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Kulturwissenschaftliche Fakultät

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Dr. Stefan Schröder Teil der Forschungsgruppe des DFG-geförderten Netzwerkprojekts „Konstellationen des Verhältnisses von religiösen Minderheiten und Mehrheiten in pluralen Gesellschaften“

Unser Mitarbeiter Dr. Stefan Schröder ist eines von sechs Mitgliedern des DFG-geförderten Netzwerkprojekts „Konstellationen des Verhältnisses von religiösen Minderheiten und Mehrheiten in pluralen Gesellschaften“.

Das Projekt startet offiziell am 1. Oktober 2019 und befasst sich mit dem Verhältnis von religiösen Minderheiten und Mehrheiten im Kontext einer gegenwärtigen, religiös und kulturell pluralen Gesellschaft (MMK). Dabei steht folgende Forschungsfrage im Mittelpunkt: Wie verstehen sich religiöse Minderheiten und Mehrheiten selbst beziehungsweise wie werden sie von anderen Teilen der Gesellschaft als solche wahrgenommen und adressiert? Daran anknüpfend befasst sich das Forschungsteam in zwei Untersuchungsfragen speziell mit der Identifikation von MMK und mit den Konsequenzen. Von besonderer Relevanz im Hinblick auf die bisherige Forschungsarbeit scheint dabei der Aspekt zu sein, dass Minderheiten sich nicht allein in Relation zur Mehrheitsgesellschaft konstituieren, sondern immer auch in Abgrenzung zu / in Vernetzung mit anderen religiösen Minderheiten oder Mehrheiten auftreten.
Doch welche Konsequenzen haben die diskursiven Abgrenzungen und Vernetzungen auf die Wahrnehmung von MMK? Diese Frage wird anhand der Auswirkungen für den religiösen, gesellschaftlichen und politischen Status von Minderheiten untersucht. Hierbei soll speziell das europäische Prinzip der Religionsfreiheit betrachtet und diskutiert werden.
Zur Bearbeitung der Forschungsfrage wird folgende Arbeitshypothese zugrunde gelegt: Minder- und Mehrheiten erhalten am ehesten dann das Attribut religiös, wenn andere Attributionen wie ethnisch, politisch oder sozioökonomisch vermieden und bestimmte Interessenlagen kaschiert werden sollen.
Diese Hypothese wird in sozialen Formationen von Institutionen, Netzwerken und Bewegungen untersucht. Ziel ist es, anhand einer vergleichenden Analyse Erkenntnisse über den Einzelfall hinaus zu generieren und Mechanismen offenzulegen.

Die Projektleitung hat Dr. Sabrina Weiß von der Universität Leipzig inne. Stellvertretende Projektleiterin ist Dr. Sarah Jadwiga Jahn der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Neben Dr. Stefan Schröder sind drei weitere Religionswissenschaftler*innen der Universität Bochum an dem Projekt beteiligt (vgl. Abbildung).

Insgesamt sind fünf Treffen geplant, die in Form von wechselnden Arbeitsmeetings, Tagungen und Workshops stattfinden sollen. Um die Arbeit des Netzwerks sichtbar zu machen, sind wissenschaftliche Publikationen sowie die Einrichtung einer Website geplant (https://relmmk.home.blog/). Die Gesamtdauer ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt (Oktober 2019 bis September 2022).

Mitglieder des DFG geförderten wissenschaftlichen Netzwerks (von links oben nach rechts unten): Dr. Stefan Schröder (Universität Bayreuth), Dr. Frederik Elwert (Ruhr-Universität Bochum) und Dr. Anna Neumaier (Ruhr-Universität Bochum) mit der stellvertretenden Projektleiterin Dr. Sarah Jadwiga Jahn (Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen) und der Projektleiterin Dr. Sabrina Weiß (Universität Leipzig); fehlend: Vertr.-Prof. Dr. Martin Radermacher (Ruhr-Universität Bochum)

(Foto: Julia Reiker, Ruhr-Universität Bochum)

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