Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für Bachelor-Studiengänge

 B.A. Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion (BA Kuwi)

B.A. Kultur und Gesellschaft (BA KuG)

Kombinationsfach Religionswissenschaft (Kombifach)

Internationale Wirtschaft und Entwicklung (IWE)

Erziehungswissenschaftliches Studium (EWS)

im Sommersemester 2016

 

(Stand: 12.07.2016)


Lehrveranstaltungen für Bachelorstudierende ab dem 1. Semester

53002 William James-Gastprofessur zum Thema "Theorie und Empirie in der Religionswissenschaft"

Dozent: Prof. Dr. em. Hubert Seiwert (Universität Leipzig)

Vorlesung und Kolloquium, 2 SWS, geblockt, 9.-13. Mai 2016. Hier finden Sie den Flyer mit dem Programm.

Bitte beachten: Die Räume sind nun zugeteilt

Modulzuordnung:
B.A. Kultur und Gesellschaft: Die Veranstaltung kann in den Bereichen REL B (Religionsgeschichte), REL C (Religiöse Gegenwartskultur), REL D (Spezialisierung) und REL F (Mobilitätsfenster) sowie im Verzahnungsbereich im Modul REL TMR (Theorie und Methodologie der Religionsforschung) angerechnet werden. Der Prüfungsschwerpunkt ist auf den jeweiligen Bereich abzustimmen.
Kombifach: analog (REL B, C, S)
Kombifach ALT: RW-3, RW-4, RW-5
B.A. Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion: C 3, 5, 6, 7

Einzelveranstaltungen:

Montag, 9.  Mai        10.15-11.45 Uhr Religionswissenschaft und die Entdinglichung von Religion (Vorlesung) in GWII - S 6
18.15-19.45 Uhr Religion und Politik in China (Festvortrag) in NWII - H 18
Dienstag, 10. Mai 10.15-11.45 Uhr Religionswissenschaftlicher Naturalismus (Vorlesung) in GWII - H 27
14.15-15.45 Uhr Kolloquium zum Vorlesungsthema in GW II - S 5
Mittwoch, 11. Mai 10.15-11.45 Uhr Populärer und staatlicher Ahnenkult im heutigen China (Vorlesung) (Thema geändert!) in NWIII - S 135
14.15-15.45 Uhr Kolloquium zum Vorlesungsthema in GWII - H 27
Donnerstag, 12. Mai 10.15-11.45 Uhr Prozesstheorie religiöser Bewegungen (Vorlesung) in AI - H 33
14.15-15.45 Uhr Kolloquium zum Vorlesungsthema in GWI - S 120
Freitag, 13. Mai 10.15-11.45 Uhr Religion und Politik in der Moderne (Vorlesung) in AI - H 34
14.15-15.45 Uhr Kolloquium zum Vorlesungsthemain GWII - S 6

----------------------------------------------------------------
53020 Türkisch-Intensivkurs II 

Dozentin: Dr. Angelika Landmann

Termin: 26.09. - 14.10.2016

Voraussetzungen: Besuch von Türkisch I bzw. Grundkenntnisse in der Türkischen Grammatik
----------------------------------------------------------------

53015 Grundlagen systematischer Religionswissenschaft II

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Proseminar 2 SWS, Do 8.30-10.00 Uhr, Raum: RWI - S 65, Beginn: 14.04.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL  A1, A2; Kombifach RW-1, Kombifach neu REL A1

Inhalt: Dieser Kurs ist der zweite Teil eines dreistufigen Angebotes, kann aber auch von Studierenden im ersten Semester besucht werden. Wir befassen uns mit einigen ausgewählten Themen und Diskussionen in der Religionswissenschaft und erarbeiten uns dabei ein Verständnis davon, wie die Entwicklung von Theorien jeweils auch ihre historischen Entstehungskontexte widerspiegelt. Themen sind u.a. Theorien zu Ursprung und Entwicklung von Religion, Kolonialismus, Ritual und Gender.
-------------------------------------------------------

53018 Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Seminar, 2 SWS, Mo 14-16, Raum: NWII - S 74, Beginn: 18.04.2016  

Modulzuordnung: BA KuG REL A 1; Kombifach  REL A1, Kombifach alt RW-1

Inhalt: In dieser Übung werden grundlegende Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und eingeübt. Zu diesen Arbeitstechniken gehören zum Beispiel der Umgang mit wissenschaftlicher Literatur, das Halten von Vorträgen und Referaten, das Verfassen einer Hausarbeit und das korrekte Zitieren.
Die Übung richtet sich explizit an StudienanfängerInnen, die das Fach Religionswissenschaft im Studiengang Kultur und Gesellschaft studieren und ist für diese verpflichtend.
Studierende aus höheren Semestern sind aber ebenfalls herzlich willkommen. 

--------------------------------------------------------------

53005 Selected Topics in the Study of Religion (English)

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Seminar, 2 SWS, Di 14-16, Raum: GW II - S 5, Beginn: 12.04.2015

Modulzuordnung: BA KuG REL A 3, REL D 1, REL TMR; Kombifach  REL A3, (Kombifach alt RW-1); Erasmusstudierende, IWE

Inhalt: In this course we will look at some recent and ongoing debates within the Study of Religion. Given that current debates can per se not be covered comprehensively, we’ll take the freedom to pick some theoretical and methodological issues that spark our interest. To accomplish this, we’ll experiment with a number of strategies to gain easy access to complex matters and voluminous works, such as book reviews, podcasts, summarizing articles and chapters.
And finally, we hope to improve our capacity as well as our confidence to read, discuss and eventually present and write in English – which are indispensable skills not only for an academic career, but also for most jobs in professional fields like cultural exchange, international affairs, media, human resources management and many more.
------------------------------------------------------

53028  Antike und Christentum 

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berner

Seminar, 2 SWS, Mo 8.30-10 Uhr, Raum GW II- S 6, Beginn: 18.04.2016.
Modulzuordnung: BA KuG: REL B, REL D1, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); BA Kuwi C 7; BA Kombifach REL B, REL S (Kombifach alt: RW-2, RW-5), IWE: Bereich SERG, Modul Religion im interkulturellen Vergleich.

Inhalt: Das Seminar gibt anhand ausgewählter Quellentexte (in Übersetzung) eine Einführung in die europäische Religionsgeschichte. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen "Religion und Philosophie" sowie "Religion und Kunst".

----------------------------------------------------------

53023 Lateinlektüre: Das frühe Christentum im römischen Kaiserreich

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berner

Seminar 2 SWS, Montag, 12.00-13.30 Uhr in Raum 1.23 (GW II)  (Zeit und Raum geändert)

Modulzuordnung: BA KuG REL F1-F6 (Mobilitätsfenster), Forschungsqualifikationen; BA Kuwi B4-B6 

Voraussetzung: Lateinkenntnisse

------------------------------------------------------------------

55006 Griechischlektüre

Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner/ Prof. Dr. Ralf Behrwald

Seminar 2 SWS, nach Vereinbarung. Bei Interesse bitte Anmeldung an ulrich.berner@uni-bayreuth.de

Modulzuordnung: BA KuG Forschungsqualifikationen, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); BA Kuwi B4-B6

Voraussetzung: Altgriechischkenntnisse

-----------------------------------------------------------------------

28379 Die Nationalparkidee. Naturschutz oder Naturreligion. Interdisziplinäres Blockseminar

Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner, Prof. Dr. Michael Hauhs (Ökologie)

Blockseminar 2 SWS, 27.-29. Mai 2016 in der Ökologischen Außenstation der Universität Bayreuth in Wallenfels, Lkr. Kronach. Bei Interesse bitte Anmeldung an ulrich.berner@uni-bayreuth.de

Gemeinsame Vorbesprechung mit der Ökologie: Montag, 2. Mai

Modulzuordnung: BA KuG D1, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster)

--------------------------------------------------------------

53012 Religionsgeschichte Zentralasiens

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Vorlesung, 2 SWS, Mo 10-12, Raum: GWII - S 6, Beginn: 18.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL B1, B2; BA Kuwi C4, C7;  Kombifach REL B1, B2 (Kombifach alt RW-3); IWE, EWS, Studium Generale

Inhalt: Zentralasien eignet sich als geographischer Fokus, um eine Vielfalt religiöser Traditionen in ihrer jeweiligen Kontextgebundenheit, ihren Wechselwirkungen und ihrer Geschichtlichkeit kennenzulernen. Das Hauptaugenmerk der Vorlesung liegt auf der Region Turkestan – vor, im Zuge und nach ihrer Islamisierung. Dabei werden auch lokale religiöse Traditionen sowie Manichäismus, nestorianisches Christentum und Buddhismus behandelt und Ausblicke in die Gegenwart gegeben.

-------------------------------------------------------

53008 Christentum in Afrika: Einführung

Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies

Seminar, 2 SWS, Di 10-12, Raum: NWII - S 80, Beginn: 12.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL B1, B2; BA Kuwi C4, C7;  Kombifach REL B1, B2 (Kombifach alt RW-3); IWE, EWS, Studium Generale

Inhalt: Mit über zwei Milliarden Anhängern gilt „das Christentum“ als die größte religiöse Gemeinschaft weltweit und man schätzt, dass ca. 25 Prozent der Christen auf dem afrikanischen Kontinent leben. Die Vielfalt der christlichen Praktiken, Überzeugungen und Gruppen ist auf dem afrikanischen Kontinent (und darüber hinaus) allerdings so groß, dass manche Autor*innen nur noch von African Christianities sprechen.
Ziel des Seminars ist es, einen ersten Einblick in die historischen Entwicklungen und diese vielfältigen Formen des Christentums in Afrika zu geben und in Themenfelder einzuführen, die derzeit die sozialwissenschaftliche Beschäftigung mit Christentum in Afrika kennzeichnen. Neben der Mission im 19. Jahrhundert befassen wir uns mit der Entstehung unabhängiger Afrikanischer Kirchen im 20. Jahrhundert, mit dem Boom pfingstkirchlich und charismatischer Bewegungen seit den 1980ern sowie mit Fragen, die das gegenwärtige Christentum betreffen. Das sind beispielsweise Fragen zur Darstellung christlicher Inhalte und Praktiken in unterschiedlichen Medien, zur neuen gesellschaftlich-politischen Rolle christlicher Akteure, ihrer Auseinandersetzung mit anders-religiösen Akteuren und zur „umgekehrten Mission“, also zu christlicher Mission, die von Afrika ausgeht.
Das Seminar basiert auf der wöchentlichen Lektüre von Texten, ergänzt durch kurze Referate.

---------------------------------------------------------------------------------

53029 Muslimische Organisationen in Deutschland – Inkorporationsprozesse muslimischer Gemeinschaften in Deutschland

Dozent: Benedikt Erb, M.A.

Seminar, 2 SWS, Do 10-12 Uhr, Beginn: 28.04.2016 (!) (wöchentliche Veranstaltung plus ein 4-stündiger Freitagsblock) in NW II - S 79

Modulzuordnung: B.A.KuG: REL C, REL D 1, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); B.A. Kuwi: A 2, C 5, C 7; B.A. Kombifach alt: RW-4, RW-5; B.A. Kombifach neu: REL C, REL S

Inhalt: In der tagespolitischen Debatte sind Muslim*innen überwiegend Verhandlungsmasse – eine, mithin imaginierte, Gruppe von Menschen, über die viel gesprochen, gewusst und geahnt wird. Einen Gegenpol hierzu stellen Organisationen und Gruppierungen dar, die Interessen von Muslim*innen und muslimischen Gemeinschaften vertreten, bzw. dies zu tun beanspruchen, allen voran die großen muslimischen Verbände DITIB, IGMG, VIKZ, ZMD, AABF und weitere. Solche Organisationen können je nach Lesart als politisches (Self-) Empowerment, als schlechterdings notwendige Reaktion auf religionsverfassungsrechtliche Anforderungen an muslimische Religionsgemeinschaften oder gar als Paradebeispiel gelungener Integration in der typisch deutschen Organisationsform des Vereins interpretiert werden. Zugleich gibt es unter Muslim*innen und Nichtmuslim*innen gleichermaßen Vorbehalte, denenzufolge insbesondere die großen muslimischen Verbände als selbsternannte Meinungsführer erscheinen, die die Deutungshoheit über „den“ Islam trotz mangelnder Repräsentanz für sich in Anspruch nähmen oder gar Interessen fremder Staaten verträten.

Neben den großen Verbänden auf der Makroebene möchte das Seminar die Möglichkeit bieten, sich auch auf der Mikroebene mit lokalen Moscheevereinen und anderen islambezogenen Interessensvertretungen zu beschäftigen. Systematische Schwerpunkte sind – nach einem überblickshaften, historischen Einführungsblock zum Islam in Deutschland – der sogenannte staatlich-muslimische Dialog und der religionsverfassungsrechtliche Inkorporationsprozess des Islam in Deutschland.

Leitfragen des Seminars auf Makro- wie auf Mikroebene: Wie sind Muslim*innen in Deutschland organisiert? Wer ist von muslimischen Organisationen vertreten und wer nicht? Welche Funktion haben muslimische Organisationen? Inwieweit können muslimische Organisationen als Religionsgemeinschaften verstanden werden?

Literatur:

Haug Sonja, Stephanie Müssig und Anja Stichs: Muslimisches Leben in Deutschland. Im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz, Nürnberg: Bundesamt für Migrations und Flüchtlinge 2009. [Online verfügbar unter: https://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/566008/publicationFile/31710/vollversion_studie_muslim_leben_deutschland_.pdf]

Heimbach, Marfa: Die Entwicklung der islamischen Gemeinschaft in Deutschland seit 1961 (= Islamkundliche Untersuchungen, Bd. 242), Berlin: Klaus Schwarz Verlag 2001.

Hennig, Wiebke: Muslimische Gemeinschaften im Religionsverfassungsrecht. Die Kooperation des staates mit muslimischen Gemeinschaften im Lichte der Religionsfreiheit, der Gleichheitssätze und des Verbots der Staatskirche (= Schriften zum Religionsrecht, Bd. 1), Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2010. [Darin besonders Abschnit B: Muslimische Gemeinschaften in Deutschland, S. 22-39]

Lemmen, Thomas: Islamische Verbände und Vereine in Deutschland, Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung 2002. [Online verfügbar unter: http://library.fes.de/pdf-files/asfo/c02-02580.pdf]

Wunn, Ina: Muslimische Gruppierungen in Deutschland. Ein Handbuch, Stuttgart: Kohlhammer 2007.

Zusätzliche Literaturvorschläge werden bei der ersten Seminarsitzung gegeben.

--------------------------------------------------------------------------

neu: 53031 Tutorium Persische Lektüre

Dozent: Benedikt Römer

Tutorium, Do 8.30-10 Uhr. Raum; #

-------------------------------------------------------------

Lehrveranstaltungen für Bachelorstudierende ab dem 4. Semester/ Masterstudierende

53007 Religion und Migration

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger/ Prof. Dr. Gabriele Cappai

Hauptseminar, 2 SWS, Mo 16-18, Raum: AI - S 112, Beginn: 18.04.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL C1, C2; REL D1, D2, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-4, RW-5); BA Kuwi C5, C7; Master  G 4, G6, G7; IWE

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Migration und Auswanderung stellen für Aufnahmeländer eine besondere Herausforderung dar. Moderne, westliche Gesellschaften stehen vor der Aufgabe, Einwanderer sowohl funktional (Arbeitsmarkt) als auch sozial zu integrieren. Unter Bezugnahme auf eine meist undefinierte „Leitkultur“, verlangen Aufnahmegesellschaften darüber hinaus gelegentlich eine kulturelle Assimilation der Migrantinnen und Migranten.  
Religion kann für Migrations- und Integrationsprozesse unterschiedliche Bedeutung einnehmen. Sie gilt einerseits als Ressource für Individuen und Gruppen, um in der „Fremde“ ihre religiöse und kulturelle Identität zu sichern, wie auch als Brücke zur Aufnahmegesellschaft („interreligiöser Dialog“). Andererseits gilt sie auch als Hemmschuh für eine gelingende Integration; so wird Religion als Abgrenzungsmarker für Gruppenunterschiede herangezogen.
In den letzten zwei Jahrzehnten haben Migrationsforscher ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf „Migrantenorganisationen“ gerichtet. Dabei haben sie den Umstand unterstrichen, dass diese Organisationen, weit weg davon, die Bildung von Parallelgesellschaften zu favorisieren, eine nicht zu unterschätzende Funktion für die Integration in die Aufnahmegesellschaft leisten können.
In unserem Seminar wollen wir uns unter anderem mit der Frage beschäftigen, inwiefern dies auch für Organisationen gelten kann, die sich im weitesten Sinne als „religiös“ begreifen.

Im Mittelpunkt des Seminar sollen folgende Aspekte behandelt werden:

  • Funktionen von Religion im Kontext von Migration bei Individuen
  • Gesellschaftliche Erwartungshaltungen gegenüber Religion (religiöse Fremdbilder im Zusammenhang von Migration)
  • Funktionen von Organisationen hinsichtlich der Integration von Individuen und Gruppen in die Aufnahmegesellschaft
  • Die Rolle von Religion bei der Bildung, Strukturierung und Zielfestlegung dieser Organisationen
  • Theoretische und methodologische Probleme in der systematischen Erforschung von Migrantenorganisationen

 Literatur:

Hans-Georg Soeffner: Vergesst eure Leitkultur! In: FAZ, 12.1.2016 (http://www.faz.net/-gqz-8c7vd)

Werner Schiffauer: Parallelgesellschaften. Wie viel Wertekonsens braucht unsere Gesellschaft? Für eine kluge Politik der Differenz, Bielefeld: Transcript, 2008.

Alexander-Kenneth Nagel (Hg.): Religiöse Netzwerke. Die zivilgesellschaftlichen Potenziale religiöser Migrantengemeinden, Bielefeld: Transcript, 2015.

Gabriele Cappai: Im migratorischen Dreieck. Eine empirische Untersuchung über Migrantenorganisationen und ihre Stellung zwischen Herkunfts- und Aufnahmegesellschaft, Stuttgart: Lucius & Lucius, 2005.

-----------------------------------------------------------------------------

53011 Klassikerlektüre: E. Durkheim

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger

Hauptseminar, 2 SWS, Mi 8-10, Raum: NW II - S 78, Beginn: 13.04.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL D1, D2, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL S1, S2 (Kombifach alt RW-5); BA Kuwi C7; Master R1-R3, G5

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Émile Durkheims Werk aus dem Jahr 1912 ist ein Klassiker sowohl der Soziologie, Ethnologie als auch Religionswissenschaft. Im Lektüreseminar wird dieses Werk in deutscher Übersetzung kontinuierlich gelesen und interpretiert. Das Seminar eignet sich sowohl als Einstieg in die Religionssoziologie wie auch zur vertiefenden Beschäftigung mit Durkheim.

Literatur: É. Durkheim: Die elementaren Formen des religiösen Lebens, Frankfurt/Main 1981 (u. Neuauflagen);
Weitere Literatur zu Beginn des Semesters.

-----------------------------------------------------

Bitte beachten: 53016 Jagiella: Islam in Ost- und Südosteuropa, und 53003 Jagiella: Heterodoxy and Orthodoxy in South Asian Islam finden erst in der zweiten Semesterhälfte als teilgeblockte Veranstaltungen statt.

53016 Islam in Ost- und Südosteuropa

Dozentin: Leyla Jagiella, M.A.

Seminar, 2 SWS, teigeblockt, 2. Semesterhälfte

Modulzuordnung: BA KuG REL C1, C2, REL D1, D2, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-3, RW-5), IWE; Master G4,  I1-I6

----------------------------------------------

53003 Heterodoxy and Orthodoxy in South Asian Islam (English)

 Dozentin: Leyla Jagiella, M.A.

Seminar, 2 SWS, teilgeblockt, 2. Semesterhälfte

Modulzuordnung: BA KuG REL B1, B2, REL D1, D2, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); BA Kuwi C4, C7;  Kombifach REL B1, B2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-3, RW-5); Master I1-I6; IWE

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

--------------------------------------------------------------------

53021 Populäre Reinkarnationsvorstellungen in der religiösen Gegenwartskultur

Dozenten: Dr. Stefan Kurth, Kirchenrat Bernhard Wolf

Hauptseminar, 2 SWS, Do 16-18, Raum: GWII - S 6, Beginn: 14.04.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL C1, C2, REL D1, D2, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-4, RW-5); BA Kuwi C5, C7; Master G 4, G5, G6, G7; IWE

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Empirische Studien belegen, dass die Vorstellung wiederholter Erdenleben (Reinkarnation) in der religiösen Gegenwartskultur Europas eine enorme Verbreitung gefunden hat. Woher kommt das? Zunächst ist man geneigt, dies für ein modernes Phänomen zu halten und auf ‚östliche‘ (hinduistische und buddhistische) Einflüsse zurückzuführen. Bei näherem Hinsehen reichen Reinkarnationsvorstellungen in der europäischen Religionsgeschichte jedoch bis in die griechische Antike, zu Pythagoras und Platon, zurück und ziehen sich durch alle folgenden Epochen:

  • von der antiken Gnosis über den Manichäismus zu den Katharern des Mittelalters;
  • am Übergang zur Frühen Neuzeit von der jüdischen und christlichen Kabbala über den radikalen Pietismus bis zur Aufklärungsphilosophie (z.B. Lessing);
  • und schließlich von philosophischen und literarischen Thematisierungen im ‚langen‘ 19. Jh. (z.B. Goethe) über die Anfänge der modernen Esoterik an der Wende zum 20. Jh. (Spiritismus-Theosophie-Anthroposophie) bis zur religiösen Gegenwartskultur;
  • darüber hinaus verbinden sie sich teilweise mit Ideen einer Wiedergeburt auf anderen Planeten (z.B. Swedenborg, Goethe, Herder).

Wir werden uns im Seminar anhand exemplarischer Quellen auf historische Spurensuche danach begeben, was der modernen Popularität von Reinkarnationsvorstellungen den Boden bereitete. Anschließend sind die Teilnehmer eingeladen, aktuelle Varianten von Reinkarnationsvorstellungen in der religiösen Gegenwartskultur zu erkunden und im Seminar vorzustellen.

---------------------------------------------------------------

53027 Religion. From Anthropology (English)

Dozent: Dr. Benedikt Pontzen

Blockseminar, 2 SWS, 1. Sitzung: Mittwoch, 13. April, 10:00 Uhr, Raum: Glasraum at Bigsas (Geschwister-Scholl-Platz), Blöcke vorauss. am: 23.-27.05., 20.-24.06., 27.06.-1.07., 4.-8.07.16.

Modulzuordnung: BA KuG REL D1, REL TMR, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL S2 (alt: RW-5); Master R1-3, G5, G6, A2.

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: "Religion" as a singular concept has seen better days as an object of anthropological study. Throughout the 20th century, religion used to be considered "out there" and was either to be overcome by those entrapped in it or to be studied and explained (away) by the anthropologists. Nevertheless, it has not given way to both aspirations, and it came as a surprise that it was not only still "out there" but alive and thriving at the end of the Short Twentieth Century. Accordingly, the previous attempts to deal with religion have recently come under challenge, and the field of the anthropology of religion is currently repositioning itself. The very idea of religion as an object of study has been replaced by the factual variety of religious phenomena in the world. And this variety prompts new points of departure. In the framework of this seminar, we will dip into this shifting field. We will reflect on our notion(s) of religion, read detailed studies with religion at the core, and discuss different theoretical approaches that have been coined within anthropology to approach the religious. Thereby, we will gain an overview of actual debates and their historic precedents as well as of the pitfalls and problems that the distinct approaches to the religious entail. By the end of the seminar we will have gained an impression of the main trends to study the religious in anthropology, and we will be able to discuss how to locate our ongoing research within this broader field.

-----------------------------------------------------------------------

53009 Religion and Development (English)

Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies

Hauptseminar, 2 SWS, Mo 14-16, Raum: GWII - S 7, Beginn: 18.04.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL C1, C2 REL D1, D2, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-4, RW-5); Master R1-R3, G6, G7; IWE

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Recently the German Ministry of Economic Cooperation and Development (BMZ) has published a brochure that emphasises the important role of religion in development cooperation (BMZ 2015). Until the 1990ies, religion has rather been seen as an obstacle to development, whereas today cooperation with religious actors is presented as an asset. In the seminar we will study how this change came about and discuss the question whether the project of development has ever been secular.
We will trace the historical, ideological, and practical connections between religion and development – here understood as ideas and actions relating to the “improvement” of life in a given society or the world. We will start with texts about Christian mission in the 19th century, and review the place of religion in theories of development of the 20th century. However, the main focus of the seminar is on contemporary debates about the role of religious ideas, practices and actors in development work. We will study the positions of social scientists, development institutions, and religious actors, such as religious communities and so-called Faith Based Organisations (FBOs). Examples mostly from Africa will illustrate these positions, and show different approaches to ethical and societal change as well as their social consequences.
The aim of this seminar is to provide insight into the changing relation between religion and development on a theoretical and an applied level, and to become acquainted with different actors and their attitudes towards the religion/development-connection.

* BMZ 2015: Die Rolle von Religion in der deutschen Entwicklungspolitik: https://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/flyer/Flyer_Religionen.pdf

----------------------------------------------------------------

53010 Grounded Theory

Dozent: Stefan Schröder, M.A.

Hauptseminar, 2 SWS, Mi 10-12, Raum: GWII - S 7, Beginn: 13.04.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL MET, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL S1, S2 (Kombifach alt RW-5); Master G1-G3, G8, G9, I7

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Ein induktiver Zugang gilt als wesentlicher Charakterzug der Religionswissenschaft. „Die Religionswissenschaft schließt […] von den konkreten Daten auf allgemeine Zusammenhänge – nicht umgekehrt“ (Bochinger 2004, S.207). Im methodischen Bereich findet man dieses Forschungsprogramm nirgendwo so systematisch ausgearbeitet und konsequent umgesetzt wie in der Grounded Theory. Obwohl viele Religionswissenschaftler-Innen mit dieser Methode arbeiten, bleibt eine Reflexion der methodologischen Voraussetzungen und der expliziten Arbeitsschritte aber oftmals aus.
Nach einem Überblick zur Geschichte der Grounded Theory von ihrer Gründerzeit (Glaser/Strauss 1967) bis hin zu neueren Weiterentwicklungen (Breuer 2010; Strübing 2004) werden in diesem Seminar einzelne Charakteristika der Methode näher beleuchtet und in den Kontext religionswissenschaftlicher Methodendiskussionen und Forschungsarbeiten gestellt. Dabei soll die Methode auch anwendungsbezogen erlernt werden. Dazu sind kleinere Forschungsprojekte geplant.

Literatur:
Breuer, Franz: Reflexive Grounded Theory. Eine Einführung für die Forschungspraxis. Wiesbaden 2010.
Glaser, Barney G. und Anselm L. Strauss: The Discovery of Grounded Theory. Strategies for Qualitative Research. Chicago u.a. 1967. (deutsch als: Grounded Theory. Strategien qualitativer Forschung. Bern 1998.)
Mey, Günter (Hg.): Grounded Theory Reader. Wiesbaden 2011.

Zusätzliche Literaturvorschläge werden bei der ersten Seminarsitzung gegeben.

----------------------------------------------------------------------------------------

53001 Körper, Alltag, Geschlecht in Islamicate Societies

Dozenten: Prof. Dr. Paula Schrode, Dr. Claudia Liebelt

Seminar, 2 SWS, Do 12-14, Raum: GWII - S 6, Beginn: 14.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL C1, C2, REL D1, D2, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); Kombifach REL C1, C2, REL S1, S2 (Kombifach alt RW-3, RW-5); Master G6, G7,  I1-I6; IWE

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Dieses interdisziplinäre Seminar vermittelt einen empirischen und theoretischen Einblick in das Themenfeld Körper, Alltag und Geschlecht in islamisch geprägten Kontexten. Thematische Schwerpunkte sind soziale Normen, Sexualität, Ritual, Reinheit sowie Körpertechniken, wie etwa Beschneidung und Praktiken/Ideologien der Ver- bzw. Entschleierung. Von den Teilnehmer_innen wird die Bereitschaft zur Lektüre und Diskussion vorwiegend englischsprachiger, über die eigenen Fachgrenzen hinaus gehender Literatur und eine aktive Mitarbeit erwartet.

----------------------------------------------------------------------------------

53014 Lektürekurs Türkisch

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Seminar, 2 SWS, Di 10-12, Raum 1.23 in GW II, Beginn: 12.4.2016 (Raum geändert)

Modulzuordnung: BA KuG REL TMR (Verzahnungsbereich), REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); BA Kuwi B4-B6; Master  G8, G9, I7, I9

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester. Türkischkenntnisse, die zur Lektüre einfacher Texte befähigen.

Inhalt: Dieser Sprachkurs richtet sich an Studierende, die ihre Grundkenntnisse im Türkischen anhand religionsbezogener Texte vertiefen möchten. Als Lektüre werden Auszüge aus türkischen Originalquellen verwendet. Die genaue Auswahl wird an das sprachliche Niveau sowie inhaltliche Interessen der Gruppe angepasst.

-----------------------------------------------------

53025 Religionsgeschichtliche Darstellungen im Kontext der „Türkisch-islamischen Synthese"(Türk İslam sentezi) – Quellenlektüreseminar'

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Seminar, 2 SWS, Fr 10-12, Raum: GWII - S 7, Beginn: 15.4.2016

Modulzuordnung: BA KuG REL D, REL F1-F6 (Mobilitätsfenster); BA Kuwi C4;  Kombifach REL S1, S2 (Kombifach alt RW-3), Master  I9

Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester. Türkischkenntnisse, die zur Lektüre auch komplexerer Texte befähigen.

Inhalt: In den 1970er Jahren wurde unter konservativen und nationalistischen Intellektuellen in der Türkei die Idee einer „Türkisch-Islamischen Synthese“ populär, mit der man das nationalistische und das islamisch-religiöse Spektrum im gemeinsamen Kampf gegen linke Bewegungen vereinen wollte. Zentrales Element dieses Projekts war die Konstruktion einer nationalen türkischen Kultur, zu der untrennbar der Islam gehört. Nach einer Einführung in den historischen und politischen Kontext werden wir uns im Seminar anhand von Originalquellen einige Darstellungen türkischer Kultur und Religionsgeschichte durch Autoren der „Türkisch-Islamischen Synthese“ erschließen.

----------------------------------------------------------------------------

Universität Bayreuth -