Lehrangebot der Religionswissenschaft im Wintersemester 2018/2019
Bachelorstudierende

(Stand: 13.11.2018)
(Bitte beachten Sie, dass sich noch Änderungen ergeben können!)

  

Lehrveranstaltungen für Bachelorstudierende ab dem 1. Semester

53017 Orthodoxie und Häresie als Thema der Europäischen Religionsgeschichte
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Prof. Dr. Ulrich Berner
Vorlesung, 2 SWS, Do. 14-16 Uhr, Raum: GW II – H 27, Beginn: 18.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL B1, REL B2, REL S1, REL S2; Bachelor IWE Modul „Religion und Politik“

Inhalt: Europäische Religionsgeschichte versteht sich als ein Konzept, das verschiedene religiöse Traditionen zusammenhängend im europäischen Kontext betrachtet und analysiert. Für die Religionswissenschaft ist das Studium dieser Traditionen nicht zuletzt deshalb bedeutsam, weil viele Fachbegriffe und Konzepte, auch der Religionsbegriff, im europäischen Kontext gewachsen sind. Um ihre Dynamiken in heutigen Debatten zu durchschauen, ist es sehr hilfreich, ihre europäische Geschichte kritisch zu studieren.

Anschließend an die Vorlesung im vergangenen Wintersemester werden wiederum abwechselnd von beiden Dozenten beispielhafte Entwicklungen vorgestellt. Leitthema ist dieses Mal „Orthodoxie und Häresie“, zwei sehr umstrittene, aber wirkungsmächtige theologische Begriffe, die offen und verdeckt häufig auch wissenschaftliche Konzepte beeinfluss(t)en. Themen sind u.a.: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverfolgung und die Rolle der Religion bei der Entwicklung der Naturwissenschaften (Prof. Berner); Pluralisierung und gleichzeitige Verfestigung von „Orthodoxien“ in der Reformationszeit und danach; Säkularisierungsprozesse und religiöse Neuaufbrüche in der Moderne (Prof. Bochinger). Bei allen genannten Themen werden sowohl die machtpolitisch dominanten religiösen Traditionen als auch ihre jeweiligen ‚Gegenspieler’ bzw. davon unabhängige Bewegungen betrachtet.

Der Schwerpunkt wird zeitlich diesmal auf der Neuzeit liegen. Die Veranstaltung kann als Fortsetzung der vergangenen Vorlesung, aber auch ohne Vorkenntnisse besucht werden. Sie ist sowohl für Anfänger*innen als auch für fortgeschrittene Studierende (BA und MA) geeignet.

Begleitliteratur:
- Hans Kippenberg u.a. (Hg.): Europäische Religionsgeschichte, 2 Bde., Göttingen 2009.
- Thomas Kaufmann u.a. (Hg.): Ökumenische Kirchengeschichte, 3 Bde., Darmstadt 2006
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53014 Islam in Europa – europäischer Islam?
Dozenten: Benedikt Erb, M.A. / Benjamin Weineck, M.A.
Seminar, 2 SWS, Mi. 14-16 Uhr, Raum: NW II – S 76, Beginn: 24.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6, REL TMR; Kombifach REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor IWE Modul „Religion und Politik”, Modul „Religion im interkulturellen Vergleich“

Inhalt: Die religionspolitische Debatte der Gegenwart dreht sich zentral um die Frage, wie Islam und Europa jetzt und für die Zukunft zusammengehen können. Dabei fällt die dichotome, häufig einander ausschließend gedachte Gegenüberstellung der diskursiven Konzepte „Europa“ und „Islam“ auf. Demgegenüber stehen integrative Stimmen, wie Christian Wullfs berühmte Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland. Prägnant und für die erwähnte Dichotomie bezeichnend sind dabei zwei pointierte Zukunftsszenarien, zwischen denen die Debatte um den Islam in Europa oszilliert: Das täglich (zuletzt erneut durch Thilo Sarazin) aktualisierte, Angstszenario einer Islamisierung Europas auf der einen und die leitkultur-gefärbte Hoffnung auf eine Europäisierung des Islams auf der anderen Seite.

Wir wollen im Seminar den Blick auf die Ist-Situation des Islams in Europa werfen, dabei aber auch die historische Genealogie dieser Gegenwart herausarbeiten: Welche islamischen Organisationsformen haben sich einzelnen europäischen Ländern herausgebildet und wie hängt dies mit der jeweiligen staatlichen Verfasstheit zusammen? Was sind zentrale Themen der Debatte um den Islam in Europa? Welche Kontinuitäten und Brüche lassen sich in dieser Debatte nachvollziehen? Inwiefern werden beispielsweise historische Diskurse von einer „Türkengefahr“ des 16. und 17. Jahrhunderts bis heute fortgeführt?

Ziel des Seminars ist es dabei einerseits, zentrale Akteure und Themen des Komplexes ‚Islam und Europa‘ zu erarbeiten. Andererseits sollen die Studierenden befähigt werden, die hoch politischen Debatten systematisch zu untersuchen und kritisch zu analysieren.
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53029/53076 Intensivkurs Türkisch Anfänger/Fortgeschrittene
Dozentin: Dr. Angelika Landmann
Blockseminar, Termin: 18.02.-08.03.2019, 9-16 Uhr, Raum: ?? – ??
Modulzuordnung: BA KuG REL F1-F6, REL TÜR
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53001 Einführung zum Islam
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Vorlesung, 2 SWS, Mo. 10-12 Uhr, Raum: RW II – S 54, Beginn: 22.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL B1, REL B2, REL S1, REL S2; Bachelor Kombifach Afrika in der Welt AfW B1, C, D2, D3; Bachelor IWE Modul „Religion in asiatischen Kulturen (Grundlagen)“, Modul „Religion in der islamischen Welt (Grundlagen)

Inhalt: Diese Vorlesung gibt einen ersten Überblick über Entstehungsgeschichte und Grundzüge islamischer Traditionen, Praktiken und Institutionen. Besonderes Augenmerk soll dabei auch auf die Hintergründe zeitgenössischer Phänomene gelegt werden. Die Veranstaltung führt nicht nur in religionsgeschichtliche Themenkomplexe ein, sondern bietet auch Einblicke in die Forschungsgeschichte zum Islam und in wissenschaftliche Debatten.
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53006 Grundlagen sozialwissenschaftlicher Religionsforschung
Dozent: Dr. Stefan Schröder
Seminar, 2 SWS, Di. 14-16 Uhr, Raum: Audimax - S 96, Beginn: 23.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL F1-F6, REL MET

Inhalt: Dieser Kurs führt überblicksartig in ausgewählte Aspekte empirischer Religionsforschung ein. Nach einer Auseinandersetzung mit den methodologischen Besonderheiten der Religionswissenschaft werden einige methodische Grundlagen sozialwissenschaftlich-empirischer Erhebung und Analyse erarbeitet und schließlich anhand von konkreten Studien ein Einblick in die Forschungspraxis gewonnen.
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53018 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Dozent: Dr. Stefan Schröder
Seminar, 2 SWS, Mi. 10-12 Uhr, Raum: NW II – S 74, Beginn: 24.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL A1; Kombifach REL A1

Inhalt: In dieser Übung werden grundlegende Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und eingeübt. Zu diesen Arbeitstechniken gehören zum Beispiel der Umgang mit wissenschaftlicher Literatur, das Halten von Vorträgen und Referaten, das Verfassen einer Hausarbeit und das korrekte Zitieren.

Die Übung richtet sich explizit an StudienanfängerInnen, die das Fach Religionswissenschaft im Studiengang Kultur und Gesellschaft studieren und ist für diese verpflichtend. Studierende aus höheren Semestern sind aber ebenfalls herzlich willkommen.
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53013 Grundlagen systematischer Religionswissenschaft III
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Seminar, 2 SWS, Di. 10-12 Uhr, Raum: GW II – S 7, Beginn: 23.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL A3; Kombifach REL A3

Inhalt: Dieser Kurs ist als Weiterführung und Vertiefung der Kurse Grundlagen systematischer Religionswissenschaft I & II konzipiert und sollte erst nach diesen (ab dem 3. Semester) besucht werden. Im Seminar werden Gegenstände, Perspektiven und methodische Zugänge der jüngeren und gegenwärtigen Religionsforschung besprochen. Die im Seminar über wöchentliche Textlektüre erarbeiteten Themen und Ansätze stehen exemplarisch für den state of the art des Faches und orientieren sich gleichzeitig an den Forschungsgebieten der Bayreuther Religionswissenschaft.

Ziel ist es, die in den ersten beiden Grundlagenkursen begonnene Beschäftigung mit religionswissenschaftlichen Fragestellungen, Perspektiven und Debatten fortzusetzen und so die Kenntnisse systematischer Religionswissenschaft zu vertiefen. Über Lektüre und Textarbeit soll außerdem die kritische und vergleichende Diskussion religionswissenschaftlicher Positionen eingeübt werden.
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53030 Christentum in Afrika: Einführung
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Seminar, 2 SWS, Mo. 14-16 Uhr, Raum: GW II – S 6, Beginn: 22.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor Kombifach Afrika in der Welt AfW C, D1-3; Bachelor Kultur und Gesellschaft Afrikas Modul „Religionen in Afrika“; Bachelor IWE: Modul „Religion in afrikanischen Kulturen (Grundlagen)“, Modul „Religion im interkulturellen Vergleich“, Modul „Religion und Politik“

Inhalt: Mit über zwei Milliarden Anhängern gilt „das Christentum“ als die größte religiöse Gemeinschaft weltweit und man schätzt, dass ca. 25 Prozent der Christen auf dem afrikanischen Kontinent leben. Die Vielfalt der christlichen Praktiken, Überzeugungen und Gruppen ist auf dem afrikanischen Kontinent (und darüber hinaus) allerdings so groß, dass manche Autor*innen nur noch von African Christianities sprechen.

Ziel des Seminars ist es, einen ersten Einblick in die historischen Entwicklungen und diese vielfältigen Formen des Christentums in Afrika zu geben und in Themenfelder einzuführen, die derzeit die sozialwissenschaftliche Beschäftigung mit Christentum in Afrika kennzeichnen. Neben der Mission im 19. Jahrhundert befassen wir uns mit der Entstehung unabhängiger Afrikanischer Kirchen im 20. Jahrhundert, mit dem Boom pfingstkirchlich und charismatischer Bewegungen seit den 1980ern sowie mit Fragen, die das gegenwärtige Christentum betreffen. Das sind beispielsweise Fragen zur Darstellung christlicher Inhalte und Praktiken in unterschiedlichen Medien, zur neuen gesellschaftlich-politischen Rolle christlicher Akteure, ihrer Auseinandersetzung mit anders-religiösen Akteuren und zur „umgekehrten Mission“, also zu christlicher Mission, die von Afrika ausgeht.

Das Seminar basiert auf der wöchentlichen Lektüre von Texten, ergänzt durch kurze Referate.
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53028 Religiöse Identitäten in den Umbrüchen arabisch-islamischer Regionen durch den „Arabischen Frühling“
Dozentin: Maria Cristina Visentin
Seminar, 2 SWS, Do. 12-14 Uhr, Raum: NW III – S 138, Beginn: 18.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor Kombifach Afrika in der Welt AfW C, D 1-3; Bachelor IWE: Modul „Religion in afrikanischen Kulturen (Grundlagen)“, Modul „Religion im interkulturellen Vergleich“, Modul „Religion und Politik“, Religion in asiatischen Kulturen (Grundlagen)“, Modul „Religion in der islamischen Welt (Grundlagen)“

Inhalt: Wurden die 2011 in Tunesien beginnenden und sich rasch in der "arabischen Welt" ausbreitenden revolutionären Proteste und folgenden Umbrüche von religiösen, säkularen oder gar anti-religiösen Bewegungen getragen? Diese Frage ist grundsätzlich umstritten. Nimmt man an, dass die Demonstrationen von breiten Massen junger Unterstützer einer säkularen Politik getragen wurden, warum führten sie dann zum Aufstieg islamischer Bewegungen in der Politik Ägyptens und Tunesiens? Inwiefern verbinden diese Parteien Demokratie und Islam? Welche Rolle spielen unterschiedliche konfessionelle Identitäten etwa für den Krieg in Syrien?

Dieses Seminar soll Fragen bezüglich der Bedeutung von Religion im "Arabischen Frühling" nachgehen und dabei einen Überblick über unterschiedliche regionale und nationale Kontexte verschaffen (Tunesien, Ägypten, Syrien, Libyen, Jemen). Dabei wird eine Übersicht über staatliche und gesellschaftliche Strukturen gegeben und Entwicklungen seit 2011 werden erarbeitet. Auch kann der Frage nachgegangen werden, warum die Proteste in einzelnen nationalen Kontexten arabischer Staaten nicht in gleichem Maße Fuß fassen konnten.

Das Seminar setzt eine Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte und zur Übernahme von Referatsthemen zu den verschiedenen regionalen und nationalen Zusammenhängen voraus.
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Lehrveranstaltungen für Bachelorstudierende ab dem 4. Semester

00125 Toleranz in Sizilien? Muslime und islamische Hofkultur unter den Normannen
Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner / Dr. Georg Leube
Seminar, 2 SWS, Mi. 12-14 Uhr, Raum: GW I – S 93, Beginn: 17.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL D1, REL F1-F6

Inhalt: (Seminar evtl. inkl. Exkursion: Letztere mit bis zu 10 studentischen Teilnehmern)

Islamische (und andere) vormoderne Gesellschaften sind gekennzeichnet durch eine aus heutiger Sicht häufig überraschende Pluralität von Religionen und Diskursen. Der Umgang mit dieser Diversität wird dabei durch die permanente Verhandlung von Hierarchien geprägt, die das Zusammenleben unterschiedlicher Gruppen strukturieren.
In unserem Seminar wollen wir dieses Spannungsfeld von Diversität vs. Hierarchie am Beispiel der normannischen Herrschaft über Sizilien ab 1061 näher betrachten, da für kaum eine islamische Dynastie des Hochmittelalters ein solcher Reichtum an für Islamische Hofkultur repräsentativen materiellen Quellen erhalten ist, wie für die christlichen Normannen. Hierbei werden wir auf den Ebenen von überregionalen Beziehungen, gelebter Religionsvielfalt im Alltag und der Repräsentation von Autorität in der vielfältigen materiellen (Hof)kultur fragen, in wieweit die Normannen gewissermaßen eine islamische Herrschaft unter „umgedrehten Vorzeichen“ darstellen.

Auf einer 10-tägigen Exkursion nach Sizilien, die während der vorlesungsfreien Zeit im Anschluss an das Seminar stattfinden soll, werden wir die Seminarinhalte anhand der Architektur, Stadtstruktur und materiellen Kultur vor Ort in Palermo, Cefalù, Monreale und Umgebung vertiefen.

Kontakt für Rückfragen und eventuelle Förderungsmöglichkeiten: Georg.Leube@uni-bayreuth.de. Terminänderungswünsche können in der ersten Sitzung besprochen werden.
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53008 Lektüreseminar (Latein): Debatten über religiöse Einheit und Vielheit
Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner / Dr. Georg Leube
Seminar, 2 SWS, Mo. 12-14 Uhr, Raum: RW II – S 43, Beginn: 22.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL F1-F6, Kombifach REL S1, REL S2
Das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende.

Inhalt: Im ersten Teil wird ein Text gelesen, in dem es um die Pluralität von Lebensformen innerhalb des Christentums geht: die „Dialoge“ des Bischofs Anselm von Havelberg, der im 12. Jahrhundert auf seinen Reisen nach Konstantinopel verschiedene Formen des Christentums kenngelernt hat. Im zweiten Teil werden Texte gelesen, in denen es um die Auseinandersetzung mit dem Islam geht: Schriften des Abtes von Cluny, Petrus Venerabilis, der im 12. Jh. die erste Koran-Übersetzung in Auftrag gegeben hat.

Die Lektüre-Übung bietet zugleich eine Ergänzung zum Seminar „Toleranz in Sizilien?“ (Siehe auch Lehrstuhl Islamwissenschaft).

Quellen:
Anselm von Havelberg, Über die eine Kirche von Abel bis zum letzten Erwählten und von Ost bis West. Eingeleitet, übersetzt und kommentiert von H-J- Sieben, 2010.

Petrus Venerabilis, Schriften zum Islam. Ediert, übersetzt und kommentiert von Reinhold Glei, 1985.

Literatur:
Heinrich Holze: Religiöse Toleranz im Mittelalter? Überlegungen zum Umgang mit der „diversitas“ im 11. und 12. Jahrhundert, in: Berliner Theologische Zeitschrift 15 (1998), 41-55.
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53017 Orthodoxie und Häresie als Thema der Europäischen Religionsgeschichte
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger / Prof. Dr. Ulrich Berner
Vorlesung, 2 SWS, Do. 14-16 Uhr, Raum: GW II – H 27, Beginn: 18.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL B1, REL B2, REL S1, REL S2; Bachelor IWE Modul „Religion und Politik“

Inhalt: Europäische Religionsgeschichte versteht sich als ein Konzept, das verschiedene religiöse Traditionen zusammenhängend im europäischen Kontext betrachtet und analysiert. Für die Religionswissenschaft ist das Studium dieser Traditionen nicht zuletzt deshalb bedeutsam, weil viele Fachbegriffe und Konzepte, auch der Religionsbegriff, im europäischen Kontext gewachsen sind. Um ihre Dynamiken in heutigen Debatten zu durchschauen, ist es sehr hilfreich, ihre europäische Geschichte kritisch zu studieren.

Anschließend an die Vorlesung im vergangenen Wintersemester werden wiederum abwechselnd von beiden Dozenten beispielhafte Entwicklungen vorgestellt. Leitthema ist dieses Mal „Orthodoxie und Häresie“, zwei sehr umstrittene, aber wirkungsmächtige theologische Begriffe, die offen und verdeckt häufig auch wissenschaftliche Konzepte beeinfluss(t)en. Themen sind u.a.: Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverfolgung und die Rolle der Religion bei der Entwicklung der Naturwissenschaften (Prof. Berner); Pluralisierung und gleichzeitige Verfestigung von „Orthodoxien“ in der Reformationszeit und danach; Säkularisierungsprozesse und religiöse Neuaufbrüche in der Moderne (Prof. Bochinger). Bei allen genannten Themen werden sowohl die machtpolitisch dominanten religiösen Traditionen als auch ihre jeweiligen ‚Gegenspieler’ bzw. davon unabhängige Bewegungen betrachtet.

Der Schwerpunkt wird zeitlich diesmal auf der Neuzeit liegen. Die Veranstaltung kann als Fortsetzung der vergangenen Vorlesung, aber auch ohne Vorkenntnisse besucht werden. Sie ist sowohl für Anfänger*innen als auch für fortgeschrittene Studierende (BA und MA) geeignet.

Begleitliteratur:
- Hans Kippenberg u.a. (Hg.): Europäische Religionsgeschichte, 2 Bde., Göttingen 2009.
- Thomas Kaufmann u.a. (Hg.): Ökumenische Kirchengeschichte, 3 Bde., Darmstadt 2006
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53016 Identität und Religion
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger / Prof. Dr. Carlos Kölbl
Seminar, 2 SWS, Di. 14-16 Uhr, Raum: NW III – S 137, Beginn: 23.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL D1, REL F1-F6, REL TMR; Kombifach REL S1, REL S2; Bachelor IWE Modul „Religion und Politik“

Inhalt: Die Kombination der Begriffe „Identität“ und „Religion“ erscheint häufig in der Wissenschaftssprache. So finden sich z.B. im OPAC der Universitätsbibliothek zahlreiche Buchtitel unter den beiden Stichworten. Während es in der Religionswissenschaft (auch in unseren Seminaren) intensive Debatten um den Religionsbegriff gibt, bleibt der Begriff „Identität“ oft weitgehend unbestimmt. Er spielt  - neben Soziologie und anderen Fächern - in der Psychologie eine zentrale Rolle. Im Seminar geht es darum, beide Fachperspektiven aufeinander abzubilden und gemeinsam an einem sinnvollen Konzept von Identität zu arbeiten, besonders im Blick auf religiöse Sachverhalte.

Das Seminar besteht aus zwei Hauptteilen: Im ersten Teil befassen wir uns – unabhängig vom Thema Religion – mit grundlegenden Identitätskonzepten (u.a. S. Freud, E.H. Erikson, G.H. Mead) sowie der postmodernen Kritik an diesen Konzepten und neueren Entwürfen (H. Keupp, J. Straub).

Im zweiten Teil des Seminars befassen wir uns mit ausgewählten Arbeiten über „Identität und Religion“ in unterschiedlichen Zusammenhängen (z.B. religiöse Identität von jungen Muslim*innen und Jüd*innen, multiple religiöse Identitäten u.a.). Dabei geht es darum zu prüfen, was die betreffenden Studien zu einem sinnvollen Identitätskonzept beitragen und umgekehrt. Wir befassen uns dabei sowohl mit personaler Identität (z.B. Religion als individuelle Identitätsressource) als auch mit kollektiver Identität (z.B. die Rede vom „christlichen Abendland“ als Identitätsmarker).

Grundlegende Literatur:
- A. Assmann, H. Friese (Hg.): Identitäten. Frankfurt/Main 1998
- W. Gephart, H. Waldenfels (Hg.): Religion und Identität, Frankfurt/Main 1999.
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53021 Turkey between Religion and Secularity
Dozent: Dr. Emrah Çelik
Blockseminar, Vorbesprechung: 17.10.2018, 16-18 Uhr, Raum: GW II – S 6,
Termine: 16.11.2018 Raum: NW I – S 37, 17.11.2018 Raum: GW I – S 122, 9-17 Uhr und 14./15.12.2018, 9-17 Uhr, Raum: GW I – S 124
Modulzuordnung: BA KuG REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor IWE Modul „Religion im interkulturellen Vergleich“, Modul „Religion und Politik“, Religion in asiatischen Kulturen (Grundlagen)“, Modul „Religion in der islamischen Welt (Grundlagen)“

Inhalt: The relationship between religion and secularity is one of the most conflict-ridden issues both in Islamic thought and in Turkish politics. This tension has long affected Turkish society in various ways: philosophically, sociologically and politically. In order to understand the situation of Turkey between religion and secularity comprehensively, it is necessary to consider it from these three angles. So, in this course we will handle the discussions and related concepts in both classical and modern Islamic thought first; then, in order to grasp the roots of the Islamism–secularism tension in Turkish politics, we will look at the Ottoman Empire in the nineteenth century; finally the republican period, from the beginning of the Turkish Republic to the period of AKP governments, will be the main focus of the course. The major actors, institutions and developments of this period will be thoroughly discussed. On the basis of selected texts, and presentations by participants, we will address the political ideologies and struggles, as well as the social and cultural controversies stemming from the tension between religion and secularity in Turkish society.
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53020 Religionen abbilden: Theorie und Praxis religionswissenschaftlichen Photographierens
Dozent: Dr. Christian Funke
Blockseminar, Vorbesprechung: 31.10.2018, 16-18 Uhr, Raum: GW I – S 122,
Block I: 02./03.11.2018, 10–16 Uhr, Raum: GW II - S 5; Block II: 23./24.11.2018, 10–16 Uhr, Raum: GW II – S 6
Modulzuordnung: BA KuG REL D1, REL F1-F6, REL MET, REL TMR; Kombifach REL S1, REL S2

Inhalt: Text ist als privilegiertes Wissenschaftsmedium auch für die Religionswissenschaft das primäre Ausdrucksmittel. Inwiefern aber kann Text durch andere Medien sinnvoll ergänzt werden? Das Blockseminar diskutiert anhand von Beispielen aus der Forschungspraxis und Ansätzen des Forschungsparadigmas der Materialen Religion die Verwendung von Photographien als wissenschaftliches Instrument. Nach einer eingehenden Erörterung der Möglichkeiten und der Grenzen des Mediums Bild steht eine religionsanthropologische und praktische Anleitung, wie im Rahmen von Feldforschungen Photographien aufgenommen werden können. Prüfungsleistungen in diesem Seminar beinhalten jeweils auch ein selbst aufgenommenes Bild, das einen Aspekt einer Religionsgemeinschaft im Raum Bayreuth kommentiert, und eine schriftliche Dokumentation der mit dem Bild verbundenen Prozesse und Arbeiten.

Teilnahmevoraussetzungen: Sehr gute Englischkenntnisse, Besitz eines Photoapparates oder Smartphones.
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53024 Indischer Ozean trifft Afrika: Verflechtungen und Aushandlungen von religiösen und regionalen Zugehörigkeiten in Sansibar
Dozentin: Hanna Nieber
Seminar, 2 SWS, Mo. 16-18 Uhr, Raum: GW II – S 7, Beginn: 22.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor Kombifach Afrika in der Welt AfW C, D 1-3; Bachelor Kultur und Gesellschaft Afrikas Modul „Religionen in Afrika“; Bachelor IWE Modul „Religion in afrikanischen Kulturen (Vertiefung)“, Modul „Religion im interkulturellen Vergleich“

Inhalt: Politisch gesehen ist Sansibar ein semi-autonomer Teil von Tansania. Kulturell gesehen ist Sansibars Zugehörigkeit zur Swahili Küste zentral. Religiös gesehen gehört Sansibar zu den muslimisch-geprägten Räumen, was aus sansibarischer Perspektive eine Orientierung zum Indischen Ozean nahelegt. Diese Kategorisierungen von Zugehörigkeiten überlappen sich und beeinflussen sich gegenseitig. Sie tragen dazu bei, dass die Differenzen zwischen Sansibar und dem tansanischen Festland betont werden. Das tansanische Festland ist somit der „andere Teil Tansanias“, ohne eine eindeutige muslimische Mehrheit und nicht im gleichen Maße Teil des Kulturraums des Indischen Ozeans. Diese Differenzen finden zum einen Ausdruck in einem Diskurs, der Sansibars Unabhängigkeit fordert sowie zum anderen in Bemühungen, diesem Diskurs entgegenzusteuern.

Dieses Seminar befasst sich mit Prozessen der Verflechtung und Differenzierung und fragt, wie Unterscheidungen aus Verflechtungen heraus gemacht werden. Wie formiert sich Sansibar (und Sansibaris) als „anders“ gegenüber dem tansanischen Festland, an das es politisch (und wirtschaftlich) gebunden ist, welche Rolle spielt Geschichte und wie wird religiöse Zugehörigkeit in diesem Kontext politisiert? Anhand des speziellen sansibarischen Beispiels widmet sich dieses Seminar den Verflechtungen von religiösen und nicht-religiösen Kategorisierungen und deren (politischen, wissenschaftlichen, …) Auswirkungen. Die Lektüre von meist englischen Texten, die am Anfang des Seminars zur Verfügung gestellt werden, wird vorausgesetzt.
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53003 Islamische Religionspraxis - Gemeinschaft, Konflikt, Wandel
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Seminar, 2 SWS, Di. 10-12 Uhr, Raum: NW III – S 132, Beginn: 23.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor Kombifach Afrika in der Welt AfW C, D1-3; Bachelor IWE Modul „Religion in asiatischen Kulturen” (Vertiefung), Modul „Religion in der islamischen Welt“ (Grundlagen)

Teilnahmekriterien & Anmeldung: Das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich im Rahmen des Studiums bereits mit islambezogenen Themen auseinandergesetzt haben.

Inhalt: Seit einigen Jahrzehnten betont die Religionswissenschaft die zentrale Bedeutung von Praxis und Materialität für Religion. Klassische Einführungen zu religiösen Traditionen beginnen ihre Darstellung in der Regel jedoch nach wie vor mit Glaubensinhalten. In diesem Seminar werden wir verschiedene Ansätze diskutieren, beide Dimensionen von Religion zueinander in Bezug zu setzen: Wir befassen uns in synchroner und diachroner Perspektive mit verschiedenen und in ganz unterschiedlichem Maße kanonisierten islamischen Praktiken und werden herausarbeiten, wie diese in der Literatur gerahmt werden. Dabei sollen vor allem solche Aspekte fokussiert werden, die handbuchartige Zugänge vor besondere Herausforderungen stellen: religiöse Transformation, Konflikte um Praktiken und Brüche in Ritualgemeinschaften.
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53027 Local Islam in Xinjiang – between China, Central Asia and the Middle East / Lokaler Islam in Xinjiang – zwischen China, Zentralasien und dem Nahen Osten (English on demand)
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Seminar, 2 SWS, Do. 10-12 Uhr, Raum: RW II – S 47, Beginn: 18.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6; Kombifach REL B1, REL B2, REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor IWE Modul „Religion in asiatischen Kulturen” (Vertiefung), Modul „Religion im interkulturellen Vergleich“, Modul „Religion und Politik”

Conditions of participation: For advanced students who have already taken classes on Islam.

Teilnahmekriterien & Anmeldung: Das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich im Rahmen des Studiums bereits mit islambezogenen Themen auseinandergesetzt haben.

Inhalt: Hosting historical cities such as Kashgar, the region formerly known as „Eastern Turkestan“ in today's Chinese province Xinjiang has been an important center of the Islamic world for centuries. This past is standing in stark contrast to the present situation, where governmental pressure on Xinjiang's Uyghur Muslim population and their religious practices has recently become harsher than ever before. In this class, we are going to take a closer look on local Islam in East Turkestan/Xinjiang's past and present, focusing the impact of changing political contexts.

Mit historischen Städten wie Kaschgar war die ehemals als „Ostturkestan“ bezeichnete Region in der heutigen chinesischen Provinz Xinjiang über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum der islamischen Welt. Diese Vergangenheit steht in scharfem Kontrast zur gegenwärtigen Situation, in der die Unterdrückung der uigurischen muslimischen Bevölkerung Xinjiangs seitens der Regierung einen neuen Höhepunkt erreicht hat. In diesem Seminar befassen wir uns mit lokalem Islam in Ostturkestan/Xinjiang in Vergangenheit und Gegenwart insbesondere in Hinblick auf die Rolle der jeweiligen politischen Kontexte. Je nach Zusammensetzung der Teilnehmenden finden die Sitzungen auf Englisch statt.
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53026 Quellenlektüre Türkisch - Programmatik und Entwicklungen der Millî Görüş-Bewegung
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Seminar, 2 SWS, Fr. 10-12 Uhr, Raum: GW II – S 7, Beginn: 19.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL F1-F6, REL TÜR

Teilnahmekriterien & Anmeldung: Türkischkenntnisse; das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich im Rahmen des Studiums bereits mit islambezogenen Themen auseinandergesetzt haben.

Inhalt: Begleitet durch die Lektüre türkischer Originalquellen erarbeiten wir uns in diesem Kurs vertiefte Einblicke in die Millî Görüş-Bewegung, ihre Geschichte und verschiedenen Entwicklungen in Deutschland sowie ihr Verhältnis zur gegenwärtigen türkischen Regierung um Recep Tayyip Erdoğan.
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53007 Säkularität und Nichtreligion als Themen der Religionswissenschaft
Dozent: Dr. Stefan Schröder
Seminar, 2 SWS, Di. 12-14 Uhr, Raum: GW II – S 6, Beginn: 23.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL C1, REL C2, REL D1, REL F1-F6, REL TMR; Kombifach REL C1, REL C2, REL S1, REL S2; Bachelor IWE Modul „Religion und Politik“

Voraussetzungen: Das Seminar setzt Grundkenntnisse der Systematischen Religionswissenschaft voraus. Es ist deshalb ausschließlich für Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester geeignet.

Inhalt: Religion und Säkularität bilden ein binäres Begriffspaar. Das eine ist ohne das andere nicht denk- und beschreibbar. Für die Religionswissenschaft bedeutet dies, dass ihr zentraler Gegenstand Religion nur dann adäquat untersuchbar ist, wenn auch ein Konzept seines Gegenübers, des Säkularen vorliegt.

Innerhalb der noch jungen interdisziplinären Säkularitäts- und Nichtsreligionsforschung haben sich unterschiedliche Ansätze herausgebildet, das "Andere" von Religion zu konzeptualisieren und zu untersuchen. Makrotheoretischen Ansätze stehen kleinteilige empirische Studien gegenüber, realdefinitorische Verständnisweisen geraten in ein Spannungsverhältnis zu diskursanlytischer Dekonstruktion. Dieses komplexe Geflecht zu entwirren ist Ziel des Seminars. Dazu werden klassische und aktuelle Texte zum Säkularitätsdiskurs gelesen, die hauptsächlich einen theoretischen Anspruch besitzen.
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53004 Postkoloniale Religionswissenschaft
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Seminar, 2 SWS, Mi. 10-12 Uhr, Raum: NW III – S 138, Beginn: 17.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL D1, REL F1-F6, REL TMR; Kombifach REL S1, REL S2; Bachelor Kombifach Afrika in der Welt AfW C, D1-3; Bachelor Kultur und Gesellschaft Afrikas Modul „Religionen in Afrika“; Bachelor IWE Modul „Religion im interkulturellen Vergleich“, Modul „Religion in afrikanischen Kulturen (Vertiefung)“, Modul „Religion und Politik“ 

Inhalt: In der ersten Hälfte des Seminars befassen wir uns mit AutorInnen und Texten der Postcolonial Studies und arbeiten zentrale Thesen, theoretische Positionen und methodische Zugänge heraus. Im zweiten Teil des Seminars diskutieren wir dann religionswissenschaftliche Arbeiten und fragen, wie hier postkoloniale Fragen und Herangehensweisen rezipiert oder auch entwickelt wurden. Dabei geht es unter anderem um die machtvolle Metakategorie Religion, um Möglichkeiten und Grenzen des Vergleichs, der Repräsentation und des Umgangs mit Differenz. Insgesamt stellen sich damit Fragen nach dem Umgang mit kolonialen Traditionen in der Religionswissenschaft und nach (neuen) Formen religionswissenschaftlicher Wissensproduktion in einer verflochtenen Welt.

Grundlage des Seminars ist die Lektüre der zu Semesterbeginn angegebenen Texte. Im zweiten Teil sollen in Referaten religionswissenschaftliche Werke vorgestellt werden.

Das Seminar ist für Masterstudierende und fortgeschrittene BA (Afrika in der Welt etc.)
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53000 Religion in / from Africa: current research
Dozenten: Prof. Dr. Eva Spies / Dr. Franz Kogelmann
Seminar, 2 SWS, Di. 16-18 Uhr, Raum: NW III – S 137, Beginn: 23.10.2018
Modulzuordnung: BA KuG REL D1, REL F1-F6, REL MET

Inhalt: In this seminar, we have a look at recent publications on religion in / from Africa and try to identify and discuss key topics and central positions. We want to find out who studies religion in / from Africa how, and what are currently the controversial questions and approaches. Are post-colonialism, Pentecostalism and phenomenology still important? Are there differences in the ways theologians, anthropologist, and scholars in religious or Islamic studies approach religion in / from Africa? What other disciplines deal with religion?

The seminar also leaves room to follow your own research interests and to present thematic fields, book reviews or own research projects.
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Universität Bayreuth -