Komm. Vorlesungsverzeichnis

für die Studiengänge:

Bachelorstudiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion (BA)

Masterstudiengang Religionswissenschaft (MA)

Kombinationsfach Religionswissenschaft (Kombifach)

Internationale Wirtschaft und Entwicklung (IWE)

Erziehungswissenschaftliches Studium (EWS)

 

im Wintersemester 2012/2013

(alphabetisch nach Dozenten geordnet, Stand: 13.11.2012, Änderungen: rot hervorgehoben)

 

Bitte beachten: Prof. Dr. Bernt Schnettler hat ein Forschungsfreisemester.

Neues Blockseminar: Der Mythos - Wahrheit mit Fantasie?, Dozent: Heiko Wedemeyer, siehe weiter unten unter "W"

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53000  WILLIAM JAMES GASTPROFESSUR
THEMA: RELIGIÖSE PHÄNOMENE VERSTEHEN UND ERKLÄREN: DER BEITRAG DER ANALYTISCHEN SOZIOLOGIE

Dozent: Prof. Dr. Jörg Stolz (Universität Lausanne)

Zeitraum: 7.-11. Januar 2013

Vorlesung (jeweils 10-12 Uhr)  und Kolloquium (jeweils 14-16 Uhr)

Modulzuordnung: BA A2, C5, C7;  MA R1, R2, R3, G3; Kombifach RW-4, RW-5, Hörer aller Fakultäten

Flyer zur Veranstaltung mit allen Terminen und Räumen

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53001  RELIGIONSWISSENSCHAFTLICHES KOLLOQUIUM

OS/ Koll 2st, Mi 18-20, GW II – S 6 

Programm: wird noch erstellt

Dozenten: Alle Lehrenden der FG Religion

(Master, Doktoranden, Gastvorträge: öffentlich)

Inhalt: Das Kolloquium dient dem intensiven fachlichen Austausch innerhalb der Fachgruppe Religion sowie mit auswärtigen Gästen. Alle Studierenden und sonstige Interessierte sind zu den Gastvorträgen herzlich eingeladen. Bitte beachten Sie auch die aktuellen Aushänge und Plakate.

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53023 RELIGIONSGESCHICHTE UND RELIGIONSPHILOSOPHIE

Dozent: Martin Ashauer, M.A.

PS 2st, Mo 16-18, RW - S 55, Beginn: 22.10.2012

Modulzuordnung: BA: Modul A 1, Kombifach RW-5, IWE Modul L

Inhalt: Das Proseminar „Religionsgeschichte und Religionsphilosophie“ widmet sich dem Umgang mit der literarischen Quellenvielfalt in der Antike. Nicht nur heilige Texte oder Kommentare zu heiligen Texten sind für den Religionshistoriker von Bedeutung, sondern auch Reise- und Kriegsberichte, philosophische Ausführungen, Fabeln und Sagen, Dramen, et al.
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53025 LATEIN-LEKTÜRE: TOLERANZDEBATTEN IN DER FRÜHEN NEUZEIT

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berner

KS 2st, Mo 14-16, GW II - S 7, Beginn: 22.10.2012

Modulzuordnung: BA B 4-6, C7; MA E1, E2

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53011 WAGNERS "PARSIFAL" – RELIGION AUF DER OPERNBÜHNE

Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner  / Dr. Thomas Steiert

Blockseminar in Venedig vom 29.10. bis 02.11.12

Modulzuordnung: BA C4, C6, C7; MA E3, E4; Kombifach RW-4

Inhalt: Die religiösen Bezüge und Motive in Wagners "Parsifal" (der nach dem Plan des Komponisten nur in Bayreuth aufgeführt werden sollte) werden unter der Fragestellung betrachtet, ob das Theater zum Ritual, die Kunst bzw. Musik selbst zur Religion werden kann. Aus der Sicht der Religionswissenschaft sind neben dem Text des "Parsifal" auch die theoretischen Schriften Wagners von Interesse, die in derselben Schaffensperiode entstanden sind; aus der Sicht der (Musik)-Theaterwissenschaft sind Wagners Anmerkungen zur Aufführung von Interesse, seine Festspiel-Idee wie auch die späteren Inszenierungen im 20. Jahrhundert.

Je nach Referatsthema können Scheine in verschiedenen Modulen der B.A.- und M.A.-Studienordnung erworben werden.

Anmeldungen bis zum 15. Juli 2012 per E-Mail und/oder in der Sprechstunde (Di 13-14 Uhr). Begrenzte Teilnehmerzahl. Ein Termin zur Vorbesprechung im Juli wird noch bekannt gegeben.

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53019 SYNCRETISM IN AFRICA AND BEYOND (Method and Theory, englisch)

Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner/ Dr. Magnus Echtler

Koll 2st, Do 12-14, NW II - S 78, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung: BA C4, C5, C7; MA R1, R2, A1, A2; Kombifach RW-3, RW-5; IWE Modul L, Erasmus

Inhalt: The concept of syncretism, the blending of two ore more distinguishable cultural traditions, has been used within the study of religion for a long time. However, it has also been criticized repeatedly because of its negative connotations, as the process of mixing implies the existence of somewhat purer entities at the outset. These critiques have led to a number of new conceptualizations, e.g. creolization, hybridization, bricolage or métissage, but all of these retain the root metaphor of mixing. In this class we discuss the analytical value of the concept of syncretism with special reference to its application to African religions, an area where the notion has been severely critiqued ever since Sundkler’s notorious declaration that “[t]he syncretistic sect becomes the bridge over which Africans are brought back to heathenism” (Sundkler 1948: 297).

Literatur: Adogame, Afe, Magnus Echtler & Ulf Vierke. 2008. Introduction, in: Afe Adogame, Magnus Echtler & Ulf Vierke (eds.), Unpacking the New. Critical Perspectives on Cultural Syncretization in Africa and Beyond, Berlin: LIT Verlag, pp. 1 – 23.

Berner, Ulrich. 2001. The Notion of Syncretism in Historical and/or Empirical Research, in: Historical Reflections/Reflexions Historiques 27: 499 – 509.

Berner, Ulrich. 2011. Synkretismus – die Problematik der Grenzen zwischen und in den Religionen, in: Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft, 94: 31 – 41.

Sundkler, Bengt. 1948. Bantu Prophets in South Africa. Oxford: Oxford University Press.

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53005  EINFÜHRUNG IN DIE RELIGIONSWISSENSCHAFT

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger / Christian Uhrig, M.A.

Seminar 2st, Di 16-18, GW II - S 8, Beginn: 23.10.2012

Modulzuordnung: BA A1, Kombifach RW-1

Texte zum Seminar: siehe Elearning

Inhalt: Ziel der Veranstaltung ist es, ein grundlegendes Verständnis der Religionswissenschaft und ihres Gegenstands zu gewinnen. Zu den Themen gehören: Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft; die Geschichte des Fachs; Religionswissenschaft im Verhältnis zu Theologie und Philosophie; historische und vergleichende Methode; Religionssoziologie, -ethnologie und -psychologie. Hinzu kommt ein Überblick über gegenwärtige Entwicklungen in der Religionswissenschaft sowie über Einführungs- und Überblickswerke, Nachschlagewerke und Zeitschriften. Außerdem werden in der Veranstaltung Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt, u.a. zu den Themen Literaturrecherche, Literaturauswertung, Exposé, Hausarbeit und Referat.

Voraussetzungen: keine

Literatur: Bochinger, Christoph: Religionswissenschaft, in: Michael Roth (Hg.), Leitfaden Theologiestudium, Göttingen 2004, 183–216.
Hock, Klaus: Einführung in die Religionswissenschaft. Darmstadt 2002.
Stolz, Fritz: Grundzüge der Religionswissenschaft. 3., durchges. Aufl. (mit Literaturnachträgen). Göttingen 2001.
Franck, Norbert: Fit fürs Studium. Erfolgreich reden, lesen, schreiben. München 2006

Tutorium zum Seminar: Montag, 14-16 in GW II - Raum 2.09 (Tutorin: Malin Findeklee)

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53002  EUROPÄISCHE RELIGIONSGESCHICHTE III

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger

Vorlesung 2st, Do 10-12, GW II - H 27, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung: BA C3; Kombifach RW-2; IWE; EWS, Studium Generale

Inhalt: Die Vorlesung gibt einen Überblick über religiöse Entwicklungen in Europa in der Zeit von der „Entdeckung“ Amerikas bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Unterschied zu theologisch-kirchengeschichtlichen Fragestellungen legt sie ihren Schwerpunkt auf die Wechselwirkungen zwischen Haupt- und  Nebenströmen der modernen europäischen Religionsgeschichte. Dazu gehört die Entstehung und Präsenz nicht-kirchlicher religiöser Bewegungen seit der Reformationszeit, die Auseinandersetzung zwischen europäischem Christentum und nicht-christlichen Religionen (auch in den Missionsgebieten) und die Entstehung religionskritischer Strömungen in der Aufklärung. Auf diese Weise vermittelt die Vorlesung einen Zugang zur Vorgeschichte der vielfältigen religiösen Erscheinungen, die für die religiöse Sozialisation in der Gegenwart prägend sind. Die Vorlesung ist der dritte Teil eines viersemestrigen Vorlesungszyklus zur Europäischen Religionsgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart (Teil 1 und 2 durch Prof. Ulrich Berner, Teil 3 und 4 durch Prof. Christoph Bochinger). Ein Einstieg ist jederzeit ohne Vorkenntnisse möglich.

Voraussetzungen:  keine

Literatur: wird zu Beginn der Vorlesung bekannt gegeben.

Tutorium zur Vorlesung: Mittwoch, 16-18 Uhr in GW I - S 124 (Tutorin: Ines Liere)

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53008  Klassiker der Religionspsychologie (Method and Theory, deutsch)

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger/ Kirchenrat Bernhard Wolf

Hauptseminar 2st, Do 16-18,  GW I - S 91, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung: MA R1-R3; Erasmus-Studierende

Texte zum Seminar: siehe Elearning

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53009 EMPIRISCHE FORSCHUNGSWERKSTATT

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger

Hauptseminar 2st, Mi 14-18 (14-tägig, alt. zu 53019 Berner/Echtler, Syncretism),  Stud.werk - S 3,  Beginn: 24.10.2012

Modulzuordnung: MA G1, G2

Texte zum Seminar: siehe Elearning

Inhalt: Die Forschungswerkstatt begleitet die Konzeption und Durchführung eigenständiger Forschungsarbeiten der Studierenden im Bereich der religiösen Gegenwartskultur. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an selbst erhobenen Daten im Rahmen der qualitativ-empirischen Religionsforschung und die Auseinandersetzung mit einschlägiger Methodenliteratur. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden der Schwerpunkte „Religiöse Gegenwartskultur“ und „Bildung und Erziehung“. Studierende aus dem BA-Studiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, die schon 150 ECTS-Punkte absolviert haben, können sich die Teilnahme für den späteren Master-Studiengang anrechnen lassen.

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53033 RELIGIONSKUNDE. KONZEPTION EINER RELIGIONSWISSENSCHAFTSBASIERTEN FACHDIDAKTIK

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger/ Dr. Katharina Frank

Blockseminar 2st, Einführung: Mo, 15. 10. 2012, Zeit: 14.15-17.30 Uhr in S 48 (RW);
Mo, 19.11.2012, Zeit: 14.15-19 Uhr in S 59 (RW);
Fr, 8.2. 2013, Zeit: 13-20 Uhr  und Sa, 9.2.2013, Zeit: 9-18.30 Uhr, Freitag und Samstag in GW II - S 6

Modulzuordnung: BA C5, C7; MA G3, G4

Texte zum Seminar: siehe Elearning

Inhalt: Religion wird von vielen Bildungspolitikerinnen und -politikern sowie Bürgerinnen und Bürgern als gesellschaftlich wichtiger Gegenstand betrachtet, der in die Curricula staatlicher Schulen Eingang finden soll. In etlichen europäischen Ländern gibt es zurzeit Bemühungen, einen Religionsunterricht für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse einzurichten oder Religion als Lerndimension in  anderen Fächern wie Geschichte, Geographie, Ethik oder auch in einem bekenntnisgebundenen islamischen oder christlichen Religionsunterricht zu etablieren. Für einen solchen religionskundlichen Unterricht liegt jedoch noch keine Didaktik vor, die die Religionswissenschaft als Bezugsdisziplin einsetzt. Die Lehrveranstaltung widmet sich diesem Desiderat. Wir gehen der Frage nach, wie eine Fachdidaktik Religionskunde, die sowohl für ein Fach Religionskunde als auch für religionskundliche Anteile eines anderen Fachs zu konzipieren wäre. Dabei beschäftigen wir uns mit Bildungstheorien, Entwicklungs-, Lehr- und Lerntheorien sowie allgemein-didaktischen Modellen. Wir überlegen uns, wie der für die Religionswissenschaft typische kulturwissenschaftliche Zugang zu Religionen in der universitären Lehre (Tertiärstufe) fruchtbar gemacht werden kann für die Sekundar- und Primarstufe. Wir fragen, wo Kinder und Jugendliche in ihrem Alltag auf Religion treffen, inwiefern diese Themen eine Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung für die Schülerinnen und Schüler haben – unabhängig davon, ob sie selbst einer Religion angehören oder nicht – und erarbeiten das dazu erforderliche religionswissenschaftliche Wissen (empirische Erkenntnisse zum Thema in Geschichte und Gegenwart). In einer Didaktik-Werkstatt sollen schliesslich Unterrichtseinheiten erstellt werden, denen die in der Lehrveranstaltung gemeinsam entwickelten religionskundlichen Grundkompetenzen zugrunde liegen.

Literatur: ALBERTS, WANDA 2012. Religionswissenschaft und Religionsunterricht, in: M. Stausberg, Religionswissenschaft, Berlin u.a.: de Gruyter, 2012, 299–312.

BOCHINGER, CHRISTOPH / FRANK, KATHARINA  2008. „Religious Education in Switzerland as a Field of Work for the Study of Religions: Empirical Results ans Theoretical Reflections“, Numen 55, 183–217.

HURRELMANN, KLAUS 2001, Einführung in die Sozialisationstheorie, 7. Aufl., Weinheim: Beltz.

JANK, WERNER / MEYER, HILBERT 2002. Didaktische Modelle. 5. Aufl., Berlin: Cornelsen Scriptor.

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53034  RELIGIÖSE DYNAMIKEN UND WANDLUNGEN IN LATEINAMERIKA AM FALLBEISPIEL BRASILIENS

Dozent: Dr. Steffen Dix (Universidade de Lisboa)

Blockseminar 2st, 18.-20.1.2013 (Freitag ab 13-20 Uhr, Samstag 9-18 Uhr, Sonntag 9-18 Uhr)

Verbindliche Anmeldung mit Unterschrift bis zum 25.10.2012 am Lehrstuhl Religionswissenschaft II

Modulzuordnung: BA C4, C5, C7; MA G3, G 4; Kombifach RW-5

Inhalt: Lateinamerika ist aufgrund seiner Kolonialgeschichte zwar mehrheitlich vom Katholizismus geprägt, doch zeigte sich innerhalb der letzten Jahrzehnte auf religiösem Gebiet eine ungeahnte Dynamik in Hinsicht auf das verstärkte Aufkommen evangelikaler Glaubensgemeinschaften und die anhaltende Popularität afroamerikanischer Kulte. Auch das ambivalente Wechselverhältnis zwischen Modernisation und traditioneller Religion, kulturelle Umbrüche, politische Veränderungen und ökonomische Wachstumsphasen wirkten entscheidend auf das religiöse Erscheinungsbild dieser Region. Obwohl es zweifelsohne enorme Differenzen zwischen den einzelnen Ländern gibt, kann Brasilien – als das bevölkerungsreichste und flächenmäßig größte Land – als ein Fallbeispiel zur Identifizierung allgemeiner historischer Tendenzen genommen werden. Im Mittelpunkt des Blockseminars stehen hauptsächlich die Fragen, wie sich der traditionelle Katholizismus gegenüber einer rasant voranschreitenden Modernisierung verhält, inwieweit tatsächlich von einem „evangelikalem Zeitalter“ gesprochen werden kann, welchen gesellschaftlichen Stellenwert afroamerikanische Kulte einnehmen oder bis zu welchem Punkt man von einer genuin modernen Spiritualität sprechen kann. Es werden keine speziellen Vorkenntnisse verlangt.

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53020 MANCHESTER SCHOOL OF ANTHROPOLOGY

Dozent: Dr. Magnus Echtler

Seminar 2st, Do 10-12, Stud.werk - S 3, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung: BA A 2, C7; MA R3, G4, G5; Kombifach RW-5; Erasmus; IWE

Inhalt: In this class we discuss the works of the Manchester School of Anthropology, headed by Max Gluckman, and including, among others, Fredrik Barth, Elisabeth Colson, Clyde Mitchell and Victor Turner. Part of the golden age of British Social Anthropology, the Manchester approach retained and challenged functionalist explanations in the study of social conflicts, and it opened (African) anthropology to modernized, urban and colonial contexts. Next to the ethnographic and theoretical contributions of the Manchester School, our class will also engage with its main methodological contribution, the extended case study.

Literatur: Evens, T.M.S. & Don Handelman (eds.) 2006. The Manchester School. Practice and Ethnographic Praxis in Anthropology. New York: Berghahn Books.
Gluckman, Max. 1958. Analysis of a Social Situation in Modern Zululand. Manchester: Manchester University Press.
Gluckman, Max. 1963. Order and Rebellion in Tribal Africa. London: Cohen & West.
Werbner, Richard. 1984. The Manchester School in South-Central Africa. Annual Review of Anthropology 13: 157-185.

Voraussetzungen: Englischkenntnisse

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53021  VOODOO

Dozent: Dr. Magnus Echtler

Seminar 2st, Mi 12-14, GW II - S 7, Beginn: 17.10.2012

Modulzuordnung: BA C4, C5, C7; MA A1, A2; Kombifach RW-3, RW-5; IWE

Inhalt: Haitian Voodoo is the best known Afro-American Religion, and one that left the most vivid impression in Western imagination. In this seminar we will contextualize this religion in the history of the Atlantic slave trade and the trans-cultural area labelled the ‘Black Atlantic,’ as well as among the other Afro-American Religions. We will learn about the religious practices and beliefs of Voodoo, its socio-cultural surroundings, its role in the Haitian revolution of 1791, as well as in the dictatorships of the Duvaliers (1957-1986). Finally, we will also discuss the representations of Voodoo in the popular culture of the West.

Literatur: Brown, K. 1991. Mama Loa. A Vodou Priestess in Brooklyn. Berkeley.
Gilroy, P. 1999. The Black Atlantic. London.
James, C.L.R. 1963. The Black Jacobins. New York.
Métraux, A. 1996. Voodoo in Haiti. Gifkendorf.
Rotberg, R.I. 1976. “Vodun and the Politics of Haiti”. In: Kilson & Rotberg (eds). The African Diaspora. Cambridge, pp: 342-365.
Simpson, G.E. 1978. Black Religions in the New World. New York.
Sulikowski, U. 1996. “Hollywoodzombie: Vodou and the Caribbean Mainstream Cinema”. In: M. Kremser (ed). Ay BoBo. Afro-Karibische Religionen. Voodoo. Wien, pp 77-97.

Voraussetzung: Englischkenntnisse
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40312 Die Frauen und Töchter des Propheten – weibliche Vorbilder im Islam

Dozentin: Britta Frede, M.A.

S 2st, Blockseminar (Daten siehe Text)

Modulzuordnung: BA C7; Kombifach RW-5; IWE

In diesem Seminar werden wir uns mit weiblichen muslimischen Autoritäten und ihrer Vorbildfunktion für Musliminnen beschäftigen. Im Fokus stehen dabei die afrikanischen Regionen der islamischen Welt. Anhand von vorwiegend englischsprachiger Sekundärliteratur beleuchten wir zunächst die Rezeptionen der weiblichen Vorbilder aus der frühislamischen Geschichte und befragen sie nach ihrer Vorbildfunktion. Auf diesen Kenntnissen aufbauend werden wir uns mit verschiedenen weiblichen Persönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts auseinandersetzen. Neben der exemplarischen Betrachtung des Lebens und Werkes einzelner weiblicher Gelehrte werden Fragen nach dem sich seit dem 19. Jahrhundert vollziehenden Wandel der Lebenswirklichkeiten muslimischer Frauen in afrikanischen Gesellschaften gestellt. Ziel des Seminars ist es, einen Einblick in die wissenschaftliche Debatte zum Thema sich wandelnder Rollenideale, Autoritätsvorstellungen und Handlungsrahmen von Musliminnen in afrikanischen Gesellschaften zu erlangen, die sowohl von der Ethnologie, der Afrikageschichte als auch der Islamwissenschaft geprägt wird.

Daten: Fr. 26.10.2012, 14.00-16.00h (Einführung und Vorbesprechung)

         Fr 14.12.2012, 14.00 - 18.00; Sa 15.12.2012, 9.00h-12.00h u. 13.00h-16.00h

         Fr. 11.1.2013, 14.00-18.00h; Sa 12.1.2013, 9.00h-12.00h u. 13.00h-16.00h

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53004  PRAXIS DES CHRISTLICHEN GLAUBENS AUS THEOLOGISCHER SICHT

Dozent: Kirchenrat Dr. Haringke Fugmann

Seminar 2st, Mo 10-12, GW II – S 7, Beginn: 22.10.2012

Modulzuordnung: BA C6, C7; EWS

Inhalt: Wer eine Religion wirklich verstehen will, muss sich mit ihrer Praxis beschäftigen: mit ihren Ritualen und Symbolen, mit handlungsleitenden Vorstellungen und religiös bedeutsamen Orten, mit ihren Bräuchen und ihrem religiösen Pluralismus.

In diesem Seminar nähern wir uns der Praxis des christlichen Glaubens aus theologischer Sicht. Wir fragen zum Beispiel: Wie werden Gottesdienste gefeiert und Predigten erlebt und welche Konzeptionen stehen dahinter? Wie funktioniert Seelsorge und wie soll sie funktionieren? Wie hat sich die Religionspädagogik im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert? Was hat die Kirche mit der Diakonie zu tun? Welche Modelle für die Leitung einer Gemeinde gibt es und worin unterscheiden sie sich? Welche Formen gelebter Spiritualität gibt es derzeit und wie werden sie theologisch verantwortet?

Das Ziel des Seminars besteht darin, auf verständliche Weise in die große Bandbreite und in die Vielzahl theologischer Entwürfe und Vorstellungen zeitgenössischer christlicher Glaubenspraktiken einzuführen.

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53006  INHALTE UND HERAUSFORDERUNGEN DES CHRISTLICH-JÜDISCHEN DIALOGS AUS THEOLOGISCHER SICHT

Dozent: Dr. Peter Hirschberg

S 2st, Mi 8-10, GW II – S 5, Beginn: 17.10.2012

Modulzuordnung: BA  C6, C7; EWS

Inhalt: Die Einsicht, dass die Kirchen durch eine lange Tradition des Antijudiasmus mitschuldig geworden sind an der nationalsozialistischen Judenvernichtung, hat nach 1945 dazu geführt, dass das Verhältnis zum Judentum einer gründlichen Neurevision unterzogen wurde. Es kam zu einem erstaunlichen Paradigmenwechsel, der darin gipfelte, dass die meisten Kirchen die altkirchliche Enterbungstheologie verwarfen und das Judentum fortan als das bleibend erwählte Gottesvolk betrachteten. Diesem Prozess wollen wir unsere Aufmerksamkeit widmen, indem wir die entscheidenden theologischen Erklärungen untersuchen (Stuttgarter Schulderklärung, II. Vatikanum, Rheinischer Synodalbeschluss, etc.). Außerdem sollen die diversen Versuche, eine christliche Theologie des Judentums zu entwickeln kritisch gewürdigt und die bleibenden Herausforderungen benannt werden. Thematisiert werden vor diesem Hintergrund die christologische Frage, die Gottesvolkfrage und der israelisch-palästinensische Konflikt in seiner theologischen Wahrnehmung.

Keine Voraussetzungen außer dem Interesse, sich auf diese spannende Fragestellung einzulassen.

Einführende Literatur: Hirschberg, Peter: Die bleibende Provokation – Christliche Theologie im Angesicht Israels, Neukirchen 2008.

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53032   Religion - Wirtschaft - Politik: gesellschaftliche und kulturelle Kontexte der globalisierten Weltgesellschaft” (Ehemals: “Grundlagen kulturwissenschaftlicher Religionsforschung”) (FÜR IWE)

Dozent: Moritz Klenk M.Sc.

S 2st (14-tägig), Mi 14-18 Uhr in FAN - S 103, Termine nach Absprache

Modulzuordnung: IWE Modul G 2

Inhalt: In der heutigen Gesellschaft sind Wirtschaft, Politik, Recht oder Wissenschaft immer im wechselseitigen Verhältnis zu beobachten; eine Einzelanalyse wird selten den komplexen Relationen gerecht. In diesem globalen Zusammenspiel gewinnt aber mehr und mehr ein weiterer Kontext an Bedeutung, nämlich Religion. Das Seminar beschäftigt sich mit der Kontextualisierung und Bedeutung von Religion im Verhältnis zu Wirtschaft, Politik und Entwicklung und sucht einen Einblick in die kultur- und sozialwissenschaftliche Erforschung von Religion im globalen Kontext der Weltgesellschaft zu bieten. Die Veranstaltung stellt sich dabei vor allem die Fragen: Welche Rolle spielt Religion für Wirtschaft, Politik und Entwicklung - und umgekehrt? Inwiefern muss Religion in kultureller und sozialer Dimension für Wirtschaft und Entwicklung reflektiert werden? Wie lässt sich Religion wissenschaftlich erforschen und was ist Religion eigentlich? Wie lässt sich das Verhältnis von Religion und anderen Bereichen in der modernen, globalen Weltgesellschaft verstehen und erklären?

Das Seminar bricht den engen fachlichen Rahmen auf und öffnet den Horizont für die kulturellen und sozialen Kontexte der modernen Gesellschaft. Voraussetzungen sind daher die Bereitschaft weiter zu denken, quer zu denken, Bereitschaft auch ggf. unvertraute Texte zu lesen und sich auf andere, neue Perspektiven einzulassen.

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53022  Die Religion der Gesellschaft: EINFÜHRUNG IN DIE RELIGIONSSOZIOLOGIE

Dozent: Moritz Klenk M.Sc.

PS 2st, Do 8.30-10, teilgeblockt, NW II - S 75, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung:  BA Kuwi A1 (“Einführung in die Religionssoziologie”), A2; Master Religionswissenschaft: R3 (bes. für Quereinsteiger)

Inhalt: Seit Beginn der empirischen Soziologie beschäftigt sich das Fach mit Religion. In unterschiedlichen Ansätzen betrachtet die Religionssoziologie Religion als soziales Phänomen im Kontext von Gesellschaft und sucht die Bedeutung, Funktion, Rolle und Veränderung von Religion und Gesellschaft zu verstehen und erklären. Die Veranstaltung will eine Einführung in diese soziologische Perspektive auf und Beschäftigung mit Religion und Gesellschaft bieten. Das Seminar besteht aus drei Teilen: Zu Beginn wird die spezifisch soziologische Perspektive auf Religion als soziales Phänomen erarbeitet. Was ist Religion? Welche Funktion hat Religion für die Gesellschaft? Wie unterscheidet sich die soziologische Perspektive von anderen Herangehensweisen? Im zweiten Teil lesen und diskutieren wir klassische soziologische Religionstheorien und Klassiker der Religionssoziologie (z.B. Durkheim, Weber, Luhmann, Bourdieu, Luckmann). Im letzen Abschnitt werden wir uns mit aktuellen Problemen und Forschungsgegenständen der Religionssoziologie beschäftigen, wie z.B. neue religiöse Bewegungen, Religion und Internet, Religion und Politik, und religiöser Wandel / Populäre Religion.

Sonstiges: Das Seminar wird 14-tägig, zweistündig stattfinden und mit einem Teilblock (Wochenendtermin) abschließen. Voraussetzung sind die Bereitschaft zur Lektüre soziologischer Texte und ein breiteres Interesse an gesellschaftlichen Fragen und der soziologischen Perspektive. Das Seminar ist für BA wie MA Studierende als Einführung in die Religionssoziologie geeignet. Voranmeldung bitte per Email an: moritz.klenk@uni-bayreuth.de

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530007  QUALITATIVE RELIGIONSFORSCHUNG I

Dozent: Dr. Stefan Kurth

S 2st, Mo 10-12, GW II - S 6, Beginn: 22.10.2012

Modulzuordnung: BA B 2

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53010  RELIGIONSGESCHICHTE IM ÜBERBLICK

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Vorlesung 2st, Di 8-10, GW II - H 27, Beginn: 23.10.2012

Modulzuordnung: BA C 1; Kombifach RW- 5; IWE Modul L; EWS; Studium Generale

Inhalt: Die Vorlesung bietet in der Anfangsphase des Studiums einen ersten Überblick über einige der großen religiösen Traditionen der Welt. Sie vermittelt damit ein Grundwissen, das in anderen Lehrveranstaltungen erweitert und vertieft werden kann. Darüber hinaus will sie ein Bewusstsein für die historische Betrachtungsweise religiöser Traditionen und Phänomene schaffen und die Möglichkeiten und Grenzen ihres Vergleichs diskutieren. Die Sitzungen umfassen Dozentenvorträge, gemeinsame Lektüre von Quellentexten und die Diskussion der Begleitlektüre.

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53012  UMKÄMPFTER GLAUBE AN ‚DIE‘ WIRKLICHKEIT: VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN IN DISKURSANALYTISCHER PERSPEKTIVE

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Seminar 2st, Mo 14-16, GW II - S 8, Beginn: 22.10.2012

Modulzuordnung: BA A2, C5, C7; Master R1, R2, R3, G4, G5; Kombifach RW-4, RW- 5; IWE Modul L

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53013  BEWUSSTSEINSPHILOSOPHIE, NEUROWISSENSCHAFT UND MEDITATIONSFORSCHUNG

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Seminar 2st, Mi 8-10, GW II - S 7, Beginn: 17.10.2012

Modulzuordnung: BA C 5, C7; Master ?; Kombifach RW- 4; IWE Modul L

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55003 DAS VIERKAISERJAHR 68/69 N. CHR.

Dozent: Katja Kröss, M.A.

Übung 2st, Di 12-14, GW II – S 5, Beginn 16.10.2012

Modulzuordnung: BA B4-B6; MA E1, E2

Inhalt: Mit dem Tod Neros endete die julisch-claudische Dynastie. Es folgte ein Jahr Bürgerkrieg, das „wie in einem Bühnenstück“ – so die Worte des griechischen Biographen Plutarch – drei Kaiser in rascher Abfolge auf- und wieder abtreten sah: Galba, Otho und Vitellius. Erst der vierte Kaiser, Vespasian, konnte sich halten und eine neue Dynastie etablieren.

Die literarische Überlieferung lässt kaum ein gutes Haar an Vespasians Vorgängern: Sie zählen zu den Verlierern der Geschichte und damit auch der Geschichtsschreibung, in der sich, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, die offizielle Stellungnahme der siegreichen flavischen Dynastie spiegelt. Daraus resultieren über weite Teile Zerrbilder der drei „Kurzzeitkaiser“ Galba, Otho und Vitellius, nicht nur auf der porträtistischen Ebene (Stichwort: „schlechte“ Kaiser), sondern auch auf jener ihrer Maßnahmen.

In der Übung wollen wir unter Einbeziehung der literarischen und der numismatischen Überlieferung versuchen, die historische Ereigniskette nachzuzeichnen und die Absicht, die hinter der Darstellungsweise und Beurteilung zentraler Episoden steckt, zu eruieren. Die Veranstaltung dient deshalb nicht lediglich dazu, die Sprachkenntnisse zu vertiefen, sondern soll vor allem auch die Gelegenheit bieten, wissenschaftliche Quellenkritik zu erlernen. Als solche eignet sie sich für Studienanfänger ebenso wie für fortgeschrittene Studierende, die im Hinblick auf schriftliche Arbeiten in der Alten Geschichte an Sicherheit in der Auseinandersetzung mit Quellen gewinnen wollen.

Anrechenbar ist die Übung als Quellenübersetzungskurs und Vertiefung Latein (BA/MA-Studiengang; Module S14-18; S24) sowie als Quellenkundliche Übung und als Lektüreübung mit hilfswissenschaftlichem Schwerpunkt (Lehramtsstudiengang; entspricht den o.g. Modulen).

Literatur: Die Texte werden in der Veranstaltung ausgeteilt.

Einen knappen Überblick über die Ereignisgeschichte bieten T.E.J. Wiedemann: From Nero to Vespasian, in: A.K. Bowman/ E. Champlin/ A. Lintott (Hrsg.): The Cambridge Ancient History X: The Augustan Empire, 43 B.C.–A.D. 69, Cambridge 1996², 256-282; S. Benoist: Le prince, la cité, les événements: L’année 68-69 à Rome, Historia 50/2001, 279-311.

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55200  EUROPA IM ZETALTER DER „RELIGIONSKRIEGE“ (1555-1660)

Dozent: Prof. Dr. Susanne Lachenicht

Vorlesung 2st, Di 14-16, GW II - H 27, Beginn: 16.10.2012

Modulzuordnung: BA; MA; Kombifach

Inhalt: In die Zeit zwischen 1555 (Augsburger Religionsfrieden) und 1660 fallen eine Reihe von Kriegen und Bürgerkriegen, die in der Forschung lange Zeit als "Religionskriege" beschrieben bzw. als Versuch der Durchsetzung konfessioneller Interessen (Stichwort Konfessionalisierung) gedeutet wurden. Die Vorlesung fragt nach Ursachen, Verlauf und Folgen der so genannten Hugenottenkriege in Frankreich, des Dreißigjährigen Krieges und des Bürgerkrieges in England und ihren Wirkungen auf Europa, nach den Grenzen des "Konfessionalisierungsparadigma" und nach frühneuzeitlichen Formen von "Toleranz" bzw. Duldung religiöser Minderheiten.

Literatur: Ronald G. Asch, The Thirty Year's War 1618-1648, Oxford 2002; Kaspar von Greyerz, England im Jahrundert der Revolutionen, 1603-1714, Stuttgart 1994; Mack P. Holt, The French Wars of Religion, 1562-1629, Cambridge 1995, 2005; Ronnie Po-chia Hsia, Henk van Nierop (Hrsg.), Calvinism and Religious Toleration in the Dutch Golden Age, Cambridge 2002.

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 55201  TUTORIAL ZUR VORLESUNG EUROPA IM ZETALTER DER „RELIGIONSKRIEGE“ (1555-1660)

Dozent: Prof. Dr. Susanne Lachenicht

Übung 1st, Do 11-12, Geo - S 22, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung: BA C7

Inhalt: Das Tutorial wird in Verbindung mit der Vorlesung Europa im Zeitalter der "Religionskriege" (1555-1660) durchgeführt, deren Besuch für die Teilnahme obligatorisch ist. Im Rahmen des Tutorial sollen skills wie Quellenanalyse (Text- und Bildquellen), das Schreiben von Essays (Erfassen und Wiedergabe von wissenschaftlichen Positionen auf der Basis der Forschungsliteratur) und das Verfassen einer Hausarbeit (Forschungsliteratur und selbständige Quellenanalyse) trainiert werden. Hausarbeiten können nur nach erfolgreichem Besuch der Veranstaltung Geschichtswissenschaftliche Propädeutik eingereicht werden.

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40311 KONSTRUKTION VON FREMDHEIT: ORIENT UND ORIENTDISKURSE IN DEUTSCHSPRACHIGER LITERATUR DES 19. UND 20. JAHRHUNDERTS

Dozenten: Georg Leube, Islamwissenschaft / Dr. Gerd-Ulrich Bauer, Interkulturelle Germanistik

Seminar, 2 SWS als Blockveranstaltung, Vorbesprechung am 19. Oktober 2012

Modulzuordnung: BA  C 7, Kombifach RW-5

Inhalt: Ideengeschichtlich bilden ‚Orient’ und ‚Okzident’ gegensätzliche Pole, die sich im jeweils anderen selbst definieren (Said 1979, Buruma/Margalit 2005). Im Kontext von Orientalismuskritik und Fremdheitstheorie sollen in diesem Seminar an ausgewählten Themenschwerpunkten und Textgattungen das Zusammenspiel von historischem Umfeld, literarischen Topoi und Konstruktionen des ‚guten’ oder ‚bösen’ Anderen in der deutschsprachigen Literatur untersucht werden. Dabei sollen Dichtung, Reiseberichte, Abenteuerromane, Kunstmärchen, Jugendbücher und neuere islamkritische Publizistik als Literaturgattung (und Diskursträger) genauer betrachtet und in ihrem jeweiligen historischen Kontext analysiert werden. Ziel ist es, ‚den Orient’ als Konstrukt (und ggf. Zerrbild) europäischer Diskurse zu verstehen, deren Wurzeln u.a. in nationalkulturellen Abgrenzungsbestrebungen des 19. Jahrhunderts verankert sind und die bis heute nachwirken.

Für die erfolgreiche Teilnahme ist die Übernahme eines Vortrags erforderlich. Benotete Prüfungsleistungen (Hausarbeit) können nach Absprache erworben werden.

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40310 ISLAMISCHE ARCHITEKTUR IN KAIRO

DOZENT: GEORG LEUBE, M.A.

S 2st, Mo 12-14, Raum: GW I - S 90, Beginn: 15.10.2012

Modulzuordnung: BA C7; Kombifach RW-5

(Seminar, unter Vorbehalt der Sicherheitslage mit Exkursion)

Es gibt wohl keinen Ort der Welt, der an Kairo als Exempelsammlung islamischen Bauens aller Epochen heranreichte. Diese Fülle soll im Seminar fundiert behandelt werden, möglichst gefolgt von einer Exkursion nach dem Semester. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, eventuelle Prüfungsleistungen in Absprache mit den Teilnehmern festgelegt.

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XX  ALTGRIECHISCH (VORBEREITUNGSKURS AUF DAS GRAECUM)

Dozent: Christel Lobe

Übung 4st, nach Absprache

Modulzuordnung: BA B4-B6; MA E5

Inhalt: Die altgriechische Sprache erschließt wesentliche Quellentexte zur abendländischen Kultur. Die Auseinandersetzung mit Philosophen wie den Vorsokratikern, Platon und Aristoteles, Dichtern wie Homer, Sophokles und Euripides, Historikern wie Herodot und Thukydides sowie dem Neuen Testament und den griechischen Kirchenvätern kann mit den durch das Graecum erworbenen Kenntnissen vom Originaltext her wesentlich intensiver erfolgen. Darüber hinaus ist ein vollwertiges wissenschaftliches Arbeiten in Fächern wie Religionswissenschaft der Antike oder Alter Geschichte ohne entsprechende Griechischkenntnisse nicht denkbar. Als Übungsbuch dient das moderne Lehrwerk Hellas, das durch seine Fülle von Originaltexten aus weitgestreuten Themenbereichen bereits in der Lernphase gute Einblicke in die genannten Gattungen bietet. Streifzüge durch die griechische Kunst und Kultur sollen ferner antikes Selbstverständnis illustrieren.

In zwei Semestern werden die nötigen Kenntnisse vermittelt; abschließend kann die Prüfung zur Erlangung des Graecums an einem Bayreuther Gymnasium abgelegt werden.

Literatur: Hellas, Lehrgang des Griechischen (Hg. F. Maier), Bamberg 1996. Hellas, Grammatik (Hg. F. Maier), Bamberg 1997 (CC. Buchners)

Rückfragen bei Frau Lobe: Tel. (0921) 3 58 32

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8751 INTENSIVKURS ARABISCH III G 3

Dozenten: Mahmout / Owens

Ü 5st, Mo 12-14 in FAN - S 107, Di 12-13 in GW I - S 94, Do 14-16 in Stud.werk - S 2

Modulzuordnung: BA Kuwi B4-B6

Anmeldung über Flexnow (Sprachenzentrum)

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40300 EINFÜHRUNG IN DIE FRÜHGESCHICHTE UND GLAUBENSLEHRE DES ISLAMS

Dozent: Prof. Dr. Rainer Oßwald

Vorlesung 2st, Di 8-10, GW I - 91, Beginn: 23.10.2012

Modulzuordnung: BA Kuwi C4, C7; MA G4; Kombifach RW-3, RW-5; IWE Modul L (Religion in der islamischen Welt)

Inhalt: Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über Entstehung und Entwicklung der islamischen Religion sowie der darauf fußenden islamischen Zivilisation, und dementsprechend spannt sich der Bogen zeitlich vom vorislamischen Arabien über das Auftreten des Propheten Muhammad und die koranische Offenbarung bis zum Ende der formativen Phase des klassischen Islams um etwa 1100. Für die Teilnahme sind keine Voraussetzungen erforderlich.

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40302  EINFÜHRUNG IN DIE KLASSISCHE ARABISCHE LITERATUR I

Dozent: Prof. Dr. Rainer Oßwald

Proseminar 2st, Di 10-12, GW I - S 92, Beginn: 23.10.2012

Modulzuordnung: BA Kuwi B4 - B6, C7

Inhalt: Die Teilnehmer dieses auf zwei Semester berechneten Kollegs sollen einen Überblick über das klassische arabische Schrifttum erhalten und gleichzeitig an die Arbeit mit islamkundlichen Quellentexten herangeführt werden. Die Lehrveranstaltung ist nicht für Studenten mit arabischer Muttersprache gedacht, sondern richtet sich an Lernende des Arabischen mit Grundkenntnissen in der Schriftsprache.

Als Referenzgrammatik sollten die Teilnehmer des Kollegs die Grammatik des klassischen Arabisch von Wolfdietrich Fischer (Wiesbaden: Harrassowitz 1972 und später) zur Hand haben, ferner auch das Arabische Wörterbuch von Hans Wehr.

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53026  A BASIC INTRODUCTION TO THE SCIENTIFIC STUDY OF RELIGION

Dozent: Idris Riahi M.A.

S 2st, Di 10-12, FAN - S 107, Beginn: 16.10.2012

Modulzuordnung: Erasmus-Studierende

Inhalt: This seminar is aimed at an audience of students of (Islamic) Theology who wish to familiarize themselves with the unique questions that are raised by a scientific study of religion. Among other things, our project begins by adressing a) the problematic endeavor of defining religion, b) the basic notions of a scientific approach to religion in comparison to a theological one, and c) by providing the basis for a short late semester research project. Apart from that we shall elaborate on a solid fundamental basis of knowledge of contemporary religious culture such as the topics of New Religions, Secularization, New Atheism, and Christianity and Islam in Europe in particular. However, a main intention of the seminar is to practice reading and discussing English academic texts on the study of religions.

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55006  LATEINGRUNDKURS I

Dozent: Ursula Schönrich

Übung 4st, Fr 8-12, RW – S 45, Beginn: 19.10.2012

Modulzuordnung: BA B4-B6

Der Kurs ergänzt das Angebot des Sprachenzentrums. Er wird aus Studienbeiträgen finanziert und steht vorrangig Geschichtsstudenten offen.

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55006  LATEINGRUNDKURS III

Dozent: Ursula Schönrich

Übung 4st, Mo 8-12, RW – S 48, Beginn: 15.10.2012

Modulzuordnung: BA B4-B6

Der Kurs ergänzt das Angebot des Sprachenzentrums. Er wird aus Studienbeiträgen finanziert und steht vorrangig Geschichtsstudenten offen.

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51007 QUANTITATIVE SOZIALFORSCHUNG I (Statistik)

Dozent: Dr. Wolfgang Schoppek, Lehrstuhl Psychologie

S 2st, Fr 10-12, GW II – S 5, Beginn: 19.10.2012

Modulzuordnung: BA Kuwi B3

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53018 EINFÜHRUNG IN DAS JUDENTUM

Dozent: Dr. Grit Schorch

S 2st als Blockveranstaltung, 1. Block Sa 1.12. und So 2.12.2012 in RW - S 66
                                        2. Block, Sa, 26.1. und So 27.1.2103 in RW - S 44

Modulzuordnung: BA C4, MA G3, G4, E3, E4; Kombifach RW-3; EWS

Verbindliche Anmeldung bis spätestens 25. Oktober 2012 persönlich am Lehrstuhl Religionswissenschaft II, email: religion@uni-bayreuth.de

Inhalt: Ausgehend von einer Spezifizierung des jüdischen Offenbarungsbegriffes möchte der Kurs das Judentum in seiner Spannung zu verschiedenen Religionsbegriffen diskutieren, Hierbei soll geklärt werden, welche Rolle die christlich-jüdische Differenz in der Wahrnehmung des Judentums als Religion spielt und welche unterschiedlichen historischen und systematischen Betrachtungsweisen sich hieraus ergeben. In verschiedenen thematisch voneinander abgegrenzten Einheiten wird ein erster Einblick in die zentralen Texte, Überlieferungen und Sprachen des Judentums vermittelt und das Gesetz, der religiöse Alltag und die Liturgie in ihrer Bedeutung für das traditionelle Judentum erläutert.

Die Beschäftigung mit der Transformation des Judentums im Zuge der Aufklärung soll zu einem besseren Verständnis der modernen Erscheinungsformen jüdischen Lebens führen. Auf dieser Grundlage werden mit Deutschland, Israel, Osteuropa und Amerika die wichtigsten jüdischen Lebenswelten des 20. Jahrhunderts vorgestellt.

Voraussetzungen: keine

Literatur zur Vorbereitung: Günter Stemberger, Einführung in die Judaistik, München 2002.

S.Ph.de Vries, Jüdische Riten und Symbole, Reinbek 1990.

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53014  EINFÜHRUNG IN DEN BUDDHISMUS

Dozent: Dr. Monika Schrimpf

Seminar 2st, Mi 10-12, NW I - S 36, Beginn: 17.10.2011

Modulzuordnung: BA C4; Kombifach RW-3; EWS

Inhalt: Buddhismus bezeichnet eine Vielzahl sozialer und kultureller Phänomene, die sich um die Lehren und das Leben des historischen Buddha („der Erwachte“) Gautama Siddharta entwickelten. Gautama Siddharta lebte zwischen dem 6. Und 4.  Jahrhundert v.u.Z. im Norden Indiens. Die von ihm ins Leben gerufene Bewegung breitete sich in Süd-, Zentral- und Ostasien aus und ist bis heute die dominante Religion vieler asiatischer Kulturen. Im Laufe ihrer Geschichte entwickelten sich aus der ursprünglich ‚hauslosen’ Mönchsgemeinschaft eine Vielzahl religiöser Lehr- und Praxissysteme, in denen die religionsgeschichtlichen Einflüsse der jeweiligen Regionen ihre Spuren hinterließen. Ziel des Seminars ist es, in einem historischen Abriss grundlegende Strömungen der buddhistischen Geistesgeschichte im indischen sowie im ostasiatischen Kontext zu erarbeiten.

Voraussetzungen: keine

Literatur (Auswahl):  H. Bechert / R. Gombrich (Hg.), Der Buddhismus. Geschichte und Gegenwart, München: C.H.Beck 2000 (1. Aufl. 1984).

Erich Frauwallner, Die Philosophie des Buddhismus, Berlin: Akademieverlag 1994.

Oliver Freiberger, Christoph Kleine, Buddhismus. Handbuch und kritische Einführung, Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2011.

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53015  FELDFORSCHUNG ZU RELIGIONEN

Dozent: Dr. Monika Schrimpf

Seminar 2st, Di 10-12, GW II - S 6, Beginn: 23.10.2011

Modulzuordnung: BA A2, C7; Master G 1, G 5; Kombifach RW-5

Inhalt: Obwohl ursprünglich im Methodenrepertoire der Ethnologie beheimatet, spielt die Feldforschung auch für die gegenwartsbezogene Religionsforschung eine unverzichtbare Rolle. Nicht nur wer über außereuropäische Kulturen arbeitet, begibt sich ins „Feld“; auch lokale Szenen religiöser Populärkultur oder moderner Spiritualität ‚vor Ort‘ werden mithilfe der Methoden der Feldforschung (wie teilnehmende Beobachtung) erschlossen. In dem Seminar lesen wir zunächst ethnologische, soziologische und religionswissenschaftliche Literatur zu den Methoden der Feldforschung. In einem zweiten Schritt werden die dabei erarbeiteten methodischen Schritte in kleinen Fallstudien auf konkrete Fälle angewandt. Das Seminar ist daher teilgeblockt.

Literatur: Theodor Bestor, Patricia Steinhoff, Victoria L. Bestor (eds.), Doing Fieldwork in Japan, Honolulu 2003.

Edith Franke, Verena Maske, Teilnehmende Beobachtung als Verfahren der Religionsforschung. Der Verein ‚Muslimische Jugend in Deutschland e.V.‘, in: Stefan Kurth, Karsten Lehmann (Hg.), Religionen erforschen. Kulturwissenschaftliche Methoden in der Religionswissenschaft, Wiesbaden 2011.

Roland Girtler, Methoden der Feldforschung, Wien / Köln 20014

Graham Harvey, Field Research. Participant Observation, in: Michael Stausberg, Steven Engler (Hg.), The Routledge Handbook of Research Methods in the Study of Religion, London / New York 2011, 217-244.

Bronislaw Malinowski, Method and Scope of Anthropological Fieldwork, in: Antonius C.G.M. Robben, Jeffrey A. Sluka (ed.), Ethnographic Fieldwork: An Anthropological Reader, Chichester 2012, 69-82.

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53024  JAPANISCH FÜR RELIGIONSWISSENSCHAFTLERINNEN

Dozentin: Dr. Monika Schrimpf

Seminar 2st, Mi 16-18, RW - S 45, Beginn: 17.10.2012

Modulzuordnung: BA D 1; Master G 5

Inhalt: Der Kurs richtet sich an SprachanfängerInnen. Er vermittelt grundlegende Kenntnisse der Silbenalphabete, des Nachschlagens chinesischer Schriftzeichen und der japanischen Grammatik. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Sie die Sitzungen gewissenhaft vor- und nachbereiten.

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53031  ISLAM UND INTERNET

Dozentin: Dr. Paula Schrode

Proseminar 2st, Mi 14-16, ab 7.11. in GW I - S 94 !

Modulzuordnung: BA C5, C7; MA G3; Kombifach RW-4, RW-5, IWE. EWS, Studium Generale

Inhalt: Am Beispiel von Religion im Internet werden in diesem Seminar zentrale Aspekte von Islam in der Moderne behandelt, etwa die Globalisierung religiöser Diskurse, der Zugang von Laien zu religiösem Wissen und neue Formen von religiöser Autorität. Neben der Lektüre von Sekundärliteratur zu diesen Komplexen werden einige islamische Websites analysiert, die exemplarisch für wichtige religiöse Formate stehen, wie z.B. Diskussionsforen, Fatwa-Datenbanken und Predigerauftritte.

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53030  ISLAMPOLITIK IN EUROPA AUS RELIGIONSWISSENSCHAFTLICHER SICHT

Dozentin: Dr. Paula Schrode

Seminar 2st, Mi 10-12, verlegt! FAN - S 106, Beginn: 17.10.2012

Modulzuordnung: BA  C7; MA G3; Kombifach RW-5; IWE

Inhalt: Dieses Seminar ist zunächst als Bestandsaufnahme konzipiert: Welche religionswissenschaftlich relevante Forschungsarbeit wurde bisher zu Islampolitik in Europa geleistet, welche Themen wurden dabei behandelt und von welchen Ansätzen, Prämissen und Perspektiven geleitet? Daran anknüpfend werden anhand eigener Beobachtungen zu aktuellen politischen Prozessen weitere Forschungsfragen entwickelt. Übergeordnet wollen wir uns dabei der Herausforderung stellen, die Rolle von Religionswissenschaft in einem stark politisch und ideologisch aufgeladenen Feld zu reflektieren.

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53027  ISLAM IN ZENTRALASIEN

Dozentin: Dr. Paula Schrode

Seminar 2st, Di 12.30-14.00, Raum NW II -S 74, Beginn: 23.10.2011

Modulzuordnung: BA C4, C7; MA G3; Kombifach RW-3, RW-5, IWE, EWS, Studium Generale

Inhalt: Dieses Seminar gibt eine Einführung in Texte zur Religionsgeschichte und Religionsethnographie des Islams in Zentralasien. Ziel ist zum einen ein Überblick über den gelebten Islam in der Region und seine rituellen Praktiken sowie über historische und politische Entwicklungen. Zum andern soll gemeinsam herausgearbeitet werden, wie verschiedene wissenschaftliche Autoren jeweils mit lokalen Ausprägungen von Islam umgehen und welche Klassifikationen sie dafür bemühen; dabei ist auch das religiöse Selbstverständnis der lokalen Akteure selbst in den Blick zu nehmen – etwa die Rezeption von Begriffen aus westlichen Wissenschaftsdiskursen („Schamanismus“) durch einheimische Intellektuelle.

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53028  SÄKULARISMUS UND POSTKOLONIALE THEORIE

Dozentin: Dr. Paula Schrode

Seminar 2st, Di 16-18, Raum: RW - S 43, Beginn: 23.10.2012

Modulzuordnung: BA A2, C7; MA R1-R3; Kombifach RW-5

Inhalt. Die religionswissenschaftliche Literatur zu den Debatten um Säkularisierung und Säkularismus ist kaum noch zu überschauen. In diesem Seminar soll nach einer knappen geschichtlichen Rekapitulation von Säkularisierungsthesen und Gegenthesen in einen ganz konkreten Diskursstrang eingeführt werden, der in der US-amerikanischen Religionswissenschaft besonders einflussreich ist und sich mit den Namen postkolonialer Theoretiker wie Talal Asad und Saba Mahmood verbindet. Dabei wird auch das Denken von Michel Foucault behandelt, das eine wichtige Grundlage für diese Ansätze bildet.

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53029  LEKTÜREKURS: TALAL ASAD, FORMATIONS OF THE SECULAR (2003)

Dozentin: Dr. Paula Schrode              Der Kurs entfällt

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NEU: 53035 KONFESSIONSLOSE IN DEUTSCHLAND

Dozent: Stefan Schröder, M.A.

Seminar 2st, Do 14-16, Raum: Audimax - S 96, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung: BA C5, C7; MA G 3 (Gegenstände religiöser Gegenwartskultur), Kombifach RW-5

Inhalt: Die wachsende Gruppe der Konfessionslosen in Deutschland befand sich bis vor etwa 20 Jahren fast vollständig unterhalb des „Radarschirms“ von Religionswissenschaft und anderen Sozialwissenschaften. Als Restkategorie oder als einheitlicher atheistischer bzw. indifferenter Block konzeptualisiert bleibt in den genannten Disziplinen eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Gruppe nach wie vor überwiegend aus. Damit geraten auch Akteure aus dem Blickfeld, die verschiedenste Diskurse zum Gegenstand „Religion/-en“ wesentlich mitprägen.

In diesem Seminar sollen unterschiedliche Positionen des konfessionsfreien Spektrums herausgearbeitet und mögliche Wege einer angemessenen religionswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem diskutiert werden. Dazu werden sowohl dezidiert konfessionslose Organisationen wie die Giordano Bruno Stiftung oder der Humanistische Verband Deutschlands als auch nicht-organisierte Konfessionslose in den Blick genommen.

Literatur: Wohlrab-Sahr, Monika u.a. (Hg.): Atheismus und religiöse Indifferenz. Opladen 2003.
Fincke, Andreas (2002): Freidenker. Freigeister. Freireligiöse. Kirchenkritische Organisationen in Deutschland seit 1989. EZW-Texte 162. Berlin
Murken, Sebastian (Hg.): Ohne Gott leben. Religionspsychologische Aspekte des ,Unglaubens‘. Marburg 2008.

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40305  POLITISCHER ISLAM IN AFRIKA SÜDLICH DER SAHARA

Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Seesemann

Seminar 2st, Di 14-16, RW - S 47, Beginn: 23.10.2012

Modulzuordnung: BA Kuwi C7; MA G4; Kombifach RW-5, IWE-Modul L (Religion in der islamischen Welt)

Inhalt: Der so genannte politische Islam ist seit einigen Jahrzehnten in aller Munde. In diesem Seminar wird die Beziehung zwischen Islam und Politik anhand des Beispiels von Afrika südliche der Sahara einer eingehenden Analyse unterzogen. Dabei werden zunächst die Ursprünge des politischen Islam thematisiert und anschließend einzelne islamische Denker und Bewegungen in ihrem jeweiligen zeitlichen und geografischen Kontext behandelt. Ziel der Veranstaltung ist es, ein tieferes Verständnis des Verhältnisses von Islam und Politik zu vermitteln sowie aktuelle Debatten und Facetten des Islam in Afrika herauszuarbeiten.

Erwartet werden die gründliche Vorbereitung der einzelnen Sitzungen durch Lektüre sowie die aktive Teilnahme an Diskussionen. Weitere zu erbringende Leistungen werden den individuellen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen angepasst.

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40306  MUHAMMEDVEREHRUNG

Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Seesemann

 Seminar 2st, Di 16-18, RW - S 47, Beginn: 23.10.2012

Modulzuordnung: BA C7; MA G4; Kombifach RW-5; IWE-Modul L (Religion in der islamischen Welt)

Inhalt: In fast allen Ausprägungen des Islam wird der Person Muhammads zentrale Bedeutung beigemessen. Die Emulation seiner Vita gilt im sunnitischen Islam als religiöses Ideal, das alle Gläubigen so gut wie möglich verwirklichen sollten. Was wissen wir aber über das Leben des Propheten? Aus welchen Quellen schöpfen die Biographien klassischer muslimischer Autoren? Wie wurde die Prophetenvita später literarisch verarbeitet und ausgeschmückt, und wie entwickelte sich die so genannte hadith-Wissenschaft, die sich mit den Aussprüchen und Handlungen Muhammads befasst? Welche Rolle spielt die Verehrung des Propheten in der islamischen Frömmigkeit? Wie wird seine Vita von zeitgenössischen muslimischen Gelehrten und Intellektuellen dargestellt? Diese Fragenkomplexe stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung, an deren Ende die TeilnehmerInnen nicht nur eine profunde Kenntnis der Prophetenvita, sondern auch ein tieferes Verständnis gegenwärtiger Entwicklungen in der islamischen Welt haben werden.

Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Erwartet werden die gründliche Vorbereitung der einzelnen Sitzungen durch Lektüre sowie die aktive Teilnahme an Diskussionen. Weitere zu erbringende Leistungen werden den individuellen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen angepasst.

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40307  SUFISM: DOCTRINES, BELIEFS, PRACTICES

Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Seesemann

Seminar 2st, Do 14-16, Stud.werk - S 3, Beginn: 18.10.2012

Modulzuordnung: BA C4, C7;  MA E3, E4, G4; Kombifach RW-3; IWE-Modul L (Religion in der islamischen Welt)

Note: This class is “English on demand”, therefore the abstract is written in English

Inhalt: Sufism is the major, though not the only, mystical strand within Islam. Gradually emerging from the ninth century CE onwards, Sufi spirituality and Sufi institutions have exercised enormous, if controversial influence over the course of Islam. This class starts with an exploration of Sufism’s formative period and highlights the contribution of several individual Sufi thinkers, including al-Ghazali, Ibn ‘Arabi, and others, to the formulation of Sufi doctrines. Subsequently the course will focus on the development of beliefs and practices associated with Sufism as they spread widely among Muslim peoples from the fourteenth century onwards. Finally, the course will introduce a few case studies from various historical and geographical contexts to convey a deeper understanding of the interplay between Sufi doctrine, religious practice, and the wider social and political background.

Previous knowledge or Islam and/or the study of religion is helpful, but not a precondition for participation. Participants should be ready to do substantial reading.

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40308  THEORIES AND PRACTICES OF ISLAMIC KNOWLEDGE

Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Seesemann

Oberseminar 2st, Mo 16-18, FAN - S 107, Beginn: 22.10.2012

Modulzuordnung: BA C7;  MA G4; Kombifach RW-5; IWE-Modul L (Religion in der islamischen Welt)

Inhalt: In the study of Islam it has become commonplace to distinguish between various contemporary Islamic traditions according to their different ideological orientations. Phenomena like the Sunni-Shi’a divide, the rise of political Islam, the alleged decline of Sufism, and the vogue of militant Islam all seem to be explicable through ideological differences, to the extent that ideology has become the paramount pattern in the interpretation of modern Islam. This course proposes an alternative perspective by exploring the different approaches Muslims have taken and continue to take to knowledge. By taking a close look at epistemology (i.e., the question what knowledge is, how it is generated, transmitted, and put into practice), this class opens up new windows on the understanding of Muslim cultures, both past and present. Examples will be draw from the historical development of the Islamic sciences, the history of the transmission of knowledge and institutions of learning, and from diverse geographical areas, including the Middle East, South Asia, and Africa.

Previous exposure to Islamic or Religious Studies is highly desirable, readiness for substantial reading and active participation in class discussions are expected. In addition, evaluation will be based on oral and written work, the scope of which is to be determined in individual arrangements.

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55005 DAS AUGUSTEISCHE ZEITALTER IM SPIEGEL ZEITGENÖSSISCHER QUELLEN

Dozent: Andreas Staab, M.A.

Übung 2st, Di 10-12, GW II - S 7, Beginn 16.10.2012

Modulzuordnung: BA B4-B6; MA E1, E2

Inhalt: Am 23.09.63 v. Chr. wurde Gaius Octavius, der später als Kaiser Augustus berühmt werden sollte, geboren. Er wuchs in einer Zeit des Umbruchs und des Niedergangs der römischen Republik auf. So waren die Jahre zwischen 130 und 30 v. Chr. in Rom durch Bürgerkriege und Machtkämpfe zwischen Popularen und Optimaten geprägt. Es war Augustus, der diese Auseinandersetzungen für sich entschied und beendete. Bei seinem Tod im Jahre 14 n. Chr. hinterließ er nicht nur einen befriedeten Staat, sondern auch eine neue Staatsform, den Prinzipat. Noch heute künden die von Augustus selbst verfassten ‚res gestae‘ vom Ruhm und Glanz jener Tage, die noch heute mit den Schlagworten ‚pax Augusta‘ und ‚aurea aetas‘ charakterisiert werden.

Bei der Bearbeitung dieses, nicht selten auch in Staatsexamensprüfungen gestellten Themas werden jedoch allzu häufig neben Augustus‘ Tatenbericht die zahlreichen anderen Zeugnisse jener Epoche vernachlässigt. Ziel dieses Seminares ist es daher, das Prinzipat des Augustus anhand zeitgenössischer Quellen zu rekonstruieren, um eine breite Kenntnis der Quellen, aber auch Kenntnisse über das augusteische Zeitalter selbst zu vermitteln. Dazu werden ausgewählte Kernstellen aus den Werken u.a. von Horaz, Sueton, Livius, und Tacitus gelesen und deren historische Hintergründe beleuchtet, um die Aussagekraft dieser Quellen zu prüfen.

Das Seminar richtet sich an alle Geschichtsstudierenden und ist anrechenbar als Quellenübersetzungskurs Latein (BA/MA-Studiengang) sowie als Quellenkundliche Übung (Lehramtsstudiengang). Es sollten Lateinkenntnisse im Rahmen des kleinen Latinums vorhanden sein. Die zu übersetzenden Texte werden in den jeweiligen Sitzungen ausgegeben.

Literatur: K. Bringmann/ T. Schäfer: Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums, München 2002; W. Eck: Augustus und seine Zeit, München 2006 (C.H. Beck Wissen 2084).

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40303  AUSBREITUNG UND FORMEN DES ISLAM IN AFRIKA I

Dozent: Dr.des Hans-Thomas Tillschneider

Vorlesung 2st, Mi 12-14, GW I - S 90, Beginn: 17.10.2012

Modulzuordnung: BA C4, C7; MA A1, A2; Kombifach RW-3, IWE

Inhalt: Diese Lehrveranstaltung bietet einen historischen Überblick über die Islamisierung Afrikas und die dabei entstandenen unterschiedlichen Ausprägungen des Islam. Die Veranstaltung ist zweisemestrig angelegt und ein obligatorischer Bestandteil des Hauptstudiums für Haupt- und Nebenfachstudenten im Fach Islamwissenschaft. Der Schwerpunkt liegt im ersten Teil der Veranstaltung auf der Ausbreitung des Islam in Ägypten und Nordafrika.

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53016  DIE HEIßEN EISEN IN DER RELIGIONSWISSENSCHAFT. WISSENSCHAFTLICHE PERSPEKTIVEN AUF KONTORVERSE RELIGIÖSE PHÄNOMENE

Dozent: Christian Uhrig, M.A.

Seminar 2st, Mo 12-14, GW II - S 7, Beginn: 22.10.2012

Modulzuordnung: BA A2, C5, C7; MA G3, G4; Kombifach RW-4; IWE

Inhalt: Die  Religionswissenschaft beschäftigt sich unter anderem mit Themen, die bisweilen zu kontroversen Diskussionen führen können. Hierunter fallen so unterschiedliche Gegenstände wie Scientology, die Sektendebatte, die Praxis der Mädchenbeschneidung und die Beschäftigung mit rechtsextremistischen Glaubensgemeinschaften. Der Forscher findet sich bei diesen Themen allzu häufig in einem Widerstreit zwischen dem Anspruch auf wissenschaftliche Neutralität und eigenen politischen und weltanschaulichen Ansichten wieder, die es in Einklang zu bringen gilt. Verkompliziert wird diese Gemengelage meist noch durch weitere Akteure wie beispielsweise Sektenberater, politische Initiativen, die Presse und ganz allgemein die interessierte Öffentlichkeit. Will sich der Religionswissenschaftler nicht der Abstinenz ethischer Werte und weltanschaulicher Gleichgültigkeit bezichtigen lassen, ist eine Auseinandersetzung mit den eigenen Positionen als Wissenschaftler angebracht. Im Kurs stellen wir die Frage nach theoretischen und methodischen Herangehensweisen an solche Phänomene. Wir setzten uns hierfür mit den Phänomenen selbst und mit religionswissenschaftlichen Zugängen zu diesen Themen auseinander. Als Ziel der Veranstaltung wird angestrebt, dass die Teilnehmer in der Lage sind, begründete theoretische Positionen innerhalb des Diskursfeldes einzunehmen.

Literatur: Klinkhammer, Gritt, Rink, Steffen u.a. (Hg.): Kritik an Religionen. Religionswissenschaft und der kritische Umgang mit Religionen, Marburg 1997.

Introvigne , Massimo (Hg.): Schluß mit den Sekten!. Die Kontroverse über "Sekten" und neue religiöse Bewegungen in Europa, Marburg 1998.

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Neues Blockseminar: Der Mythos – Wahrheit mit Fantasie?

Dozent: Dr. Heiko Wedemeyer

Seminar, Ort und Zeit nach Vereinbarung
Anmeldung bis 26.10.2012  beim Dozenten: heiko.wedemeyer@gmail.com

Modulzuordung: BA A2, B4-6, C1&7

Inhalt: Das Seminar soll Studierenden über die Inhalte der religionswissenschaftlichen Theorie-Debatte hinaus die Möglichkeit geben, einen eigenen Ansatz in der Diskussion um die Mythos-Definition zu finden. Hierzu werden nicht nur ergänzende theoretische Arbeiten aus Nachbardisziplinen erarbeitet, sondern ein weiterer Schwerpunkt wird die Lektüre, Gliederung und Interpretation der Quellen sein.

Mythen aus der europäischen Religionsgeschichte – griechische, römische und germanische – können je nach Interesse auch mit außereuropäischen Texten verglichen werden.

Abschließend soll diskutiert werden, ob und wie der Mythos sich von anderen Literaturgattungen der mündlichen Überlieferung (Märchen, Sagen, Legenden) abgrenzt und ob in der Gegenwart noch Formen von Mythen existieren.

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53017  RELIGION UND AUFKLÄRUNG IN BAYREUTH ANHAND HISTORISCHER QUELLEN

Dozent: Gerhard Philipp Wolf (Kirchenhistoriker, Pegnitz)

Seminar 2st, Mi 10-12, GW II - S 7, Beginn: 17.10.2012

Modulzuordnung: BA A2, C7; MA G3, G4;  Kombifach RW-5; EWS, Studium Generale

Inhalt: Anhand von (nicht edierten) Originalquellen aus den verschiedenen städtischen und kirchlichen Archiven sollen die Auswirkungen der Aufklärung auf Gesellschaft, Kultur, Religion und Kirche im Markgrafentum Bayreuth für den Zeitraum von 1770 bis 1800 untersucht werden. Dabei geht es auch um Auswertung von Beiträgen in den zeitgenössischen Zeitungen (z.B. „Intelligenzblatt für den Obermainkreis“). Bestandteil des Seminars sind zudem Archivbesuche und 2 Exkursionen.

Voraussetzungen: keine

Literatur: Albrecht Beutel, Kirchengeschichte im Zeitalter der Aufklärung. Ein Kompendium (UTB 3180), Göttingen 2009.

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Lehrveranstaltungen für das Wahlpflichtmodul Religionspädagogik im M.A.

Religionswissenschaft, Schwerpunkt Bildung und Erziehung

FÜR ALLE VERANSTALTUNG DER PÄDAGOGIK IST EINE ANMELDUNG ÜBER ELASENS ERFORDERLICH.

52100 EINFÜHRUNG IN DIE SCHULPÄDAGOGIK EWS 8-I

Dozent: Prof. Dr. Ludwig Haag

Vorlesung 2st, Mo 10-12, Raum Geo – H 8

Modulzuordung: MA B 1

Inhalt: In der Vorlesung soll eine Einführung in das Fach Schulpädagogik gegeben werden. Schulpädagogik ist die Wissenschaft von den Erziehungs-, Bildungs-, Lehr-, Lern-, Entwicklungs- und Sozialisationsprozessen in der Schule. Damit wird deutlich, dass viele Bereiche ineinander greifen müssen, wenn in der Schule erfolgreich gelernt werden soll.

Literatur: Apel, H. J. & Sacher, W. (Hrsg.). (2009). Studienbuch Schulpädagogik. 3. Auflage. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

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52100 UMGANG MIT INDIVIDUALISIERTEM LERNEN EWS 8-II

Dozent: Prof. Dr. Ludwig Haag

Seminar 2st, Mo 16-18, Raum GW II – S 5

Modulzuordung: MA B 1

Inhalt: Umgang mit Heterogenität wird heute als eine Kompetenz von Lehrern betont. Eine Möglichkeit hier Erfahrungen zu machen besteht darin, Schüler nachmittags im Ganztagesbetrieb individuell zu fördern. Hierzu werden Kontakte mit Schulen in Bayreuth hergestellt. Das nachmittägliche Arbeiten mit den Schülern wird im Seminar reflektierend begleitet. Die Rückmeldungen der Studenten der vorherigen Kurse lauten: Dieses Seminar zeichnet sich durch freie und selbstständige Zeiteinteilung sowie durch flexible Termine aus.

Basisliteratur: van Kessel, M. & Haag, L. (2011): Praxisleitfaden für Nachhilfelehrer. Bad Honnef: Lehrerselbstverlag.

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52000 EWS AP 1A, DISKURSE ÜBER BILDUNG

Dozent: Prof. Dr. Brigitte Fuchs

Vorlesung/ Übung 2st, Di 16-18, FAN - H 32

Modulzuordung: MA B 1

Überblick über klassische und aktuelle Bildungsdiskurse

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52003 EWS AP 1B, DIE PÄDAGOGIK DER AUFKLÄRUNG

Dozent: Prof. Dr. Brigitte Fuchs

Seminar 2st, Do 8-10, GW II - S 5

Modulzuordung: MA B 1

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Seminar 52017  Herder: Klassiker der interkulturellen Bildungstheorie

Dozent: Ph. D. Th. Knobloch

Mittwochs 08:00-10:00 Uhr Raum: RW II, S 40 | Beginn: 24.10.2012

Leistungsnachweis: Präsentation

Inhalt. Johann Gottfried Herder (1744-1803) gilt als Begründer – bzw. Erfinder – des modernen Kulturbegriffs. Ob dieser in Hinblick auf Erziehung und Bildung heute noch zeitgemäß ist, steht jedoch zur Diskussion: Während beispielsweise Ulrich Gaier (2004) die Aktualität Herders unterstreicht, fordert Wolfgang Welsch (1994) in betonter Abgrenzung zu Herder, den modernen durch einen postmodernen Kulturbegriff zu ersetzen. Im Seminar sollen deshalb aktuelle Kulturtheorien mit Herders modernem Kulturbegriff sowie aktuelle Konzepte der Interkulturellen Pädagogik mit Herders interkulturellen Bildungstheorie, die wir anhand seines Werkes Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit (1774) rekonstruieren, verglichen werden.

Die Anschaffung der Reclam-Ausgabe (5,00 EUR) von Herders Klassiker Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit (ISBN: 978-3-15-004460-5) wird dringend empfohlen, da sie uns als gemeinsame Lektüre dient. Der Scheinerwerb erfolgt über Präsentationen zu einzelnen Themen – die Lektüre von Herders Klassiker wird jedoch von allen Teilnehmern erwartet!

Um Studienanfängern sowohl die Teilnahme an diesem Seminar als auch an den Einführungsveranstaltungen in der ersten Vorlesungswoche zu ermöglichen, findet die erste Sitzung des Herder-Seminars am 24.10.2012 statt. Überprüfen Sie jedoch bitte bereits in der ersten Vorlesungswoche Ihre bei „elasens“ vermerkte E-Mail-Adresse, da Ihnen an diese nähere Hinweise zur einführenden Lektüre geschickt werden – damit Sie sich bereits auf die erste Seminarsitzung vorbereiten können.

Literatur (Auswahl):

Gaier, Ulrich: Johann Gottfried Herder (1744–1803), Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit (1774), in: KulturPoetik 4, 2004, Heft 1 (104–115)

Gogolin, Ingrid / Krüger-Potratz, Marianne: Interkulturelle Pädagogik: Theorien und Konzepte, in: Dies.: Einführung in die Interkulturelle Pädagogik, Opladen (u.a.): Budrich 2010 (109–134)

Helmer, Karl: Kultur, in: Benner, Dietrich / Oelkers, Jürgen (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Pädagogik, Weinheim: Beltz 2004 (527–547)

Herder, Johann Gottfried: Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit, Stuttgart: Reclam 2007

Welsch, Wolfgang: Transkulturalität. Lebensformen nach der Auflösung der Kulturen, in: Luger, Kurt / Renger, Rudi (Hrsg.): Dialog der Kulturen. Die multikulturelle Gesellschaft und die Medien, Wien: Österreichischer Kunst- und Kulturverlag 1994 (147–169)

Das gleiche Seminar wird auch als Blockveranstaltung angeboten.

Seminar 52019 Herder: Klassiker der interkulturellen Bildungstheorie

Dozent: Ph. D. Th. Knobloch

Blockseminar

Leistungsnachweis: Präsentation

Einführungssitzung: 20.11.2012 (18:00-20:00)

Seminartermine: 21.02.2013 (10:00-18:00), 22.02.2013 (10:00-18:00), 23.02.2013 (10:00-14:30)

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ISLAMISCHE PÄDAGOGIK
(PROF. DR. HARUN BEHR, UNIVERSITÄT NÜRNBERG-ERLANGEN)

Anmeldung zu Lehrveranstaltungen, Rückfragen, Absprachen, Vereinbarung einer Sprechstunde ausschließlich bei Prof. Harry Harun Behr, email: hb@ewf.uni-erlangen.de

Alle Lehrveranstaltungen außer LV 1 (Abraham-Seminar) finden in Raum V 00.003, Dutzendteichstraße 24, Nürnberg statt.

Orientierungskurs Islam: Die Glaubenslehre des Islams in pädagogischer Perspektive (Behr)

MA Religionswissenschaft Uni Bayreuth, Schwerpunkt B Bildung und Erziehung, Wahlpflichtmodul Islamische Religionspädagogik I oder II

Einzeltermine: Freitag: 2. November 2012, 15.00 – 18.00 Uhr
                 Samstag: 3. November 2012, 9.00 – 18.00 Uhr
                 Sonntag: 4. November 2012, 9.00 – 18.00 Uhr

Kommentar: Diese immer im Wintersemester angebotene Lehrveranstaltung richtet sich an Einsteiger in diesen Fachbereich. Behandelt werden die grundlegenden Bereiche der Islamischen Religionslehre. Diese werden auf persönliche Lebenserfahrungen der Seminarteilnehmer und auf gesellschaftliche und pädagogische Fragestellungen hin vertieft.

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Auf dem Weg mit Abraham (Haußmann/Behr)

MA Religionswissenschaft Uni Bayreuth, Schwerpunkt B Bildung und Erziehung Wahlpflichtmodul Islamische Religionspädagogik I oder II

Wahlpflichtmodul Fachdidaktik I oder II

Termin: Freitag, 16.11.2012 (15.00 Uhr) bis Sonntag, 18.11.2012 (13.00 Uhr)

Kommentar: Abraham gilt als Zentralfigur jüdischer und muslimischer theologischer Traditionen, wird aber auch auch im Christentum wieder entdeckt. In diesem Seminar sollen fachwissenschaftliche, pädagogische und didaktische Aspekte dieser "Glaubensgestalt" beleuchtet und handlungsorientiert entfaltet werden.

 Hinweis: Das Seminar findet drei Tage lang außerhalb Nürnbergs in einem Gästehaus statt; die Plätze sind begrenzt; für Unterkunft und Verpflegung wird ein ermäßigter Unkostenbeitrag erhoben. Von allen Teilnehmenden wird die Präsenz während der gesamten Veranstaltung erwartet.

 Mit der Anmeldung müssen 20 Euro Anzahlung entrichtet werden. Anmeldungen persönlich bei Dr. Werner Haußmann: werner.haussmann@ewf.uni-erlangen.de

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Prinzipien des Islamischen Religionsunterrichts (Rochdi/Ulfat)

MA Religionswissenschaft Uni Bayreuth, Schwerpunkt B Bildung und Erziehung, Wahlpflichtmodul Islamische Religionspädagogik I oder II

Wahlpflichtmodul Fachdidaktik I oder II

Einzeltermine: Freitag: 14. Dezember 2012 , 15.00 – 18.00 Uhr
                 Samstag: 15. Dezember 2012, 9.00 – 18.00 Uhr
                 Sonntag: 16. Dezember 2012 , 9.00 – 18.00 Uhr

Kommentar: Der Islamische Religionsunterricht ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern wie auch in vielen islamischen Regionen ein relativ junges Fach. Als besondere Herausforderung gilt, dass Theologie dabei nicht nur im Sinne einer substanziellen Bezugswissenschaft fungiert, sondern theologisches Denken als Kompetenz von Schülerinnen und Schülern Eingang in die Konzeption des Unterrichts findet – mit durchaus spannungsvollen Ergebnissen. Eine der Ursachen dafür liegt in dem Ansatz des Islamischen Religionsunterrichts, von funktionalen Aspekten aus auf die Religion zuzugehen und dabei die Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler in die Mitte des Unterrichts zu stellen. Dies soll unter theologischen, pädagogischen und fachdidaktischen Gesichtspunkten vertieft werden.

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Mit dem Koran in den Unterricht: Grundlagen der didaktisierten Textarbeit (Rochdi)

MA Religionswissenschaft Uni Bayreuth, Schwerpunkt B Bildung und Erziehung Wahlpflichtmodul Fachdidaktik I oder II

Einzeltermine: Freitag: 11. Januar 2013, 15.00 – 18.00 Uhr
                 Samstag: 12. Januar 2013, 09.00 – 18.00 Uhr
                 Sonntag: 13. Januar 2013, 09.00 – 18.00 Uhr

Kommentar: Der Koran spielt als Zentralschrift des Islams eine wichtige Rolle im Islamischen Religionsunterricht. Er gilt aus religiöser Sicht als die authentische Selbstmitteilung Gottes, aus bezugswissenschaftlicher Sicht als zu Text geronnener Diskurs über Gott und den Menschen aus dem 7. Jahrhundert AD. Dieses Seminar legt begriffliche Grundlagen, führt in die Problematik ein und klärt grundlegende Bezugspunkte für die Textarbeit mit dem Koran im Unterricht. Ein weiteres Seminar im Sommersemester 2013 wird auf diesen Grundlagen aufbauen und konkreter in die Methodik einer auf den Koran bezogenen Fachdidaktik sowie auf theologisch-textwissenschaftliche Aspekte wie etwa das intentional reading eingehen. Beide Seminare sind aber als voneinander unabhängige, nicht-diachronisierte Veranstaltungen zu sehen.

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Koran: thematisches Vertiefungsseminar zur Anthropologie des Islams (Behr)

MA Religionswissenschaft Uni Bayreuth, Schwerpunkt B Bildung und Erziehung Wahlpflichtmodul Islamische Religionspädagogik I oder II

Einzeltermine: Freitag: 25. Januar 2013, 15.00 – 18.00 Uhr
                 Samstag: 26. Januar 2013, 9.00 – 18.00 Uhr
                 Sonntag: 27. Januar 2013 , 9.00 – 18.00 Uhr

Kommentar: Der Koran ist nicht nach chronologischen, genealogischen oder epischen Merkmalen strukturiert, sondern nach typologischen. Das lässt seine Leserinnen und Leser gelegentlich etwas ratlos zurück, vor allem wenn sie mit Bezug auf das Erste oder Zweite Testament der Bibel bzw. auf jüdische Texttraditionen Leseerfahrung haben. Und doch spielt die Narration, arabisch qasas, eine der zentralen Achsen des Korans, in denen auch anthropologische Konzeptionen entworfen werden. Ohne ein grundlegendes Verständnis sind die islamischen Themen, die immer wieder auch in den kritischen öffentlichen Diskurs geraten, nicht adäquat zu verstehen. Zu diesem Verständnis soll dieses Seminar beitragen.

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Fachdidaktik Islamischer Unterricht (Rochdi)

MA Religionswissenschaft Uni Bayreuth, Schwerpunkt B Bildung und Erziehung Wahlpflichtmodul Fachdidaktik III

Termine nach Vereinbarung, Werner-von-Siemens-Realschule, Elise-Spaeth-Straße 6, 91058 Erlangen

Kommentar: In Kombination von Hospitation und eigenem Unterrichtsversuch werden fachdidaktische Prinzipien des Islamischen Religionsunterrichts eingeübt.

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Kooperativer Religionsunterricht an der DEO in Kairo

Anrechnung bis zu 10 ECTS möglich; Bewerbungen unter www.izir.de nach Ausschreibung

MA Religionswissenschaft Uni Bayreuth, Schwerpunkt B Bildung und Erziehung Wahlpflichtmodul Islamische Religionspädagogik I und II

Wahlpflichtmodul Fachdidaktik I, II und III

Termin voraussichtlich 1. bis 31. März 2013

Kommentar: Zur Beschreibung dieser Veranstaltung siehe die Ausschreibung unter www.izir.de

 

 

 

 

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