Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

für den Masterstudiengang Religionswissenschaft 

Wintersemester 2015/16

(Stand 29.10.2015)

53011 Current Debates in the Study of Religion

Dozent: Prof. Dr. Markus Dreßler
Hauptseminar 2 SWS, Di 16-18, Raum: 2.09 (GW II, 2. OG), Beginn: 20.10.2015
Modulzuordnung: Master R1-R3

Inhalt: In this Master level seminar we will (1) peruse recent volumes of leading international journals in the field, (2) try to establish a sense of major empirical, methodological, and theoretical issues and questions in current debates, and (3) focus our reading and discussion on selected debates according to the participating students' interests.

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 53009 Empirische Forschungswerkstatt

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger / Prof. Dr. Markus Dreßler

Hauptseminar 2 SWS, Mi 14-16 Uhr, GW II - S 7, teilgeblockt, Beginn am 14.10.2015
Modulzuordnung:  Master  F1-F4 (Master alt: G1, G2)

Inhalt: Die Forschungswerkstatt begleitet die Konzeption und Durchführung eigenständiger Forschungsarbeiten der Studierenden im Bereich der religiösen Gegenwartskultur. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an selbst erhobenen Daten im Rahmen der qualitativ-empirischen Religionsforschung und die Auseinandersetzung mit einschlägiger Methodenliteratur. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden der Schwerpunkte „Religiöse Gegenwartskultur“ und „Bildung und Erziehung“. Studierende aus dem BA-Studiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, die schon 150 ECTS-Punkte absolviert haben, können sich die Teilnahme für den späteren Master-Studiengang anrechnen lassen.

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 53015 Research on religion: fields, methods and data analysis (Master Forschungswerkstatt)

Dozenten: Prof. Dr. Eva Spies / Dr. Franz Kogelmann
Hauptseminar 2 SWS, Di 16-18, Raum: RW - S 47, Beginn: 20.10.2015
Modulzuordnung: Master A2, Master neu A4, A5

Inhalt: Our „research workshop” addresses MA Students in Religious Studies with a focus on Africa and beyond. Its purpose is to support students in the design and realization of their research projects, and to discuss theoretical and methodological questions arising at the different stages of research. On the basis of selected texts and the presentations of the participants, we will discuss for example methods of qualitative data collection, as well as strategies of data analysis. The aim is to tackle the specific problems the participants face in research design and research practice, and to give the participants the opportunity to discuss these with their fellow students and with reference to the reading.

This course is required for all MA students with focus on Africa but PhD candidates are explicitly invited to attend. Working language is English but contributions in French and German are also welcome.

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53004 Säkularität in der Religionswissenschaft

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger / Stefan Schröder M.A.
Hauptseminar, 2 SWS, Do 8-10, Raum: GW II - S 7, Beginn: 14.10.2015 (verlegt auf Do, 8-10 Uhr !)
Modulzuordnung: Master R1-R3; BA Kuwi C7, BA KuG REL D1, REL F1-F6; Kombifach RW-5, Kombifach neu REL S1, S2

Inhalt: Wer sich mit Religion befasst, sollte auch ihr Gegenüber, das Säkulare, kennen. Es wurde in der Religionswissenschaft bisher sehr viel weniger thematisiert. Der fächerübergreifende wissenschaftliche Diskurs um das Säkulare hat aber spätestens mit den Publikationen Talal Asads („Formations of the Secular“, 2003) und Charles Taylors („A Secular Age, 2007) eine neue Dynamik erhalten.
Für die Religionswissenschaft spielt das Säkulare auf verschiedenen Ebenen eine zentrale Rolle. Zum einen versteht sich das Fach selbst als säkulare Disziplin. Andererseits beeinflussen z.B. ein säkularer Staat oder eine säkulare Öffentlichkeit den klassischen Gegenstandsbereich des Faches, die Religion(en). Drittens gibt es immer mehr Menschen, die sich nicht mit Religion identifizieren; der Religionssoziologe Jörg Stolz nennt sie die „Säkularen“. Die Debatte um „Nichtreligion“ (darunter werden Menschen verstanden, die sich dezidiert von Religion distanzieren) hat noch eine weitere Ebene zum Säkularitätsdiskurs hinzugefügt, die das Säkulare selbst in den Gegenstandsbereich der Religionswissenschaft integriert. Die gleiche Frage stellt sich auch bei den „Säkularen“.

Dieses komplexe Geflecht zu entwirren ist Ziel des Seminars. Dazu werden klassische und aktuelle Texte zum Säkularitätsdiskurs gelesen.

Voraussetzungen: Das Seminar setzt religionssystematische Grundkenntnisse voraus. Es ist deshalb ausschließlich für Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester geeignet.

Literatur zur Vorbereitung:

Bochinger, Christoph (2013): Das Verhältnis zwischen Religion und Säkularität als Gegenstand religionswissenschaftlicher Forschung. In: Führding, Steffen und Peter Antes (Hg.): Säkularität in religionswissenschaftlicher Perspektive. Göttingen. S.15-58.

Dressler, Markus und Arvid-Pal S. Mandair (2011): Introduction: Modernity, Religion-Making and the Post-Secular. In: Diess. (Hg.): Secularism and Religion-Making. Oxford u.a. S. 3-36.

Quack, Johannes (2014): Outline of a Relational Approach to “Nonreligion”. In: Method and Theory in the Study of Religion 26. S. 439-469.

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53006 Religiöse Gegenwartskultur. Theoretische Grundlagen, Themen, Forschunsgbeispiele

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger
Hauptseminar mit Vorlesungsanteilen,  2 SWS, Mo 16-18, Raum: GW II - S 8, Beginn: 19.10.2015
Modulzuordnung: BA ab 4. Sem, Master G6, G7 (Master alt G4)

Inhalt: Das Seminar bietet einen Überblick und eine kritische Reflexion des Arbeitsfeldes der religiösen Gegenwartskultur. Anhand von konkreten Forschungsbeispielen erschließen wir uns gemeinsam folgende Themen: Terminologie; kultur- und sozialwissenschaftliche Grundlage; Forschungsfelder der religiösen Gegenwartskultur; religiöse Selbst- und Fremdbilder; wechselseitiger Zusammenhang von Forschungsfragen, Theorien und Erkenntnisinteressen; Spezifika eines religionswissenschaftlichen Zugangs und interdisziplinäre Vernetzung; Bezug zu historischen und vergleichenden Fragestellungen; Rolle der Religionswissenschaft in politischen und gesellschaftlichen Prozessen.

 Voraussetzungen: Das Seminar setzt Grundkenntnisse in der religiösen Gegenwartskultur voraus. Es ist deshalb ausschließlich für Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester geeignet.

 Literatur zur Vorbereitung:

Christoph Bochinger, Katharina Frank: Religion, Spiritualität und Säkularität in der Schweiz, in: A.M. Riedi u.a. (Hg.): Handbuch Sozialwesen Schweiz, Bern: Haupt, 2013, 201-2013.

Linda Woodhead, Rebecca Catto (Ed.): Religion and Change in Modern Britain, London: Routledge, 2012.

Edith Frank, Verena Maske (Hg.): Religionswissenschaft zwischen Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaften und Kognitionsforschung, Marburg: IVK-Religionswissenschaft, 2014 [http://archiv.ub.uni-marburg.de/es/2014/0002/pdf/mob02-online.pdf]

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53007 Lektürekurs William James: Die Vielfalt religiöser Erfahrung/ The Varieties of religious experience

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger/ Prof. Dr. Carlos Kölbl
Hauptseminar, 2 SWS, Di 16-18, Raum: AI - S 111, Beginn: 27.10.2015 (Bitte späteren Beginn beachten!)
Modulzuordnung:  Master G4-G7 (Master alt G3, G4)
BA KuG: Psychologie: Psy B1, Religionswissenschaft: REL TMR, REL D;
BA Kuwi: C7; Kombifach RW-5; Kombifach neu: REL S1, S2; Erasmusstudierende

Inhalt: William James (1842 – 1910) war in seiner Zeit ein hoch innovativer Vordenker. Er war der Mitbegründer der philosophischen Schule des Pragmatismus (zu der auch solch bedeutende Autoren wie Charles S. Peirce, John Dewey oder George H. Mead gehören) und gilt auch als Begründer der nordamerikanischen Psychologie auf empirischer Basis. So war James einer der ersten, der in der Psychologie ein Zwei-Speicher-Modell des Gedächtnisses postuliert hat, auf ihn geht das Konzept des „stream of consciousness“ zurück und er ist der Autor einer einflussreichen Emotionstheorie gewesen. Auch der Begriff „Pluralism“ geht in seiner angelsächsischen Denktradition auf diesen Autor zurück: Anders als in der Metapher des „Melting Pot“ begründete James die Dynamik der nordamerikanischen Gesellschaft damit, dass sie sich aus zahlreichen kulturell heterogenen Elementen zusammensetzt und gerade deshalb „stark“ sei.

In seinen berühmten Gifford-Lectures von 1900 bis 1902 in Edinburgh, „The Varieties of Religious Experience“, entwickelte James anhand von Textzeugnissen und anderen Quellen eine empirisch fundierte Sicht auf unterschiedliche Ausprägungen individueller Religiosität. Diese Sicht erscheint bis heute wissenschaftlich modern und lesenswert und hat zahlreiche Spuren in unterschiedlichen Disziplinen, wie der Religionswissenschaft und der Psychologie, aber auch in verschiedenen inter- und transdisziplinären Kontexten hinterlassen. Im Lektüreseminar wird dieses Werk von James in deutscher Übersetzungt (fast) in Gänze gemeinsam gelesen und diskutiert, eingerahmt durch eine allgemeine Einführung in das Denken von James als Psychologe und als Begründer des für sozial- und kulturwissenschaftliche Arbeitszusammenhänge überaus wichtigen Pragmatismus.

 Literatur zur Vorbereitung:
James, William: The Varieties of Religious Experience. A Study in Human Nature, Originalausgabe 1902, zahlreiche Neuausgaben.
Deutsche Übersetzung: : Die Vielfalt religiöser Erfahrung. Eine Studie über die menschliche Natur, Übs. E. Herms, Frankfurt/Main und Leipzig: Insel, 2014 (1997).

Diaz-Bone, Rainer/ Schubert, Klaus: William James zur Einführung, Hamburg: Junius 1996

Carrette, Jeremy R. (Ed.): William James and “The Varieties of Religious Experience”, London: Routledge 2005.

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53012 Methoden in der Religionsforschung

Dozent: Prof. Dr. Markus Dreßler
Hauptseminar 2 SWS Mi 8-10, Raum: GW II - S 7, Beginn: 14.10.2015
Modulzuordnung: Master G1, G2; BA Kuwi  D1, C7, BA KuG D1, D2

Voraussetzung: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester

Inhalt: In diesem Seminar werden wir uns zunächst einen Überblick über die Vielfalt der Methoden der Religionsforschung erarbeiten. Unsere Lektüre und Diskussion wird von zwei Leitfragen geleitet sein: Welche Methoden eignen sich für welche empirischen Kontexte und Fragestellungen? Was sind die spezifischen Erkenntnismöglichkeiten und Beschränkungen verschiedener Methoden? In einem zweiten Schritt werden wir uns mittels ausgewählter Studien mit der Anwendung bestimmter (qualitativer) methodischer Zugänge beschäftigen. Darüber hinaus wird den Seminarteilnehmerinnen die Möglichkeit gegeben, unter Anleitung, individuell oder in Gruppenarbeit selbst kleinere Forschungsprojekte durchzuführen, um so erste praktische Erfahrungen in qualitativer Religionsforschung zu sammeln.

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53021 On “Sex and the Citadel” and “Women with Mustaches…” but “…without men”. – An introductory class on Muslim and Islamicate Sexualities

Dozentin:  Leyla Jagiella, M.A.
Seminar 2 SWS, Do 14-16, Raum: GW II - S 7, Beginn: 15.10.2015
Modulzuordnung: BA Kuwi: C4, C5, C7; BA KuG: REL C, REL D, REL F;  Master: R1, G4, G6, G7, I1, I2, I3, I3, I4, I5 (Master alt G3, G4), Kombifach: RW-3, RW-4, RW-5, Erasmusstudierende, IWE, EWS.


Inhalt: “Sex sells” says an old marketing slogan. Hopefully the title of this class will meet the promise of said slogan. The slogan tells us something about the primordial interest that sex and sexualities have always given rise to in human beings and also something about the intrinsic connection that this interest has always had to issues of economics and social organization. The problems that arise from this connection have always busied regular Muslims as much as the scholarly elites of Islam who in past centuries have already written volumes on questions of sexual theory and practice. Meanwhile, issues of sex and sexuality have also given rise to numerous cultural productions in Islamicate settings. Both find their continuation in an encounter with modern questions of ethics in our contemporary world, negotiated by different segments of the modern Muslim Ummah in various dynamic ways. In this class we will talk about lawful and unlawful sex in Classical Islam, about Islamic State executions following accusations of homosexuality, about temporary marriages and gender reassignment surgery in modern Iran and about traditional third gender roles in South Asian Islam and about all the steamy details in between.

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53017 Praktischer Umgang mit ungedruckten Quellen

Dozentin: Ines Liere, M.A.

Blockseminar 2 SWS, Vorbesprechung: Montag, 19.10.15, 14 -16 Uhr in Raum 2.09 (GW II, 2. OG),

Block 1: 13./14. Nov 2015, Fr. 13.11., 10.00-18..00 Uhr in GW II- S 7, Sa, 14.11., 9.00-19.00 Uhr in GW II - S 6
Block 2: 20. November, Archivbesuch in Nürnberg
Modulzuordnungen: BA Kuwi: D1; BA KuG: REL V, BQ, REL TMR; Master: G1, G2; Kombifach: RW-5; Kombifach neu S1, S2; IWE, Studium Generale

Voraussetzung: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester

Inhalt: Ziel des Seminares ist es, den Umgang mit ungedruckten Quellen (wie Briefen, Urkunden, Protokollen, etc.) zu erlernen – vom Auffinden, über das Lesen und Analysieren bis zur Verarbeitung in wissenschaftlichen Arbeiten. Wir werden das Lesen von Handschriften aus unterschiedlichen Epochen üben und verschiedene Textanalyse-Verfahren kennenlernen, die uns bei der Auswertung von Quellen helfen. Eine Exkursion in das Landeskirchliche Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (Nürnberg) soll zudem mit der Benutzung von Archiven vertraut machen. -----------------------------------------------------------------

53014 Indigen? Traditionell? Sonstig? Religiöse Traditionen in Afrika

Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Seminar 2 SWS, Di 10-12, Raum: RW - S 45, Beginn: 20.10.2015
Modulzuordnung: Master A 1; BA Kuwi C4; BA KuG REL B; Kombifach RW-3; Kombifach Afrika in der Welt Modul C

Inhalt: Geht es um die Benennung und Beschreibung religiöser Traditionen auf dem afrikanischen Kontinent, dann scheint es einfach, Islam, Christentum, Judentum oder Hinduismus zu unterscheiden. Was aber zeichnet diejenigen religiösen Formen aus, die oft in die Kategorie traditionell, indigen, afrikanisch oder sonstig fallen? Was vereint sie? Ist die bisweilen verwendete Bezeichnung „ATR – African traditional religions“ sinnvoll oder eher problematisch? Warum spricht man hier nicht von „Weltreligionen“?

Ziel des Seminars ist es, die Debatten um die Benennung religiöser Traditionen in Afrika kennenzulernen und zu lernen, die verschiedenen Systematisierungsversuche kritisch zu hinterfragen. Im Seminar werden beispielhaft Vorstellungen und Praktiken indigener religiöser Traditionen besprochen, wie auch aktuelle Versuche, afrikanische religiöse Traditionen zu revitalisieren. Neben der kritischen Reflexion religionswissenschaftlicher Systematik soll das Seminar also auch einen ersten Einblick in religiöse Traditionen auf dem afrikanischen Kontinent geben.

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53026 Türkischlektüre

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Seminar,  2 SWS, Di 10-12, Raum: RW - S 47, Beginn 20.10.2015
Modulzuordnung: Master G8, G9, I7, I9 (Master alt: G5); BA Kuwi: B4-B6, BA KuG: Rel Tür (Verzahnungsbereich), Kombifach RW-5, Kombifach neu S1, S2; IWE, Studium Generale

Inhalt: Dieser Sprachkurs richtet sich an Studierende, die anhand religionsbezogener Texte ihre Grundkenntnisse im Türkischen vertiefen möchten. Als Lektüre werden Auszüge aus türkischen Originalquellen verwendet. Die genauere Auswahl wird an das sprachliche Niveau sowie die inhaltlichen Interessen der Gruppe angepasst.

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53025 Anthropology of Islam

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Seminar, 2 SWS, Do 10-12, Raum: Audimax - S 96, Beginn: 15.10.2015
Modulzuordnung: Master R1-R3, I 1-6

Inhalt: „Anthropology of Islam“ is a term for theoretical and methodological approaches at the interfaces of cultural anthropology and the study of Islam. In this class we are going to discuss such approaches by reading programmatic texts as well as exemplary ethnographic accounts of Islam in different local contexts. For advanced students who already participated in classes on Islam.

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53023 Schamanismus: Theorien, Projektionen, Religiöse Praxis

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Seminar,  2 SWS, Fr 10-12, Raum: NW II - S 79, Beginn: 16.10.2015
Modulzuordnung: Master R1-R3

Inhalt: „Schamanismus“ ist ein schillernder Begriff, an dem sich gut die historische und kulturelle Einbettung von religionswissenschaftlicher Forschung aufzeigen lässt. In diesem Sinne werden wir uns im Seminar zum einen kritisch mit älteren Theorien und Erklärungsmodellen zu „Schamanismus“ auseinandersetzen. Zum anderen werden wir uns mit einigen ausgewählten religiösen Kontexten, die in der Literatur als „Schamanismus“ eingeordnet wurden, intensiver beschäftigen. Dabei soll diskutiert werden, inwiefern die Fallbeispiele vergleichbar sind, welchen Erkenntniswert die vorgenommenen Einordnungen jeweils mit sich bringen und welche alternativen Theorieansätze denkbar sind bzw. zur Verfügung stehen. Das Seminar richtet sich an Studierende, die bereits die religionswissenschaftlichen Einführungskurse absolviert haben.

Universität Bayreuth -