werden. Im Hintergrund steht dabei nicht zuletzt die Frage, mit welchen Metaphern islamreformerische Prozesse im deutschsprachigen Islamdiskurs sinnvoll zu beschreiben sind; Vorschläge wie Michael Blumes „stiller Rückzug“ gilt es dabei ebenso zu prüfen wie das im islamkritischen Schriftgut verbreitete Paradigma einer „Säkularisierung des Islams“.

​Der 'Türke' als Motiv in Toleranzdiskursen nonkonformistischer Strömungen der deutschsprachigen Reformation...Einklappen

Vollständiger ​Arbeitstitel: Der 'Türke' als Motiv in Toleranzdiskursen nonkonformistischer Strömungen der deutschsprachigen Reformation und Konfessionalisierung

Doktorandin: Ines Sonntag, M.A.
Betreuer: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Prof. Dr. Susanne Lachenicht

Kurzbeschreibung: Im 16. und 17. Jahrhundert gab es zahlreiche Schriften, die sich der Frage widmeten, wie mit den verschiedenen Christentümern umzugehen sei, die im Zuge der Reformation und Konfessionalisierung an die Oberfläche gespült wurden. Innerhalb dieses Diskurses wurde immer wieder Bezug auf die 'Türken' genommen, die bis nach Wien vorgedrungen waren und eine reale militärische Bedrohung darstellten. Das Dissertationsprojekt widmet sich der Frage, wie im Rahmen konfessioneller Auseinandersetzung auf die 'Türken' Bezug genommen wurde und welchen Einfluss das Reden über den 'Türken' auf die Toleranzbegründungen der Zeit hatte. Welche Funktionen erfüllten die einzelnen Narrative (vom Antichrist bis zum Vorbild) in einem inner-christlichen Toleranzdiskurs? Und inwieweit half der 'Türke' gar bei der Lösung innenpolitischer Konflikte?

​Gegenwärtige Theosophie in Deutschland (Arbeitstitel)Einklappen

Doktorand: Christian Uhrig, M.A.
Betreuer: Prof. Dr. Christoph Bochinger

Kurzbeschreibung: Die Arbeit soll sich mit der gegenwärtigen Situation der Theosophie in Deutschland beschäftigen. Ein Ausgangspunkt des Interesses ist die Beobachtung, dass die gegenwärtige Theosophie in Deutschland unter anderem als "untergehende Religion" beschrieben wird. Da kaum wissenschaftliche Literatur zur gegenwärtigen Theosophie in Deutschland existiert, ist es, neben der Exploration, ein Ziel der Arbeit danach zu fragen, ob tatsächlich von einer untergehenden Religion gesprochen werden kann oder ob hier gegebenenfalls differenziert werden müsste. Weltweit geht man von einer Zahl von einigen 10.000 Anhängern der Theosophie aus, wobei die Schwerpunkte der theosophischen Anhängerschaft im angelsächsischen Raum und Indien festgemacht werden. Für die Theosophische Gesellschaft (TG) Adyar nennt Stefan Rademacher in Deutschland die Zahl von 150-160 Mitgliedern im Jahr 2001. Daneben existiert eine breite Anzahl von kleineren theosophischen Zusammenschlüssen, deren Zahl aber selten über 50 Anhänger reicht. Die Arbeit soll darstellen, wie sich gegenwärtige Theosophie in Deutschland ausprägt und welche Gruppen und Initiativen existieren. Ein weiterer Schritt ist der Gang ins Feld und eine Untersuchung der gegenwärtigen theosophischen Ritualpraxis, Medien der Kommunikation und Vergemeinschaftungsformen.

Doktoranden
(BIGSAS Junior Fellows)

The Role of Charitable Activities of Turkish Organisations in Niger (working title)Einklappen

Doktorand: Ibrahim Bachir Abdoulaye (a.ibrahim-bachir@uni-bayreuth.de)
Betreuerin: Prof. Dr. Eva Spies

Les ONG islamiques dans l'arène des actions publiques au Niger.Einklappen

Doktorand: Seyni Mamoudou Ibrahim (seynimamoudou90@gmail.com)
Betreuerin: Prof. Dr. Eva Spies

Entrepreneurship and Prosperity Gospel. A Business Ethical Perspective on Neo-Pentecostal...Einklappen

Vollständiger Titel: Entrepreneurship and Prosperity Gospel. A Business Ethical Perspective on Neo-Pentecostal/Charismatic Churches in Ghana

Doktorand: Issac Osei-Tutu (Isaac.Osei-Tutu@uni-bayreuth.de)
Betreuerin: Prof. Dr. Eva Spies

Penser et faire le développement au Niger : Le rôle des acteurs islamiques locaux (working title)Einklappen

Doktorand: Hamissou Rhissa Achaffert (Hamissou.Achaffert@uni-bayreuth.de)
Betreuerin: Prof. Dr. Eva Spies


Verantwortlich für die Redaktion: Katharina Ziegler

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