Kurzporträts von Alumni/ae

Christian Uhrig

Christian Uhrig

Seit 2012 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Religionswissenschaft II in Bayreuth

2009-2012 M.A. Religionswissenschaft an der Universität Bayreuth

2006-2009 B.A. Religionswissenschaft an der Universität Bremen

Gegen Ende meines Bachelorstudiums in Bremen kam für mich die Frage auf, an welcher Uni ich meinen Master machen möchte. Ich habe mich nach einigen Überlegungen für Bayreuth und den Masterschwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur entschieden. Zu meiner Entscheidung trug bei, dass die Lehrenden sich mit religiöser Gegenwartskultur intensiv beschäftigten und dies auch an den angebotenen Lehrveranstaltungen ablesbar war. Das Studium entsprach im Folgenden meinen Erwartungen und ich konnte meine Veranstaltungen entlang meiner Interessen belegen. Die Offenheit der Dozenten und die Unterstützung bei der Auswahl der eigenen Forschungsthemen habe ich als sehr motivierend erlebt. Die Campusstruktur und Größe der Uni habe ich weiterhin als sehr angenehm empfunden. In der Reflektion kann ich sagen, dass das Studium in Bayreuth mich persönlich und wissenschaftlich sehr vorangebracht hat. Derzeit bin ich Mitarbeiter der Religionswissenschaft und schätze den engen Kontakt mit den Studenten und Kollegen.

Florian Zemmin

Florian Zemmin

B.A. Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, NF Interkulturelle Germanistik, 2003-2007

M.A. Islamic and Middle Eastern Studies,  Universität Bern, 2008-2010

Promotion in Islamwissenschaft, Universität Bern, seit 2011


„Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion“ war zu meinem Studienbeginn 2003 nahezu der einzige religionswissenschaftliche Studiengang mit Bachelor-Abschluss. Das ist insofern wichtig, als es zeigt, dass der Bayreuther Studiengang nicht aus externen Zwängen der Bologna-Beschlüsse erwuchs – was bei manch anderem Studiengang, der von Magister auf Bachelor/Master umstellen musste zu konzeptionellen Unstimmigkeiten führte –, sondern die Initianten der „Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion“ bewusst auf die Stärken des neuen Bachelorformats setzten.  Den herausragenden Vorzug meines Bachelorstudiums in Bayreuth sah und sehe ich in der Beteiligung von mehreren Disziplinen – neben der federführenden Religionswissenschaft auch Soziologie, Theologie, Philosophie, Ethnologie, Islamwissenschaft sowie ein Nebenfach –, welche durch den gemeinsamen Gegenstand Religion mittels eines klaren roten Fadens verknüpft sind. Dies erlaubt den Studierenden früh ein Gespür für disziplinär unterschiedliche Zugänge zu entwickeln sowie eigene Interessen herauszubilden. Die vielfältigen Richtungen, welche von AbsolventInnen des Bayreuther Bachelors eingeschlagen wurden, belegen welch zahlreiche Möglichkeiten zur weiteren Vertiefung der eigenen Schwerpunkte der Studiengang eröffnet. In meinem Fall schloss ich einen Master in Islamic and Middle Eastern Studies an der Universität Bern an, wo ich gegenwärtig meine Promotion abschließe. Gerade in der ursprünglich philologischen Disziplin der Islamwissenschaft, die sich zunehmend kultur- und sozialwissenschaftlichen Theorien und Methoden geöffnet hat, kommt mir meine interdisziplinäre Ausbildung im Bachelor zu Gute. Ein Studium in Bayreuth kann ich neben seiner vielfältigen Qualifizierungsmöglichkeiten auch aufgrund der ausgezeichneten Betreuungsverhältnisse und der kurzen Wege jedermann und -frau nur empfehlen – und bin selbst froh über den weiterhin bestehenden Kontakt zur dortigen Religionswissenschaft.


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Idris Riahi

Masterstudium Religionswissenschaft an der Universität Bayreuth, 2008-2011

Lehrtätigkeiten im Bereich Religionswissenschaft an der Universität Bayreuth, 2010-2012

Akademischer Koordinator im Institut für Afrikastudien an der Universität Bayreuth, 2012-2013

Stipendiat der Bayreuth International Graduate School of African Studies (Promotion), seit 2013 


Bereits während des Studiums der ev. Theologie und Anglistik an der Universität Bielefeld hat sich in mir der Wunsch entwickelt, einem tieferen Einblick in das komplexe Thema Religion nachzuspüren; ohne konfessionelle Bindung, mit Schwerpunkt auf Kulturwissenschaft und Freiheit in Methode und Theorie. Ein Dozent empfahl mir damals für ein Studium der Religionswissenschaft unbedingt nach Bayreuth zu gehen. An die ersten Kontakte mit dem Lehrstuhl Bochinger erinnere ich mich gern, denn es war für mich als Alumnus einer sehr großen Universität eine Überraschung durch persönliche Telefonate mit dem Professor über das Studium und meinen Transfer informiert zu werden. Aufgrund dieses persönlichen “Willkommensgrußes” und dem Ausblick, meinen Wünschen genau nachkommen zu können, fiel mir die Entscheidung nach Bayreuth zu gehen sehr leicht. Die enge Betreuung, kleine Gruppen in Seminaren, Offenheit für eigene Projekte und Ideen sind Aspekte des Studiums in Bayreuth, die mich herausgefordert, motiviert und stark geprägt haben. Meine Masterarbeit, die ich am Lehrstuhl Berner geschrieben habe, war für mich ein weiterer markanter Punkt meiner Ausbildung. Die methodische, theoretische und thematische Freiheit, die ich genossen habe; die Offenheit und Kenntnis meiner Interessen seitens der Hochschullehrer waren für mich ermutigende Konstanten, die mich so durch den Abschluss begleitet haben. So fiel mir auch die nächste Entscheidung, ein Promotionsstudium in Bayreuth, wieder leicht. Seit 2013 bin ich Stipendiat der Bayreuth International Graduate School of African Studies, die in Fragen der Qualität mit dem Studium der Religionswissenschaft mithalten kann.

Durch den akademischen Austausch auf Konferenzen, und in immer neuen Gesprächen mit anderen ReligionswissenschaftlerInnen – auch Ehemaligen, die ihren Master nun an anderen Universitäten machen, habe ich gelernt, dass die Religionswissenschaft Bayreuth auch im Vergleich eine sehr gute Adresse ist. Daher muss meine Empfehlung lauten, wer sich für Religionswissenschaft interessiert, kleine Arbeitsgruppen und (daher) ein hohes Gesprächsniveau schätzt und wer vielleicht auch gerne eigene Ideen in sein Studium einbringen möchte ist in Bayreuth bestens aufgehoben. 

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 Dominik Neugebauer

B.A. 2002-2007 Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, NF: Interkulturelle Germanistik

M.A. 2007-2011, Religion in Afrika

Promotion: seit Herbst 2012: Deutsche Aussenpolitik im Nahen Osten an der Universidad de Complutense, Madrid

Das besondere für mich an der Facheinheit Religion ist ihr kulturwissenschaftlicher Zugang und ihre interdisziplinäre Offenheit. D.h. aus unterschiedlicher Sicht und Fragestellung, sich dem zu nähern, was wir langläufig als Religion kennen. Spannend bleibt für mich immer noch die Erkenntnis, wie dieses Thema uns alle angeht – im Denken, im Alltag, im Brauchtum, in der Politik, im Historischen, in der Literatur, in den Kulturen, in der Ökonomie, in unserem Tun und irgendwie auch im Glauben. Es stellte sich für mich heraus, dass mit diesem Fach ein Zugang auf unsere gesellschaftliche Realität gegeben wird, der hilft die Umwelt zu verstehen und zu erklären und völlig Fremdes zumindest einzuordnen. Das Thema Religion wurde mir ein allzeit inspirierendes. Ich hatte mich zu Studienbeginn aus Zweckhaftigkeit für das Nebenfach Jura entschieden, bin dann aber erst spät meinem Interesse der deutschen Sprache und Kultur in die Germanistik gefolgt. Egal wofür du dich in Bayreuth entschieden hast, man wird dir ebenso gern helfen dich neu zu orientieren.

Man profitiert von den Nischenstudiengängen der Uni, die auch Nischen-Studis anlockt. Das Lehrangebot wird stetig um Gastprofessuren erweitert. Für mich vereint die Uni die Vorzüge einer großen mit der menschlichen und naturgebundenen Nähe einer kleinen Stadt und das besonders bei meinen alten Lehrstühlen. Der Service ist meiner Meinung nach unschlagbar! Die geringe Gröβe der Uni wird mit besonderer Zuneigung zum Studenten beantwortet. Ich persönlich war immer neben dem Studium beschäftigt und profitierte besonders von dem Studi-Service, dem International Office, den Sekretariaten der Lehrstühle, der Hilfsbereitschaft in der Bibiliothek, dem Sportangebot, dem Sprachenzentrum und nicht zuletzt der KuWi-Fachschaft.

Besonders in Erinnerung blieben mir die Veranstaltungen: Religionssoziologie, Qur’an, William James, African Healing, Theater in Spanien, Mehrsprachigkeit, Systematische Theolgie II, Althebräisch I u. II und Religionsphilosophie Hegels. Ich war während meines Bachelors für ein 2-wöchiges Seminar in Neuseeland und absolvierte mein Praktikum am Goethe-Zentrum in Viña del Mar (Chile). Zudem studierte ich 1,5 Jahre zusätzlich in Spanien, an den Universitäten Cádiz und Sevilla – unvergesslich! Nicht verpassen sollte man: Tanzen im Glashaus, Essen auf der Theta, Spazieren zum Siegesturm, Kleinod im Kunstmuseum und Spuren Jean Pauls bis Eckersdorf.

Vor diesem Hintergrund bin ich heute Promotionsstudent, finanziere mein Leben in London als DaF-Lehrer und Übersetzer und führe bei einer kleinen Gruppe internationaler Poeten das Wort. Bei Gelegenheit müsste ich mich eigentlich mal bei meinen Profs bedanken ;)))

Das Foto zeigt den Gartenausgang zu Goethes Gartenhaus in Weimar, wo ich im Rahmen der Internationalen Sommeruniversität Bayreuth eine Führung durchführte.

Lydia Einenkel

Lydia Einenkel

Bachelorstudium Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion 2007-2010,
NF Interkulturelle Germanistik

Masterstudium in Edinburgh und Cambridge, 2010-2012: M.Phil in Theology and Religious Studies

seit 2013 freiberufliche Texterin

Das Studium der Religionswissenschaft an der Uni Bayreuth hat mich sehr geprägt, mich vielseitig gebildet und mir aufgrund der Reputation der hier lehrenden Professoren einige Türen geöffnet. Neben der Vielfältigkeit des Faches selbst, haben mich die Atmosphäre und der lockere Umgang zwischen Professoren und Studierenden am meisten beeindruckt. Bei Fragen oder Problemen habe ich stets schnell einen Ansprechpartner gefunden und ging nicht, wie in anderen Studiengängen üblich, in der Anonymität der Masse unter. Fachlich ist die REWI in Bayreuth sehr gut aufgestellt, weil selbst das Bachelorstudium hier noch nicht so verschult ist und die Studierenden einen großen Spielraum in der Wahl der Seminare und Vorlesungen haben. Schließlich fand ich als Studentin sehr gut, dass wir früh in kleinere Forschungsprojekte eingebunden wurden und bei Tagungen mitwirken durften. Nach dem Bachelorstudium in Bayreuth habe ich je einen Abschluss in "Religious Studies and Theology" an den Universitäten Edinburgh und Cambridge gemacht. Edinburgh ist eine Erasmus-Partneruni mit der Uni Bayreuth, sodass es für alle Studierenden recht einfach ist für einige Monate im schönen Schottland zu studieren. Nach dem Master habe ich mich dann nach langem Hin und Her gegen eine Promotion und für das wirkliche Leben entschieden.

Heute bin ich mit Text-Express als Texterin selbstständig und arbeite in einer innovativen Internetagentur in Wuppertal. Das Handwerkszeug dazu, nämlich fundiertes Schreiben und die Fähigkeit mich schnell mit unbekannten Themen vertraut zu machen und Neues zu lernen, habe ich in Bayreuth erworben. Super Studium, jederzeit wieder!

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Johannes Quack

Magisterstudium Religionswissenschaft 2001-2006, NF Philosophie und Ethnologie

Promotion 2006-2009: Anthropologie, Universität Heidelberg

„Was ich studieren wollte war klar – Religionswissenschaft – aber an welcher Universität, nach welchen Kriterien auswählen? Mein studienerfahrener Bruder gab mir den Tipp, dass die Veranstaltungen in großen Universitäten oft überlaufen sind und dass gerade für das Grundstudium eine intensive Betreuung durch die Lehrkräfte wichtiger ist als die Anzahl der Nobelpreisträger oder andere Kriterien für Uni-Rankings. Nach einem Vergleich des Studierenden-Lehrenden Verhältnisses einiger Universitäten entschied ich mich 2001 für ein Magisterstudium der Religionswissenschaft (Hauptfach), Philosophie und Ethnologie (Nebenfächer) in Bayreuth. Die Vorzüge eines gut strukturierten und eng betreuten Grundstudiums lernte ich in der Bayreuther Religionswissenschaft sehr schnell schätzen. Die Vermittlung des wissenschaftlichen Arbeitens war ausgesprochen gründlich, die Atmosphäre kollegial und hilfsbereit. Die religionsgeschichtliche Vorlesungsreihe der Professoren Berner und Bochinger vermittelte mir einen Überblick über die europäische Religionsgeschichte, von dem ich heute noch profitiere. Die internationalen Kontakte der Professoren halfen mir, einen einjährigen Studienaufenthalt an der Universität in Edinburgh zu organisieren. Während meiner Zeit im Ausland entschied ich mich, eine außereuropäische Fremdsprache zu lernen, die in Bayreuth leider nicht gelehrt wird. Aus diesem Grund bin ich nicht nach Bayreuth zurückgekehrt. Nach erfolgreichem Abschluss des Magisterstudiums und einer Promotion habe ich an verschiedenen deutschen Universitäten Religionswissenschaft und Ethnologie gelehrt. Dabei bleibe ich aber der Bayreuther Religionswissenschaft eng verbunden und ich würde jederzeit wieder mein Studium in Bayreuth beginnen."

Rabl 2014

Marlen Rabl

Bachelorstudium Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, 2007-2011,
NF Volkswirtschaft

Masterstudium 2011-2012:
Diplomacy and Religion, Lancaster, UK

Ich bin auf Umwegen an die Religionswissenschaft gekommen. Angefangen habe ich mit etwas ganz anderem und war dann im ersten Semester immer neidisch, womit sich meine Mitbewohnerin beschäftigen ‚durfte‘ und genervt von dem, womit ich mich beschäftigen ‚musste‘. Ich habe also gewechselt und diese Entscheidung nie bereut: Jeder Vergleich der sich mir bot, hat mir jedes mal deutlich gemacht, dass es kaum einen Studiengang mit mehr Wahlmöglichkeiten und Veranstaltungsioptionenen gibt, wo das Angebot geradezu überwältigend groß und meistens auch recht breit gefächert ist, wo die Bib so gut ausgestattet und unkompliziert ist und die Leute umgänglich und ansprechbar sind. Meine Praktika habe ich in Hamburg und in Bayreuth gemacht, war in Paris im Auslandssemester und bin schließlich in England gelandet um meinen Master zu machen – in Religions- und Politikwissenschaft zwar, aber ein Problem war das auch nicht.
Nach einem Intermezzo als wissenschaftliche Mitarbeiterin, dass mir gezeigt hat, dass Unterrichten zwar großartig, eine Promotion aber im Moment noch nicht das richtige für mich ist, bin ich mittlerweile in Wien und arbeite für eine der internationalen Organisation hier. Das KAICIID Dialogzentrum versucht mittels interreligiösem und interkulturellem Dialog zu Friedensbildungsmaßnahmen beizutragen, Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammen und miteinander ins Gespräch zu bringen und so gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzustoßen. Ich arbeite in der Forschungsabteilung - die Wissenschaft ist mir also nicht ganz fern.

 

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