Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für die Studiengänge

 Bachelorstudiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion (B.A. Kulturwissenschaft/Religion)

Bachelorstudiengang Kultur und Gesellschaft (B.A. KuG)

Masterstudiengang Religionswissenschaft (M.A.)

Kombinationsfach Religionswissenschaft (Kombifach)

Internationale Wirtschaft und Entwicklung (IWE)

Sommersemester 2014

                                                       (alphabetisch nach Dozenten geordnet, Stand: 7.04.2014)


Allgemeine Einführungsveranstaltung für alle Studierenden der Religionswissenschaft: 

Montag, 7. April 2014, 14.00-15.00 Uhr in S 8 (Gebäude GW II)

Die Dozenten der Fachgruppe Religion stellen ihre Veranstaltungen vor. Die Anwesenheit wird erwartet, eine Anwesenheitsliste wird umgereicht.

Einführungsveranstaltung für den Masterstudiengang Religionswissenschaft (Erstsemester):

Montag, 7. April, 15.15-16 Uhr in Raum 2.09 (Gebäude GW II, 2. OG)

Einführungsveranstaltung für den Bachelorstudiengang Kultur und Gesellschaft:

Montag, 7. April, 12.00-16.00 Uhr in H 27 (Gebäude GW II)
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53000  William James Gastprofessur

Diese wird wieder im WS 14/15 stattfinden
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53001  Religionswissenschaftliches Kolloquium

Dozenten: Alle Lehrenden der FG Religion
OS/ Koll 1st, Mi 18-20, GW II – S 6 
Programm: wird noch erstellt

(Master, Doktoranden, Gastvorträge: öffentlich)

Inhalt: Das Kolloquium dient dem intensiven fachlichen Austausch innerhalb der Fachgruppe Religion sowie mit auswärtigen Gästen. Alle Studierenden und sonstige Interessierte sind zu den Gastvorträgen herzlich eingeladen. Bitte beachten Sie auch die aktuellen Aushänge und Plakate.
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53021 Europäische Religionsgeschichte II

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berner
V 2st, Mi 10-12, Raum: GW II - H 27

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C 2; B.A. KuG REL B1, REL B2; Kombifach RW- 2; EWS; IWE Modul SERG; Hörer aller Fakultäten

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53022 Sacred Spaces in Africa and Beyond, Teil II

Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner / Dr. Franz Kogelmann
HS 2st, Do 12-14, Raum: GW II - S 6

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C7; B.A. KuG REL D1, REL D2; M.A. R1, R2

Inhalt: As a result of the spatial turn in Cultural Studies space related theories (Raumtheorien) attract attention from the Study of Religion in Africa and Islamic Studies. Recent studies range from the exploration of physical appearances of religiosity to embodied acts and bodily practices as part of the maintenance and development of religious spaces and landscapes. Spatial metaphors like “field” – coined by Bourdieu – or “heterotopias” – introduced by Foucault – commence to gain influence as analytical categories and tools of research on religions in Africa. These categories and tools try to de-essentialize notions of sacred places as given and timeless manifestations of religious power. Due to these new approaches sacred spaces are recognized as socially constructed places. Thus, this interdisciplinary seminar explores sacred spaces in Africa and beyond by analyzing the ways in which sacred spaces are distinguished from secular, political or economic spaces, both in practice and conceptually.

Literature
Chidester, David (2012): Wild Religion. Tracking the Sacred in South Africa. Berkeley: University of California Press.
Desplat; Patrick A.; Schulz, Dorothea E. (Eds.) (2012): Prayer in the City. The Making of Muslim Sacred Places and Urban Life: Transcript Verlag.
Olupona, Jacob K. (2011): City of 201 Gods. Ilé-ifè in Time, Space, and the Imagination. Berkeley: University of California Press.
Stauth, Georg; Schielke, Joska Samuli (2008): Dimensions of Locality. Muslim Saints, their Place and Space. Bielefeld.

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53008 Pluralismus-Theorien in Religion und Religionswissenschaft

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berner
S/Ü 2st, Mi 16-18, Raum: GWII – 2.09

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6; BA KuG REL B1, REL B2, Verzahnungsberich Sprachen und Quellenlektüre, Master E1, E2

In diesem Seminar sollen Versuche betrachtet werden, religiösen Pluralismus zu institutionalisieren und die Forderung nach Toleranz theologisch oder philosophisch zu begründen. Die Beispiele werden aus der europäischen Religionsgeschichte genommen (Schwerpunkte: Spätantike und Frühe Neuzeit), einzelne Vergleichsbeispiele werden aus der asiatischen
Religionsgeschichte herangezogen(Indien, China). Außerdem sollen aktuelle Beiträge zum Thema "Pluralismus" und "(In)Toleranz" aus der Religions- und Kulturwissenschaft diskutiert werden.

Je nach Art der Beteiligung kann die Veranstaltung als Seminar oder als Lektüre-Übung (Latein) angerechnet werden.

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53009  Griechischlektüre  

Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner/ Prof. Dr. Ralf Behrwald
Ü 2st, Mi 12-14, Raum: xx

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6; B.A. KuG REL B1, REL B2, Verzahnungsbereich Sprachen und Quellenlektüre; M.A. E1, E2

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53032 Hebräisch II

Dozentin: Michaela Berner
Ü 2st, Zeit und Ort nach Absprache
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6; B.A. KuG REL B1, REL B2, Verzahnungsbereich Sprachen und Quellenlektüre

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55000 Die Stadt in der Antike

Dozent: Prof. Dr. Behrwald
Vorlesung 2st, Di 12-14, Raum: GW II – H 27
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C 7

Inhalt: Die Urbanisierung der Welt schreitet voran, und seit 2008 lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Die Entstehung von Megapolen mit vielen Millionen Einwohnern und die Ausbreitung städtischer Siedlungen ohne staatliche Kontrolle, auch in der Form von Slums, gehen mit dieser Entwicklung einher.

Sie findet einen Vorläufer in der ersten großen Urbanisierungsperiode der europäischen Geschichte, als seit der griechischen Archaik Städte entstanden, sich zu Großstädten bis zur Millionenstadt Rom entwickelten und damit die erste städtische Zivilisation der westlichen Hemisphäre entstand, bis mit dem Ende der Antike auch ein vorläufiges Ende städtisch geprägter Lebensformen in Europa eintrat. Dieser Entwicklung geht die Vorlesung nach, die gleichermaßen soziale und wirtschaftliche Realitäten von Stadtentstehung und -entwicklung wie auch die Ausprägung genuin städtischer Lebensformen und die Entstehung der Stadt als Erlebnisraum behandeln wird.

Literatur: Grundlegend und zur Einführung zu empfehlen:
Frank Kolb, Die Stadt im Altertum, München 1984.
Ferner: Claude Nicolet/Robert Ilbert/Jean-Charles Depaule (Hrsg.), Mégapoles méditerranéennes. Géographie urbaine rétrospective (CEF 261), Rom 2000.
Storey, Glenn Reed (Hrsg.), Urbanism in the Preindustrial World. Cross-Cultural Approaches, Tuscaloosa 2006.
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Bibelkunde des Alten und Neuen Testaments

Dozent: Prof. Dr. Lukas Bormann (Univ. Erlangen-Nürnberg)

Vorlesung, 2st, Online Kurs der virtuellen Hochschule Bayern

Inhaltsbeschreibung und Anmeldung unter vhb Bayern

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53003 Religionswissenschaftliche Institutionkunde

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger

Vorlesung 2st, Do 14-16, GW II - H 27

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion: C5, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: xx; Kombifach RW-4; M.A. R1-R3; EWS; Studium Generale 
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53004 Empirische Forschungswerkstatt

Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger

Hauptseminar 2st, teilgeblockt, Fr 12-16 Uhr, 1. Sitzung 11. April, 12-14 Uhr in GW II - S 7. Die Termine für die weiteren Sitzungen werden hier festgelegt.

Modulzuordnung: M.A. G1, G2

Inhalt: Die Forschungswerkstatt begleitet die Konzeption und Durchführung eigenständiger Forschungsarbeiten der Studierenden im Bereich der religiösen Gegenwartskultur. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an selbst erhobenen Daten im Rahmen der qualitativ-empirischen Religionsforschung und die Auseinandersetzung mit einschlägiger Methodenliteratur. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden der Schwerpunkte „Religiöse Gegenwartskultur“ und „Bildung und Erziehung“. Studierende aus dem BA-Studiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, die schon 150 ECTS-Punkte absolviert haben, können sich die Teilnahme für den späteren Master-Studiengang anrechnen lassen.

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53014 Religion und Nachhaltigkeit

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Dr. Stefan Kurth

Hauptseminar 2st, Mi 14-16, NW II - S 78

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion: C5, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL C1, REL C2; Kombifach RW-4, RW-5; M.A. G3, G4; IWE: Modul SERG; Studium Generale

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53015 Religionskunde als Thema der Religionswissenschaft        Neu!

Dozenten: Pof. Dr. Christoph Bochinger/ Dr. Stefan Kurth

Hauptseminar 2st, Do 10-12, RW - S 46

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion: A2, C5, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL B; Kombifach RW-4, RW-5; M.A. R1-R3, G3, G4

Inhalt: In vielen Ländern, u.a. in Skandinavien, der Schweiz, aber auch in Japan und anderswo finden derzeit Debatten um einen Paradigmenwechsel im schulischen Religionsunterricht von einem konfessionellen, theologisch verantworteten, zu einem religionskundlichen Modell statt,  dessen Referenzwissenschaft die Religionswissenschaft ist oder sein könnte. In Deutschland ist zwar ein konfessionsgebundenes Modell des Religionsunterrichts im Grundgesetz verankert (Art. 7,3), aber auch hier spielt die Diskussion um einen religionskundlichen Unterrichtsansatz eine Rolle: Zum einen gibt es Ausnahmen von den grundgesetzlichen Bestimmungen in Bremen und Berlin (sog. Bremer Klausel) und in Brandenburg (LER-Unterricht). Zum zweiten ist Religion(skunde) eine Lerndimension in dem formal als „Ersatz" für den Religionsunterricht fungierenden Ethikunterricht bzw. Werte und Normen usw. Zum dritten kann auch im konfessionellen Unterricht ein religionskundliches Vorgehen angewandt werden, z.B. dort, wo es um jeweils andere Religionen als die eigene geht.
Im Seminar erarbeiten wir anhand aktueller Texte aus unterschiedlichen Ländern den religionswissenschaftlichen Diskurs zu diesem Thema und gehen der Frage nach, inwiefern dieser Gegenstand relevant für die religionswissenschaftliche Theoriebildung ist.


Zielgruppe und Vorkenntnisse: Das Seminar ist v.a. auf die Studierenden im Master-Schwerpunkt „Bildung und Erziehung" ausgerichtet. Auch andere Master-Studierende sowie BA-Studierende vom 4. Fachsemester an sind eingeladen. Spezielle Vorkenntnisse sind willkommen, werden aber nicht erwartet.

Literatur zur Vorbereitung:
- Wanda Alberts: Religionswissenschaft und Religionsunterricht, in: M. Stausberg (Hg.): Religionswissenschaft, Berlin u.a.: De Gruyter, 2012, 299-312.
- Katharina Frank: Wie implementiert man einen religionskundlichen Unterricht? Analysen und Entwicklungen, in: T.  Hannemann, A. Hindriksen, E.-M. Kenngott, G. Klinkhammer (Hg.): Religionspädagogik zwischen religionswissenschaftlichen Ansprüchen und pädagogischen Erwartungen. Bremen: Universität Bremen, 2013, 61-103.
- Tim Jensen: RS based RE in Public Schools: A Must for a Secular State, in: Numen 55 (2008), 123-150.

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51004 Religiosität im Jugendalter erforschen - ein Lehrforschungsseminar

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Prof. Dr. Carlos Kölbl

Hauptseminar 2st, Mi 16-18, RW - S 54

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion: C5, C7; Kombifach RW-4, RW-5; M.A. Religiöse Gegenwartskultur, Bildung und Erziehung; IWE Modul SERG

Inhalt: „Religiosität“ ist ein zentraler religionswissenschaftlicher und ein psychologischer Terminus. Er gilt als Inbegriff für alle möglichen Einstellungen, affektiven Haltungen und Kognitionen gegenüber Religion. Gerade im Hinblick auf das Jugendalter soll Religiosität eine große Rolle spielen. Dementsprechend handelt es sich hier um ein gesellschaftlich viel diskutiertes, religionswissenschaftlich und entwicklungspsychologisch relevantes Thema, das mithin sowohl für angehende Religionswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler als auch für angehende Lehrkräfte bedeutsam ist. Religiosität im Jugendalter und überhaupt ist freilich nicht ohne weiteres sichtbar, sondern muss über die Beobachtung entsprechender Praktiken rekonstruiert werden. Solche Praktiken können als religiöse bzw. als religiös motivierte Handlungen „direkt“ oder aber „indirekt“ über die Analyse erzählter Handlungen oder anderer symbolisch verfasster Objektivationen identifiziert werden. Dies ist forschungsmethodisch anspruchsvoll und kann nicht durch die bloße Lektüre von Methodenlehrbüchern gelernt werden. Daher soll in diesem Seminar neben der Lektüre und Diskussion theoretischer und methodologisch-methodischer Texte sowie empirischer Studien forschungsmethodisches Handeln anhand eigener (kleiner) empirischer Forschungsprojekte eingeübt werden. Im Zentrum stehen dabei Formen von Religiosität Jugendlicher in unterschiedlichen religiös konnotierten sozialen Kontexten, wie z.B. institutionell organisierten Jugendtreffs unterschiedlicher Konfessionen.   

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56005 und 56006 Einführung in SPSS

Dozent: Prof. Dr. Gabriele Cappai 

56010 – Übung, 2 SWS, Do 10 – 12, PC-Pool, GEO 24b
56011 – Übung, 2 SWS, Do 16 – 18, PC-Pool, GEO 24b
56012 – Übung, 2 SWS, Do 18 – 20, PC-Pool, GEO, 24b
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion: B3

Inhalt: Die Übung »Einführung in SPSS« möchte eine allgemeine Einführung in die statistische Datenanalyse vermitteln. Unter Bezugnahme auf vorhandener Datensätze werden folgende Themen behandelt: Einführung: Was ist und wie arbeitet SPSS? – Vom Fragebogen zu SPSS: Datencodierung und Dateneingabe – Univariate Statistik: Herstellen von Tabellen und Grafiken – Messzahlen: Anteilswerte, Mittelwerte, Streuungsmasse – Mehrfachantwortensets – Prüfung der Repräsentativität – Bivariate Statistik – Kreuztabellen – Streudia­gramme – Messzahlen: Regression, Korrelation, Hypothesen­über­prüfung – Multivariate Statistik: Korrelation – Partielle Korrelation – Multiple Regression – Faktorenanalyse. Das angeeignete Wissen wird in Form einer Klausur nachgeprüft. Begleitend zur Vorlesung wird ein Tutorium angeboten.

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53010 Selcted Topics in Religious Studies  (for Erasmus students)

Dozent: Dr. Markus Dreßler

Seminar 1st, Mi 12-14 (14-tägig), GW II - S 7, Beginn: 9. April 2014

Modulzuordnung: Erasmus-Studierende

Inhalt: This course will introduce into selected issues and debates that have played an important historical role in the critical study of religions and are relevant until today. It aims at sharpening the students’ awareness of the methodological and theoretical specificity of religious studies as an academic discipline.

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53011 Alevism: History, Beliefs, Rituals (English on demand)

Dozent: Dr. Markus Dreßler

Seminar 2st, Di 14-16, GW II - S 7

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion: C4, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL B, REL D; Kombifach RW-3; M.A. G3

Anrechenbar für den zukünftigen Masterschwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen

Inhalt: This seminar will (1) critically follow the historical formation of Alevism, (2) work out the particularities of Alevi beliefs and ritual in comparison to related religious traditions, and (3) discuss the religio-political background that frames the question of Alevi difference and recognition in contemporary Turkey. Besides secondary literature we will also draw on primary sources, as well as audiovisual materials.

Literatur
Dressler, Markus. Writing Religion: The Making of Turkish Alevi Islam. New York: Oxford University Press 2013.
Dressler, Markus. Die alevitische Religion. Traditionslinien und Neubestimmungen. Würzburg: Ergon 2002.
Kehl-Bodrogi, Krisztina. Die Kızılbaş-Aleviten. Untersuchungen über eine esoterische Glaubensgemeinschaft in Anatolien. Berlin 1988.
Krisztina Kehl-Bodrogi, Barbara Kellner-Heinkele, and Anke Otter-Beaujean (Hrsg.). Syncretistic Religious Communities in the Near East. Collected Papers of the International Symposium “Alevism in Turkey and Comparable Syncretistic Religious Communities in the Near East in the Past and Present” Berlin, 14-17 April 1995. Leiden 1997.

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53012 Religionswissenschaftliche Theorie und Methode

Dozenten: Dr. Markus Dreßler/ Prof. Dr. Paula Schrode

Seminar 2st, Mi 14-16, Raum BGI - S 89

Modulzuordnung: M.A. R1, R2

Inhalt: Dieser Kurs beschäftigt sich mit aktuellen theoretischen und methodologischen Diskussionen in der Religionswissenschaft die unter Zugrundelegung ausgesuchter empirischer Problemfelder erörtert werden.

Die Veranstaltung beinhaltet eine Exkursion nach Groningen (ca. 11.-15.5.) zur Konferenz der European Association for the Study of Religions (EASR).

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53017 Evolution und/oder Schöpfung aus theologischer Perspektive

 Dozent: Dr. Peter Hirschberg

Vorlesung 2st, Mi 8-10, GW II - S 5

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C 6, C 7; EWS; Studium Generale

Inhalt: Seit die Evolutionslehre die Welt erobert hat, gibt es eine rege Auseinandersetzung zwischen Vertretern des Schöpfungsglaubens und Vertretern einer rein naturwissenschaftlichen Weltsicht. Manchmal dominierte eine offensive und teils auch agressive Polemik. Dann wieder gab es Zeiten eines schiedlich-friedlichen Nebeneinanders oder Versuche, beide Perspektiven auf die Wirklichkeit komplementär zu verstehen. In dieser Vorlesung sollen die entscheidenden theologischen Zuordnungsmodelle vorgestellt und kritisch diskutiert werden. Eine besondere Aufmerksamkeit soll den Denkern zu Teil werden, die eine explizit christliche Deutung der Evolutionstheorie vorgelegt haben: Teilhard de Chardin, Wolfhart Pannenberg, Gerd Theissen und VertreterInnen der amerikanischen Prozesstheologie.

Voraussetzungen: Keine, außer der Bereitschaft, die von Sitzung zu Sitzung angegebenen Texte auch wirklich zu lesen.

Als vorbereitende Lektüre empfohlen: Hans Kessler, Evolution und Schöpfung in neuer Sicht, Kevelaer 2009.

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41003 Religion(en) im web 2.0

 Dozent: Marcel Göken M.A.  (Medienwissenschaft)
Seminar 2st als Blockseminar, Zeit und Ort n.V., Teilnehmerbegrenzung!, Anmeldung bis spätestens 07.04.2014 per E-Mail an: marcel.goeken@uni-bayreuth.de
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C 5, C /, M.A. Religiöse Gegenwartskultur

Inhalt: Die Innovationen des Web 2.0 und die damit einhergehenden Anpassungen im sozialen Miteinander haben auch die Wahrnehmung und Vermittlung von Religion(en) nachhaltig beeinflusst. Die vielfältige und unterschiedlich motivierte Präsenz von Religion macht das Internet zu einer inhaltlich schwer durchschaubaren und oftmals nicht leicht differenzierbaren Informations- und Vermittlungsplattform.

Zudem scheinen Erwerb und Voraussetzung von Kenntnissen und Informationen von und über Religion(en) wechselseitig bedingt zu sein. Der freie Diskurs zum Thema Religion verläuft sowohl über traditionelle und alternative Formen von Religion, als auch über apologetische, kritische, populistische oder wissenschaftliche Positionierungen. Ein zentrales Moment ist dabei, dass das Web 2.0 nicht nur von religiösen Vereinigungen genutzt wird, sondern ebenso selbst ein Aushandlungs- und Formierungsmedium bezüglich Religion und Glaubenspraxis darstellt.

Im Seminar werden wir uns anhand konkreter Beispiele des Web 2.0 mit diesen Themen und Entwicklungen näher beschäftigen. Dabei ist auch zu erörtern, ob und inwieweit das Internet neuartige Möglichkeiten für Religion und religiöse Gemeinschaften bereitstellt. In Verschränkung von medien- und religionswissenschaftlicher Perspektive nehmen wir Formen traditioneller und alternative Religion in den Blick. Dabei gilt es verschiedene Ebenen des Diskurses im Web 2.0 zu analysieren, zu erklären und zu deuten.

Diese Veranstaltung wird gemeinsam mit Herrn Jürgen Graf M.A. von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena durchgeführt (Anm: Herr Graf hat den Master Religionswissenschaft in Bayreuth absolviert).

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53029 Religion und Politik in den USA:                           Seminar entfällt

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53013 Platon und die europäische Religionsgeschichte

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Seminar 2st, Mo 10-12, GW II - S 6

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion A1, C6, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL B1, REL B2; Kombifach RW-3, RW-5; M.A. E3, E4; IWE Modul SERG; Studium Generale

Inhalt: Die Philosophie Platons und seiner Schüler bildet einen fundamentalen, prägenden Einfluss auf das gesamte europäische Denken von der Antike bis (mindestens) ins 18. Jahrhundert hinein. Religionsgeschichtlich zeigt sich dieser Einfluss nicht nur in der christlichen Theologie und Kunst, sondern z.B. auch im antiken Hermetismus, der frühneuzeitlichen Magie und der jüdischen und christlichen Kabbalah, die alle u.a. in der modernen Esoterik bis in die Gegenwart weiter wirken.
Das Seminar dient der Annäherung an religionsgeschichtlich zentrale Aspekte platonischen und neuplatonischen Denkens auf dem Wege intensiver gemeinsamer Quellenlektüre (in dt. Übersetzung). Zentrale Inhalte bilden Platons Begriff des Kosmos und der menschlichen Seele sowie ihres möglichen Erkenntnisaufstiegs (Auszüge aus Politeia und Timaios) sowie Plotins Verständnis von der mystischen Schau des Einen (Auszug aus den Enneaden). Daneben werden wir uns mit zwei Thesen der neueren Platonforschung befassen: seiner „ungeschriebenen Lehre" und seiner „unsagbaren [religiös-philosophischen] Erfahrung".
Eine Fortsetzung im Wintersemester ist angedacht.

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53020  Einführung in den Hinduismus

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Seminar 2st, Di 8-10, GW II - S 5

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion  C4; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL B1, REL B2; Kombifach RW-3; IWE Modul SERG; Studium Generale

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53014  Religion und Nachhaltigkeit

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger/ Dr. Stefan Kurth: Kommentar siehe Bochinger

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53015  Religionskunde als Thema der Religionswissenschaft

Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger/ Dr. Stefan Kurth: Kommentar siehe Bochinger

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53016  Esoterik und Kunst: Bauhaus, Anthroposophie und das "Wesen" der Farben

Dozent: Dr. Stefan Kurth

Seminar 2st, Fr 8-10 (teilgeblockt), GW II - S 7

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C5, C6, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL C1, REL C2; Kombifach RW-3, RW-5; M.A. Religionswissenschaft G3, G4; IWE Modul SERG; Studium Generale

Inhalt: Das 1919 in Weimar als Kunstschule begründete Bauhaus gilt als ein bedeutendes Zentrum der Avantgarde der Klassischen Moderne. Das religionswissenschaftliche Interesse gründet in der Entdeckung, dass v.a. das frühere Bauhaus entgegen seiner gängigen Assoziation mit Rationalismus und Funktionalität in hohem Maße von Strömungen der zeitgenössischen Esoterik (v.a. Theosophie, Anthroposophie, Mazdaznan, Freimaurerei) geprägt war.

Im ersten Teil des Seminars suchen wir nach den esoterischen Bezügen im künstlerischen und kunsttheoretischen Schaffen der prominenten Bauhaus-Lehrer Johannes Itten, Wassily Kandinsky und Paul Klee. Im zweiten Teil untersuchen wir exemplarisch das Verhältnis von Anthroposophie und Kunst. Einleitend lernen wir Goethes Farbenlehre kennen, die einen wichtigen Bezugspunkt für Rudolf Steiner bildet. Anschließend lesen wir Texte Rudolf Steiners zu den esoterischen Grundlagen seines Menschen- und Weltbildes und seinen darauf aufbauenden kunsthistorischen, kunst- und farbentheoretischen Überlegungen.
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53024 Constructions of Orthodoxy and Heterodoxy in Islam

 Dozentin: Leyla Jagiella, M.A.

Seminar 2st, Do 16-18, GW I - S 93

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C6, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL A3, REL B1, REL D1; Kombifach RW-3, RW-5; M.A. Religionswissenschaft: R1

Anrechenbar für den zukünftigen Masterschwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen

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40316 Der Aufstand des Mahdi

 Dozent: Georg Leube, M.A. (Islamwissenschaft)
S 2st, Mo 12-14, GW I – S 124, Beginn: 7.4.2014

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL B; Kombifach RW-5; M.A. Religionswissenschaft: E3, E4

Inhalt: Wie kann man durch Apokalyptik politische Machtansprüche legitimieren?  In unserem Seminar zum mahdistischen „Aufstand" im Sudan Ende des 19. Jahrhunderts wollen wir uns zunächst die Entstehung eines islamischen apokalyptischen Instrumentariums im frühislamischen Syrien ansehen, bevor wir an der Dynastie der Fatimiden untersuchen, wie dieses Instrumentarium im 10. Jhdt. zur Gründung eines Gegenkalifats eingesetzt wurde. Danach wenden wir uns dem Aufstand des Mahdi im Sudan zu, um insbesondere in seinen Sendschreiben Rückgriffe auf Symbole, Phrasen und Muster des Endzeitinstrumentariums aufzuzeigen. Schließlich wollen wir die Außenwirkung des Aufstands des Mahdi im Sudan mit derjenigen der Revolte António Conselheiros im brasilianischen Sertao vergleichen: Wie wirkt die Apokalypse auf die zivilisierte Moderne?

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40317 Die ewige peripherie: Südostanatolien seit den frühislamischen Eroberungen

Dozent: Georg Leube, M.A. (Islamwissenschaft)
S 2st, Di 12-14, GW I – S 90, Beginn: 8.4.2014
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL B; Kombifach RW-5; M.A. Religionswissenschaft: E3, E4

Inhalt: Es gibt wohl nur wenige Regionen, die uns bis heute so vielstimmig entgegentreten, wie Südostanatolien. In unserem Seminar wollen wir den regionalen Fokus nutzen, um diese vielstimmigen Geschichten zu bündeln. So wollen wir mit den frühislamischen Berichten von der arabischen Eroberung Südostanatoliens beginnen und dann insbesondere übersetzte Quellen aus dem zeitlichen Umfeld der Kreuzzüge behandeln: Die verschiedenen Perspektiven auf Südostanatolien in arabischen, syrischen, lateinischen, griechischen, armenischen und persischen Geschichtserzählungen wollen wir mit einigen Fallstudien zu materieller Kultur, Stadtentwicklung und Wirtschaftsgeschichte bis in die Gegenwart fortführen. Je nach politischer Wetterlage ist im Anschluss an das Seminar eine Exkursion nach Diyarbakir, Mardin und Urfa angedacht.

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Altgriechisch I  (Vorbereitungskurs auf das Graecum)

 Dozentin: Christl Lobe (Lehrbeauftragte in der Alten Geschichte)

Ü 4 st, Zeit nach Absprache
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6

Inhalt: Die altgriechische Sprache erschließt wesentliche Quellentexte zur abendländischen Kultur. Die Auseinandersetzung mit Philosophen wie den Vorsokratikern, Platon und Aristoteles, Dichtern wie Homer, Sophokles und Euripides, Historikern wie Herodot und Thukydides sowie dem Neuen Testament und den griechischen Kirchenvätern kann mit den durch das Graecum erworbenen Kenntnissen vom Originaltext her wesentlich intensiver erfolgen. Darüber hinaus ist ein vollwertiges wissenschaftliches Arbeiten in Fächern wie Religionswissenschaft der Antike oder Alter Geschichte ohne entsprechende Griechischkenntnisse nicht denkbar. Als Übungsbuch dient das moderne Lehrwerk Hellas, das durch seine Fülle von Originaltexten aus weitgestreuten Themenbereichen bereits in der Lernphase gute Einblicke in die genannten Gattungen bietet. Streifzüge durch die griechische Kunst und Kultur sollen ferner antikes Selbstverständnis illustrieren. In zwei Semestern werden die nötigen Kenntnisse vermittelt; abschließend kann die Prüfung zur Erlangung des Graecums an einem Bayreuther Gymnasium abgelegt werden.

Literatur
Hellas, Lehrgang des Griechischen (Hg. F. Maier), Bamberg 1996, (CC. Buchners)
Hellas, Grammatik (Hg. F. Maier), Bamberg 1997 (CC. Buchners)

Rückfragen bei Frau Lobe: Tel. (0921) 3 58 32

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55100 Geschichte des Papsttums im Mittelalter II

Dozent:  Prof. Dr. Hannes Möhring (Mittelalterliche Geschichte)
V 2st, Do 12-14, GW II - H 27, Beginn: 10. April 2014
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C7

Inhalt: Diese Fortsetzung der Vorlesung vom WS 2013/14 will in erster Linie die Entwicklung des mittelalterlichen Papsttums als Institution aufzeigen. Sie umspannt dessen Geschichte vom Höhepunkt der päpstlichen „Weltherrschaft“ unter Gregor VII. (1073-1085), Innocenz III. (1098-1216) und Bonifaz VIII. (1294-1303) bis zum allmählichen Niedergang im Zeitalter der Renaissance. Kernpunkt ist das Papsttum, nicht die einzelnen Päpste. Allerdings treten einzelne unentbehrliche Gestalten in den Vordergrund, da eine Institution nur durch Menschen wirksam werden kann, aber sie sind nur ausführende Organe im Dienste der Idee, die durch die Institution verkörpert wird. Zweifellos gab es unter den Päpsten hervorragende Persönlichkeiten, als Träger des Amtes wurden sie jedoch von der Institution selbst geformt und geführt.

Begleitend zur Vorlesung wird ein Tutorium angeboten (Mi 16-17 Uhr)

Literatur:
Karl Augustin Frech, Reform an Haupt und Gliedern. Untersuchung zur Entwicklung und Verwendung der Formulierung im Hoch- und Spätmittelalter (Europäische Hochschulschriften, 510), Frankfurt am Main u. a. 1992;
Thomas Frenz, Das Papsttum im Mittelalter, Köln 2010; Horst Fuhrmann, Die Päpste. Von Petrus zu Johannes Paul II., München 1998;
Klaus Herbers, Geschichte des Papsttums im Mittelalter, Darmstadt 2012;
Bernhard Schimmelpfennig, Das Papsttum. Von der Antike bis zur Renaissance, 4. Aufl., Darmstadt 1996.

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55102 Das Verhältnis von Kaisertum und Papsttum in der politischen Theorie und Praxis des 14. Jahrhunderts

Dozent:  Prof. Dr. Hannes Möhring (Mittelalterliche Geschichte)
HS 2st, Mi 14-16, NW II - S 72, Beginn: 9. April 2013
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C7

Inhalt: Im Zentrum steht die Regierungszeit Ludwigs des Bayern (1314-1347), der 1328 nicht vom Papst, sondern von Vertretern des „römischen Volkes“ die Kaiserkrone empfing. Es geht um den in dieser Zeit zu beobachtenden Bruch mit allen bis dahin herrschenden Anschauungen über das Verhältnis der beiden höchsten Gewalten im christlichen Abendland, die sich damals gegenseitig der Ketzerei beschuldigten. Indem ein Beitrag zur Vorgeschichte der Trennung von Staat und Kirche geleistet werden soll, ist zugleich auch auf die damals sich entwickelnde Vorstellung vom Volk als wahrem Souverän und Eigner aller staatlichen Gewalt einzugehen.

 Voraussetzung für die Teilnahme am Hauptseminar ist die erfolgreiche Teilnahme an einem Tutorial zur mittelalterlichen Geschichte und die vorherige Anmeldung mit entsprechendem Nachweis im Sekretariat bei Frau Spitzel.

Literatur: Heinz Thomas, Ludwig der Bayer (1282-1347). Kaiser und Ketzer, Regensburg-Graz 1993;
Roland Pauler, Die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Karl IV. und den Päpsten. Italien als Schachbrett der Diplomatie, Neuried 1996; Heike Johanna Mierau, Kaiser und Papst im Mittelalter, Köln-Weimar-Wien 2010;
Jürgen Miethke und Arnold Bühler, Kaiser und Papst im Konflikt. Zum Verhältnis von Staat und Kirche im späten Mittelalter, Düsseldorf 1988;
Jürgen Miethke, De potestate papae. Die päpstliche Amtskompetenz im Widerstreit der politischen Theorie von Thomas von Aquin bis Wilhelm von Ockham, Tübingen 2000.

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55103 Das Bild des Islam in christlich-abendländischen Quellen des Mittelalters

Dozent:  Prof. Dr. Hannes Möhring (Mittelalterliche Geschichte)
Ü 2st, Mi 10-12, GW II - S 7, Beginn: 9. April 2014
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C7

Inhalt: Am Beispiel der Schriften des Petrus Venerabilis im 12. Jahrhundert, des Wilhelm von Tripolis im 13. Jahrhundert und des Nikolaus von Kues im 15. Jahrhundert soll eine Einführung in die christliche Polemik gegen die islamische Religion und deren Propheten Muhammad gegeben werden. In gemeinsamer Lektüre sollen den Aussagen christlichlateinischer Quellen über den angeblichen Betrüger bzw.„falschen“ Propheten Muhammad und die „Irrlehre“ des Islam Textstellen aus dem Koran, der Muhammad-Biographie des Ibn Ishaq und anderen arabischen Quellen (in dt. Übers.) vergleichend gegenübergestellt werden.

Die Teilnahme empfiehlt sich als Ergänzung zur Einführung in die islamische Geschichte vom WS 2013/14.

Literatur:
Nicolai de Cusa, Cribratio Alkorani. Sichtung des Korans, ed./trad. Ludwig Hagemann und Reinhold Glei, 3 Bde, Hamburg 1989-1993;
Petrus Venerabilis, Schriften zum Islam, ed./trad. Reinhold Glei, Altenberge 1985; Wilhelm von Tripolis, Notitia de Machometo. De statu Sarracenorum, ed./trad. Peter Engels, Würzburg – Altenberge 1992;
Norman Daniel, Islam and the West. The Making of an Image, 3. Aufl., Edinburgh 1966;
Ludwig Hagemann, Der Kur’an in Verständnis und Kritik bei Nikolaus von Kues. Ein Beitrag zur Erhellung islamisch-christlicher Geschichte, Frankfurt am Main 1976;
Stephan Hotz, Mohammed und seine Lehre in der Darstellung abendländischer Autoren vom späten 11. bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts. Aspekte, Quellen und Tendenzen in Kontinuität und Wandel, Frankfurt am Main u. a. 2002;
Hannes Möhring, Der andere Islam. Zum Bild vom toleranten Sultan Saladin und neuen Propheten Schah Ismail, in: Die Begegnung des Westens mit dem Osten, hg. von O. Engels und P. Schreiner, Sigmaringen 1993, S.131-155.

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40302 Einführung in das islamische Heilige Recht

Dozent: Prof. Dr. Rainer Oßwald (Islamwissenschaft)

Vorlesung 2st, Do 8-10, GW I - S 121

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C7

Anrechenbar für den zukünftigen Masterschwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen

Inhalt: Die Vorlesung führt in die Geschichte und Methodik des islamischen Rechts ein, das als umfassende Pflichtenlehre und Kernstück der islamischen Religion das Leben des Gläubigen auf allen Gebieten menschlichen Daseins regeln soll. Für die Teilnahme sind Grundkenntnisse der islamischen Religion und Geschichte empfehlenswert, aber nicht Voraussetzung.

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53031 Religion und Sexualität: zwischen Askese und Ekstase

 Dozentin: Marlen Rabl, M.A.

Seminar 2st als Blockseminar, 11.-13. April 2014, Vorbesprechung: 12. Februar 2014, 16.15 Uhr in S 6. Verbindliche Anmeldung bis spätestens 19.02.14 (bei der Vorbesprechung oder persönlich am Lehrstuhl).

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion A2, C5, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL B1, B2, REL C 1, C2; Kombifach RW-4, RW-5; M.A. Religionswissenschaft:  R3, G3; IWE SERG; Studium Generale

Inhalt: Die Themenfelder Religion und Sexualität haben mindestens eines gemein: sie sind und waren Stein des Anstoßes heftiger Debatten und Auseinandersetzungen und über die Jahrhunderte das Objekt von Emanzipierung und Entwicklungen. Und beide können als Teil der conditio humana, als Grundbedingung menschlichen Lebens gesehen werden. Wie gestaltet sich aber das Verhältnis von Religion und Sexualität? Welchen Blick werfen die unterschiedlichen Religionen auf die menschliche Sexualität, was wird als Norm definiert und wie wird mit Abweichungen umgegangen? In jeder Religion lassen sich sehr unterschiedliche Betrachtungsweisen zu diesem allzumenschlichen Themenkomplex finden - bisweilen sogar widersprüchlicher Art.

Dieses Seminar betrachtet Religion und Sexualität von seinen Extremen her und streift Themen wie Homosexualität und Transgender, aber auch spirituelle Sexualität und Enthaltsamkeit. Jüdische, christliche, muslimische, buddhistische, hinduistische und neureligiöse Positionen werden exemplarisch bearbeitet und so Aussagen und Umgangsweise mit sexueller Praxis (und Praktiken) gesammelt, die sich im Spektrum zwischen Askese und Ekstase bewegen.

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56405 Soziologie der Migration und Integration

Dozent: Bernd Rebstein, M.A.  (Religionssoziologie)
Seminar 2st, Mi, 14-16, Raum: Geo – S 25
Modulzuordnung:  B.A. Kulturwissenschaft/Religion B 1

Inhalt: Migration von Menschen über (wie auch immer gefasste) Grenzen ist längst ein globales Massenphänomen. Neue Formen von Transport und Kommunikation erleichtern (und fordern) neue Formen von Mobilität die jedoch häufig dem traditionellen Verständnis von Wanderung als »Arbeitsmigration«  entgegenstehen. Die Gründe für Migration sind heute ebenso vielfältig, wie deren konkrete Realisierung und Folgen. Vornehmliches Ziel dieses Seminars ist es deshalb, ein Schlaglicht auf die Praxis heutiger Wanderung zu werfen.
In der Veranstaltung werden wir zu Beginn verschiedene historische und neuere Ansätze der Migrationsforschung kennen lernen und diese gemeinsam kritisch hinterfragen. Im zweiten Teil wenden wir uns den konkreten Arbeitsfeldern der Migrationsforschung (zum Beispiel Alters- und Lifestylemigration, Heiratsmigration, undokumentierte Wanderung) zu und werden diese anhand einzelner Studien beispielhaft diskutieren. Darauf aufbauend wollen wir uns zuletzt mit Konzepten gesellschaftlicher Eingliederung (zum Beispiel Multikulturalismus, Assimilation, Integration) sowie Ab-/Ausgrenzung beschäftigen und dabei besonders auf die Frage eingehen, wie weit deren Erkenntnispotentiale reichen.

Literatur: Stausberg & Engler (Eds), The Routledge Handbook of Research Methods in the Study of Religion. Routledge (2012),
Kurth & Lehmann (Hg.): Religionen erforschen. Kulturwissenschaftliche Methoden in der Religionswissenschaft. Wiesbaden 2011,
Knoblauch: Qualitative Religionsforschung, UTB 2003.
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56408 Erving Goffman

Dozent: Bernd Rebstein, M.A. (Religionssoziologie)
Seminar 2 SWS, Do 08.30 – 10, RW - S 43
Modulzuordnung: M.A. G4

Inhalt: Im Seminar werden wir uns mit zentralen Schriften Erving Goffmans befassen. Seine Arbeit ist dabei nicht allein unter Soziologen bekannt, sondern wird weit über die Fachgrenzen hinaus gelesen und rezipiert. Im Mittelpunkt seines facettenreichen Werks steht die exakte Beobachtung menschlicher Interaktion. Thematisch erstreckt es sich von der Selbstdarstellung im Alltag (»Wir alle spielen Theater«) über den Umgang mit beschädigter Identität (»Stigma«), den Formen direkter Interaktion in der unmittelbaren Begegnung (»Interaktions­rituale«) und in der Öffentlichkeit (»Verhalten in öffentlichen Situationen«) und dem Überleben in totalen Institutionen (»Asyle«). Es enthält Auseinandersetzungen mit Spieltheorien (»Strategische Interaktion«), mit der Phänomenologie und dem Symbolischen Interaktionismus (»Rahmenanalyse«) sowie mit der aufkommenden ethnomethodologischen Konversationsanalyse (»Rede-Weisen«). Ein durchgängiges Interesse Goffmans stellt die Analyse von Interaktionsformen in sozialen Situationen dar sowie die Rolle, welche die jeweils Handelnden darin spielen (die »Interaktionsordnung«). Im Lektüreseminar wollen wir uns die Arbeiten Goffmans Stück für Stück erschließen und bezüglich ihrer Gegenwartsbedeutung diskutieren.

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55306 Terrorismus im 20. Jahrhundert

Dozent: Robert Schmidtchen (Neueste Geschichte)
Ü 2st, Dienstag 8-10 Uhr, GW II - S 8, Beginn: 15. April 2014
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C5, C7

Inhalt: Gewalt als furchtstiftendes Element zur Durchsetzung der eigenen Ziele ist keine spezifisch neue Erscheinung der jüngsten Vergangenheit gewesen. Aber erst im 20. Jahrhundert lassen sich Versuche ausmachen, Terrorismus straf- und völkerrechtlich näher zu fassen und zu definieren. Anhand von ausgesuchten Fallbeispielen widmet sich die Veranstaltung Formen des Terrorismus im 20. Jahrhundert. Dazu sollen auch Fragen nach den Beweggründen der Akteure, der Reaktion der Obrigkeit und den Folgen gestellt werden. Im Blickfeld stehen sowohl politisch als auch religiös motivierte Erscheinungsformen, als auch die Frage nach so genanntem ‚statesponsoredterror‘. Neben regelmäßiger Teilnahme ist die Übernahme eines Referates sowie das Erbringen einer zusätzlichen Leistung notwendig, um einen Schein zu erwerben (Bibliographie: 2 ECTS-Punkte/ mündliche Prüfung: 3 ECTS-Punkte/ Klausur: 4 ECTS-Punkte).

Literatur:
Hanhimäki, Jussi M. (Hg.): An international history of terrorism. Western and non-western experiences (Political Violence), New York, NY 2013.
Hoffman, Bruce: Terrorismus - der unerklärte Krieg. Neue Gefahren politischer Gewalt, Frankfurt/ Main 2008.

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56400 Gesellschaftstheorien   

 Dozent: Prof. Dr. Bernt Schnettler (Religionssoziologie)

Vorlesung 2st, Di 12 – 14, Raum: GW I – H 26
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion  C7; M.A. Religiöse Gegenwartskultur; EWS; IWE Modul SERG

 Inhalt: Antworten zu formulieren auf die Frage nach der Art von Gesellschaft, in der wir leben, gehört zu den Grundaufgaben sozialwissenschaftlicher Gegenwartsanalyse. In dieser Hinsicht verfolgt die  Veranstaltung zwei miteinander verbundene Ziele: Zum einen dient sie der Einführung in aktuelle soziologische Theorien. Dazu werden eine Reihe miteinander konkurrierender Ansätze vorgestellt (Systemtheorie, sozialwissenschaftliche Hermeneutik, Praxistheorien, Theorie des kommunikativen Handelns etc.) diskutiert. Zum zweiten wollen wir uns mit den aus der jeweiligen Perspektive dieser Theorien vorgenommenen Zeitdiagnosen und davon abgeleiteten Prognosen auseinandersetzen (»Weltgesellschaft«, »Erlebnisgesellschaft«, »Globalisierung, »Kolonialisierung«, »Individualisierung«, »Pluralisierung«, »reflexive Modernisierung«, »posttraditionale Vergemeinschaftung«).
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56402 Klassiker der Soziologie

 Dozent: Prof. Dr. Bernt Schnettler (Religionssoziologie)

Seminar 2 SWS, Mo 12 – 14, Raum: GW II - S 6

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C7

 Inhalt: Im Seminar werden wir uns mit der Lektüre klassischer soziologischer Texte befassen. Ziel der Veranstaltung ist es, die Fundamente soziologischen Denkens anhand zentraler Bezugstexte verschiedener soziologischer Traditionen kennen zu lernen. Dabei stehen die Werke jener Klassiker im Mittelpunkt, die vor allem den Beginn des Faches geprägt haben. Schon die Frage, welche Theoretiker in unserer Disziplin als ›Klassiker‹ bezeichnet werden dürfen, und welche Werke zu denjenigen zählen, die jede Soziologin und jeder Soziologe kennen muss, bietet ausreichend Anlass für Diskussionen. Angesichts der Vielfalt der Strömungen, Schulen, theoretischen Ansätze und Forschungsausrichtungen fehlte es der Soziologie bislang - sei es zu ihrem Nutzen oder Schaden - an einem verbindlichen Kanon. Gerade in den letzten Jahren hat es aber verstärkte Bemühungen gegeben, einen solchen Kanon zu formulieren. Das Seminar soll neben der Einführung in die Lektüre soziologischer Texte auch zur Reflexion über diese Grundlegungsbemühungen der Disziplin durch verbindliche Textkorpora dienen.

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56404 Society in Transformation: Spain / Gesellschaft im Wandel: Spanien    

 Dozent: Prof. Dr. Bernt Schnettler (Religionssoziologie)
Seminar 2 SWS, Mi 14 – 16, Geo - S 23
Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C5, C7, Erasmusstudierende

Inhalt: Spain stands out among European societies for its vertiginous social change throughout the recent decades since the end of Franco's Dictatorship and transition to democracy, which has served as a model for the later transformations of eastern European societies. The course will focus on the various dimension of social and political change which has transformed wide areas of social life in culture, politics, religion, and family in Spain, including themes like: The Spanish Civil War – National Catholicism and the role of the Church – Franco’s Death and transición – Central State and Regions – Modernization and Europeization – from emigrant to immigrant society – Spain and Latin America – Sociology in Spain.

Unter den Gesellschaften Europas zeichnet sich die spanische durch einen besonders akzentuierten Wandel aus. Seit dem Ende der Franco-Diktatur und der anschließenden transición hat die spanische Gesellschaft eine tiefgreifende Transformation durchlebt, der sich in zahlreichen Bereichen wie Kultur, Politik, Religion und Familie niedergeschlagen hat. Die Veranstaltung widmet sich den Ver­änderungen der spanischen Gesellschaft in den letzten Jahr­zehnten. Behandelt werden unter anderem: Der Spanische Bürgerkrieg – Nationalkatholizismus und die Rolle der Kirche – Das Ende der Franco-Diktatur und die transición – Zentralstaat und die Regionen – Modernisierung und Europäisierung – von der Emigrations- zur Immigrationsgesellschaft – Spanien und Latein­amerika – Soziologie in Spanien.

Spanish language skills are useful but not necessary. Course lan­guage will be either English or German, according to student's preference.

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56407 Analyse audiovisueller und verbaler Daten        

Dozent: Prof. Dr. Bernt Schnettler (Religionssoziologie)
Seminar 2 SWS, Do 16- 19, Prieserstraße 2, Videolabor
Modulzuordnung:  M.A. Forschungsqualifikationen

Inhalt: Das Seminar richtet sich an Studierende, die empirische Analysen durchführen. Voraussetzung zur Teilnahme sind Grundkenntnisse der interpretativen Sozialforschung sowie die Bereitschaft, kontinuierlich an der Analyse ausgewählter Daten zu arbeiten und mindestens einmal im Semester eigene Daten vorzustellen.

Voraussetzung: Besuch der Einführung in die empirische Sozialfor­schung und / oder ein weiteres Methodenseminar.

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56411 Videographie und Videoanalyse              

 Dozent: Prof. Dr. Bernt Schnettler (Religionssoziologie)
Seminar 2 SWS, Block, 10.–12.4.2014, jeweils 9–18 Uhr, Prieserstraße 2, Videolabor

Hinweis: Teilnahme nur nach Anmeldung bis 15. März 2014 an cultsoz@uni-bayreuth.de
Modulzuordnung: M.A. G5, Forschungsqualifikationen

Inhalt: Das Videoanalyseseminar richtet sich an Studierende, die die quali­tative Videoanalyse anhand eigener methodischer und praktischer Übungen erlernen wollen. Sie zielt insbesondere auf Graduierende und Doktoranden, die selbst videographisch forschen wollen. Die Erhebungen finden im Feld statt, die Auswertung im Videoanalyse-Labor. Es stehen 12 Plätze zur Verfügung. Studierende der Uni Bayreuth haben Vorrang. Das Angebot richtet sich darüber hinaus auch an externe Interessenten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Seminar erhalten eine Einführung in die interpretative Videographie. Das umfasst die Vermittlung der methodischen Grundlagen sowie die Erhebung, Analyse und Interpretation eigener Videodaten. Unter kompetenter Anleitung werden die gesamten Phasen eines videographischen Forschungsprozesses durchlaufen. Teilnahmevoraussetzung ist die aktive und kontinuierliche Beteiligung und die Bereitschaft, eigene Daten zu erheben. Grundkenntnisse der interpretativen Sozialforschung sind erforderlich.

Literatur: Heath, Hindmarsh & Luff (2010): Video in Qualitative Research: Analysing social interaction in everyday life. London: Sage; Knoblauch et al (eds., 2006), Video-Analysis. Methodology and Methods, Frankfurt am Main, New York (2nd edition 2009)

Zielgruppe: für Studierenden mit Vorkenntnissen in interpretativen Methoden (MA, Doktoranden)

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 55006 Lateingrundkurs I

Dozentin: Ursula Schönrich (Lehrbeauftragte, Alte Geschichte)

Ü 4st, Fr 8-12, RW - S 66, Beginn: 11.04.2014

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6

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55007 Lateingrundkurs II

Dozentin: Ursula Schönrich (Lehrbeauftragte, Alte Geschichte)

Ü 4st, Mo 8-12, RW – S 54, Beginn: 07.04.2014

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6

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53030 Judenfeindschaft, Antijudaismus, Antisemitismus, Antozionismus und Israelkritik – Begriffe und Diskurse

 Dozentin: Dr. Grit Schorch

Seminar 2st als Blockseminar, Ort und Zeit N.N.

Verbindliche Anmeldung am Lehrstuhl bis 15.04.2014!

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion A2, C5, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL C, REL D, REL F; Kombifach RW-4, RW-5; M.A. Religionswissenschaft: R1, R2, R3

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 53023  Religionsphänomenologie im aktuellen Diskurs

 Dozent: Stefan Schröder, M.A.

Seminar 2st, Di 16-18, NW III - S 136

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion A2, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL A1, A3, REL F (Mobilitätsfenster); M.A. Religionswissenschaft R1, R2

Inhalt: Die Religionsphänomenologie sieht sich innerhalb der Religionswissenschaft seit den 1960er Jahren zunehmend grundlegender, wissenschaftstheoretischer Kritik ausgesetzt. Einige Fachvertreter gehen bereits von ihrer Überwindung bzw. ihrem „Auslaufen“ (Günter Kehrer) aus. Dabei wird übersehen, dass nach wie vor regelmäßig Versuche unternommen werden, eine „Neustil-Phänomenologie“ (Jacques Waardenburg) zu konstituieren, welche die methodologischen Probleme ihrer klassischen Vorläufer lösen soll. Und selbst diese scheinen, wie aktuelle Yggdrasil-Debatten zeigen, eine ungeahnte Renaissance im religionswissenschaftlichen Diskurs zu erleben.

Ziel des Seminars ist es, zu einer Einschätzung der gegenwärtigen Rolle der Religionsphänomenologie innerhalb der Diskursgemeinschaft Religionswissenschaft zu gelangen. Nach einer kurzen Einführung in die Ursprünge der Debatte sollen dazu zentrale religionswissenschaftliche „Institutionen“ (z.B. Handbücher, Einführungsliteratur, etc.) auf ihre Darstellung und Einordnung der Religionsphänomenologie hin analysiert werden.

Literatur:
Cox, James L.: A guide to the phenomenology of religion. Key figures, formative influences and subsequent debates. London u.a. 2006.
Michaels, Axel (Hg.): Noch eine Chance für die Religionsphänomenologie? Bern u.a. 2001.
Schröder, Stefan: Darstellungen der Religionsphänomenologie in der deutschen religionswissenschaftlichen Einführungsliteratur. Ein Vergleich. In: ZjR 7 (2012). S. 20-39.

Zusätzliche Literaturvorschläge werden bei der ersten Seminarsitzung gegeben.

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53018  Grounded Theory für ReligionswissenschaftlerInnen

Dozenten: Stefan Schröder, M.A./ Christian Uhrig, M.A.

Seminar 2st, Mi 12-14, GW II - S 5

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B1, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL C, REL F (Mobilitätsfenster), Verzahnungsbereich: Qualitative Methoden; M.A. Religionswissenschaft: R3, G1, G4, G5; IWE Modul SERG

Inhalt: Ein induktiver Zugang gilt als wesentlicher Charakterzug der Religionswissenschaft. „Die Religionswissenschaft schließt […] von den konkreten Daten auf allgemeine Zusammenhänge – nicht umgekehrt“ (Bochinger 2004, S.207).  Im methodischen Bereich findet man dieses Forschungsprogramm nirgendwo so systematisch ausgearbeitet und konsequent umgesetzt wie in der Grounded Theory. Obwohl viele Religionswissenschaftler-Innen mit dieser Methode arbeiten, bleibt eine Reflexion der methodologischen Voraussetzungen und der expliziten Arbeitsschritte aber oftmals aus.
Nach einem Überblick zur Geschichte der Grounded Theory von ihrer Gründerzeit (Glaser/Strauss 1967) bis hin zu neueren Weiterentwicklungen (Breuer 2010; Strübing 2004) werden in diesem Seminar einzelne Charakteristika der Methode näher beleuchtet und in den Kontext religionswissenschaftlicher Methodendiskussionen und Forschungsarbeiten gestellt. Dabei soll die Methode auch anwendungsbezogen erlernt werden. Dazu sind kleinere Forschungsprojekte geplant.

Literatur:
Breuer, Franz: Reflexive Grounded Theory. Eine Einführung für die Forschungspraxis. Wiesbaden 2010.
Glaser, Barney G. und Anselm L. Strauss: The Discovery of Grounded Theory. Strategies for Qualitative Research. Chicago u.a. 1967. (deutsch als: Grounded Theory. Strategien qualitativer Forschung. Bern 1998.)
Mey, Günter (Hg.): Grounded Theory Reader. Wiesbaden 2011.

Zusätzliche Literaturvorschläge werden bei der ersten Seminarsitzung gegeben.

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53025  Giving and Taking in Religious Practices

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Proseminar/Hauptseminar 2st, Mo 8-10, GW II - S 5

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion A2, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft REL A2, A3, REL B1, REL D1, D2, Verzahnungsbereich V 2.1 (Forschungsgrundlagen); Kombifach RW-5; M.A. Religionswissenschaft R1, R2

Inhalt: This seminary deals with material transactions in religious contexts. On the basis of primary sources and secondary literature we take a look at a couple of cases such as „sacrifice“ or „charity“ and relate them to classical as well as more recent theories in cultural anthropology and sociology: How does giving and taking create social relationships? What patterns can be observed? Does giving and taking in religious settings constitute a special case?

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53026  Türkische Lektüre

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Proseminar/ Hauptseminar 2st, Di 10-12, GW II - S 7

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6, D1, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: Verzahnungsbereich V 2.3 (Quellenlektüre); M.A. Religionswissenschaft G5; Anrechenbar für den zukünftigen Masterschwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen

Inhalt: Dieser Sprachkurs richtet sich an Studierende, die ihre Grundkenntnisse im Türkischen anhand religionsbezogener Texte vertiefen möchten. Als Lektüre werden Auszüge aus Lehrwerken für den Religions- und Ethikunterricht („Din Kültürü ve Ahlak Bilgisi“) an staatlichen Schulen in der Türkei dienen. Die genauere Auswahl der Texte lässt sich an das sprachliche Niveau der Gruppe anpassen.

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53027  Einführung zum Islam

 Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Proseminar/ Hauptseminar 2st, Fr 10-12, GW II - S 6. Die Veranstaltung ist teilgeblockt. Absprache der Termine in der ersten Sitzung am 11. April.

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL B1, B2, REL D1, D2; M.A. Religionswissenschaft: R1, R2; Anrechenbar für den zukünftigen Masterschwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen;
IWE Modul SERG; Studium Generale

Inhalt: Entlang islamischer Konzepte aus den Bereichen religiöses Selbstverständnis, Rolle des Islams in der Welt, Rituale und religiöse Alltagspraxis erschließen wir uns in diesem Seminar Zugänge zu einer Auswahl islamischer Diskurse und Praktiken. Jedes Konzept wird dabei in verschiedenen religionsgeschichtlichen Kontexten betrachtet, so dass historische Entwicklungen und interne Differenzierungen sichtbar werden.

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53028  „Weltreligionen“ – was steckt dahinter

Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode

Proseminar/ Hauptseminar 2st, Do 10-12, NW I - S 35

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion A2, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL A2, A3, REL D1, D2, Verzahnungsbereich V 2.1 (Forschungsgrundlagen); M.A. Religionswissenschaft: R1, R2; Kombifach RW-5, IWE Modul SERG, Studium Generale

Inhalt: Der Begriff „Weltreligion“ ist vor allem in den Bereichen Bildung und interreligiöser Dialog weit verbreitet, ist häufiger Bestandteil in den Curricula theologischer Fakultäten und begegnet uns auch in der Religionswissenschaft. Bei Verwendung des Begriffes wird in der Regel von fünf Weltreligionen ausgegangen, denen bestimmte Gemeinsamkeiten zugeschrieben werden – eine wie auch immer begründete besondere Bedeutsamkeit, ein identischer Wesenskern, ein gemeinsames ethisches Fundament oder auch eine Form von „Gleichwertigkeit“. Im Seminar analysieren und vergleichen wir verschiedene Darstellungen zu den „Weltreligionen“ aus Religionswissenschaft, populärwissenschaftlichen Beiträgen und Medien und diskutieren schließlich neuere kritische Auseinandersetzungen mit diesen Diskursen.

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53012 Religionswissenschaftliche Theorie und Methode

Dozenten: Prof. Dr. Paula Schrode/ Dr. Markus Dressler, Kommentar siehe unter "Dressler"

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40303 Ausbreitung und Formen des Islam in Afrika, Teil 2

 Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Seesemann (Islamwissenschaft)

Vorlesung 2st, Mo 10-12, GW I - S 93

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C7

Inhalt: Dies ist die Fortsetzung der zweisemestrigen Veranstaltung zur Einführung in den Islam in Afrika. Der Fokus liegt auf einem historischen Überblick über den Islam in West- und Ostafrika. Für die Teilnahme sind keine Voraussetzungen erforderlich. Empfehlenswert ist jedoch, bereits die Veranstaltung „Einführung in die Frühgeschichte und Glaubenslehre des Islams“ besucht zu haben. Aktive Teilnahme beinhaltet die Bereitschaft zu regelmäßiger Lektüre von Quellen und Sekundärliteratur in deutscher und englischer Sprache.

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40304  Islamische politische Theorien

Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Seesemann (Islamwissenschaft)

Seminar  2st, Do 10-12, NW III – S 136, Beginn: 10. April 2014
Modulzuordnung:  B.A. und M.A. nach Absprache

Inhalt: Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über die Entstehung und Geschichte islamischer politischer Theorien von der Zeit des Propheten Muhammads bis in die Gegenwart. Besonderes Augenmerk gilt der Rolle Muhammads als Staatsmann, denn es war das Vorbild Muhammads, das in islamischen politischen Theorien als Leitlinie fungierte. Wir befassen uns weiter mit der ideologischen Begründung politischer Autorität im Kalifat der Umayyaden und Abbasiden, die zur Formulierung der „klassischen“ islamischen politischen Theorien führten. Darüber behandelt die Veranstaltung radikale Ausprägungen islamischen politischen Denkens, beginnend mit Ibn Taymiyya (gest. 1328) bis hin zu Sayyid Qutb (gest. 1966) und zeitgenössischen muslimischen Intellektuellen.

Erwartet werden die gründliche Vorbereitung der einzelnen Sitzungen durch Lektüre und die Vorstellung eines muslimischen politischen Denkers in einem kurzen mündlichen Vortrag. Weitere zu erbringende Leistungen werden den individuellen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen angepasst

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40306 Muhammad ibn Abd al-Wahab, Kitab al-Tawhid

Dozent: Prof. Dr. Rüdiger Seesemann (Islamwissenschaft)

Seminar 2st, Mi 10-12, RW - S 43

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion B4-B6; Erasmus-Studierende, Anrechenbar für den zukünftigen Masterschwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen

 Inhalt: This seminar, held in English, is devoted to the study of the Kitab al-Tawhid by Muhammad ibn  ‘Abd al-Wahhab (d. 1792), one of the most influential religious texts in Islam. We will read and discuss sections of the original Arabic version and expand our knowledge of the work and its background as well as its interpretation and reception by drawing on later commentaries and secondary literature. Good reading knowledge of Arabic is required. Participants are expected to be able to translate and understand the text with the help of a dictionary and make an oral presentation in class where they introduce the major ideas of Muhammad ibn ‘Abd al-Wahhab and later proponents of his school.

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53033 Religiöse Vielfalt in Afrika         Neu!

 Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies

Seminar 2st, Mo 14-16, teilgeblockt, Raum GW II - S 8, Beginn: 5. Mai 2014, Blöcke oder Doppelsitzungen im Juli

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C4, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL B, REL C; Kombifach RW-3, RW-4; IWE Modul SERG; Studium Generale

Inhalt: Am Beispiel unterschiedlicher religiöser Traditionen werden im Seminar wissenschaftliche Begriffe und Modelle diskutiert, die versuchen, das Mit-, Gegen- oder Nebeneinander dieser Traditionen in afrikanischen Gesellschaften zu fassen. Ziel ist, anhand der Lektüre klassischer und aktueller Texte, Einblick in einzelne religiöse Traditionen und die Interaktion zwischen ihnen zu gewinnen, theoretische Positionen zum Themengebiet »religiöse Vielfalt« kennenzulernen und den wissenschaftlich kritischen Umgang mir Begriffen wie Vielfalt, Pluralismus oder Synkretismus einzuüben.

Voraussetzung: Gute Lesekenntnis des Englischen unbedingt erforderlich.

Studienbegleitende Leistungen: Regelmäßige Teilnahme, wöchentliche Textlektüre und kleinere schriftliche Arbeiten

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53034 Religion und Entwicklung           Neu!

 Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies

Seminar 2st, Di 10-12, teilgeblockt, Raum NWi - S 37, Beginn: 6. Mai 2014, Blöcke oder Doppelsitzungen im Juli

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL D; Kombifach RW-53; M.A. R1, R2

Inhalt: Das Seminar beschäftigt sich mit den historischen, ideologischen und praktischen Zusammen-hängen zwischen Religion und Entwicklung. So werden missionarische Praktiken und Ideale des 19. Jahrhunderts beispielsweise oft als Vorläufer der heutigen Entwicklungshilfe betrachtet. Mitte des 20. Jahrhunderts galt Religion dann aber eher als Entwicklungshindernis, während heute vermehrt versucht wird, religiöse Positionen in Entwicklungsprojekte zu integrieren. Ziel des Seminars ist es, solch unterschiedliche Verknüpfungen zwischen Entwicklung (Entwicklungsgedanke, Entwicklungs-kooperation) und Religion (religiöse Akteure und ihre Praktiken, Heils- und Gesellschaftsvorstell-ungen) zu ermitteln, aktuelle Argumentationsmuster für »religiöse Entwicklungspraxis« zu analysieren und über mögliche Folgen zu diskutieren.

Organisatorisches: Studienbegleitende Leistungen: wöchentliche Textlektüre, kleinere schriftliche Arbeiten und Kurzreferat (z.B. Vorstellung einer Organisation o.ä.).

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40309 Die islamische Überlieferungsliteratur

Dozent: Dr. Hans-Thomas Tillschneider (Islamwissenschaft)

Seminar 2st, Di 14-16, RW - S 45

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion C 7; Anrechenbar für den zukünftigen Masterschwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen

Inhalt: In der klassisch-islamischen Rechtsquellenlehre gilt die Überlieferung vom Propheten Muhammad neben dem Koran als zweitwichtigste Rechtsquelle. In Wahrheit aber ist sie sowohl für das islamische Recht als auch für die allgemeine Lebensgestaltung der Muslime weitaus bedeutender als der Koran, zumal auch der Koran selbst durch die Prophetenüberlieferung ausgelegt wird. Das Seminar gibt einen ersten Überblick über Eigenart, Themenspektrum, Verwendung und Genese dieser Gattung der islamischen Literatur und geht dabei auch auf die Geschichte ihrer Erforschung innerhalb der Orientalistik ein. Arabischkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Voraussetzung ist allerdings die regelmäßige Lektüre deutscher und englischer Texte sowie eine aktive Teilnahme.

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53019  Religion in rechtsextremistischen Medien

 Dozenten: Christian Uhrig, M.A./ PD Dr. Sonja Strube

Proseminar/ Hauptseminar 2st, Di 12-14, GW II - S 7, teilgeblockt, Block mit Frau Dr. Strube am 5./6. Juli 2014

Modulzuordnung: B.A. Kulturwissenschaft/Religion A2, B1, C5, C7; B.A. Kultur & Gesellschaft: REL A, REL B, REL C; M.A. Religionswissenschaft: R3, G3, G4, G5; Kombifach RW-4; IWE Modul SERG

Inhalt: Fragt man nach Religion innerhalb rechtsextremer oder rechtskonservativer Kreise findet man oftmals eine Assoziation mit dem Thema Neuheidentum im Allgemeinverständnis der Öffentlichkeit. Diese Verknüpfung resultiert aus dem Germanenkult des Dritten Reiches. In Teilen der wissenschaftlichen Literatur wird von einer ungebrochenen Affinität der deutschen Rechten zum Thema Heidentum ausgegangen. Wenn allerdings rechtsextremistische Medien näher analysiert werden, fällt auf, dass vermehrt eine Hinwendung der europäischen Rechten zum Christentum stattfindet. Dieses Bekenntnis beinhaltet meist eine deutliche Kritik und Ablehnung des Islams. Der radikalste Ausdruck dieser Position spiegelt sich in den Anschlägen des norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik wider. Abseits von solchen extremen Ereignissen findet eine rege Auseinandersetzung über die angesprochenen Themen innerhalb von Zeitungen, Zeitschriften und Internetforen der Rechten statt.

Das Seminar ist teilgeblockt und beinhaltet einen Wochenendtermin am 5./6. Juli 2014. Dieser Wochenendtermin wird gemeinsam mit PD Dr. Sonja Strube geleitet, welche sich intensiv mit dem Thema Rechtsextremismus innerhalb der Kirchen beschäftigt hat. Wir erarbeiten in dem Seminar ein grundlegendes Verständnis des Themas Rechtsextremismus, betrachten die Geschichte „rechter Religion“ und setzen uns mit Methoden der Dokumentenanalyse auseinander. Das Blockseminar wird zum Teil durch selbstständige Analysen der Teilnehmer gestaltet.

Literatur:
Junginger, Horst: Paganismus und Indo-Germanentum als Identifikationselemente der Neuen Rechten, in: Puschner, Uwe, Großmann, G. Ulrich (Hg.): Völkisch und national, Zur Aktualität alter Denkmuster im 21. Jahrhundert, Darmstadt 2009, S. 280-290.
Pinn, Irmgard: Right-Wing Movements, Islam, and the Media. The Influence of the Media on Ethnic- Religious Integration in Europe, in: Hafez, Kai (Hg.): Mass media, politics, and society in the Middle East, Cresskill NJ 2001, S. 89-104.
Strube, Sonja Angelika: Rechtsextremen Tendenzen begegnen. Handreichung für Gemeindearbeit und kirchliche Erwachsenenbildung, Freiburg u.a. 2013.

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Lehrveranstaltungen für das Wahlpflichtmodul Religionspädagogik im M.A. Religionswissenschaft, Schwerpunkt Bildung und Erziehung

FÜR ALLE VERANSTALTUNG DER PÄDAGOGIK IST EINE ANMELDUNG ÜBER ELASENS ERFORDERLICH: www.elasens.uni-bayreuth.de

52000 Bildung im Kontext der Weltgesellschaft

Dozentin: Prof. Dr. Iris Clemens (Allg. Pädagogik)

Vorlesung 2st, Di 16-18, Raum: GW I - H 26

Modulzuordnung: M.A. B 1

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52003 Interkulturalität als Bedingung von Bildungsprozessen

Dozentin: Prof. Dr. Iris Clemens

Seminar 2st, Mi 14-16, GW II - S 5

Modulzuordnung: M.A. B 1

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52100 Einführung in die Schulpädagogik

Dozent: Prof. Dr. Ludwig Haag (Schulpädagogik)

Vorlesung 2st, Mo 10-12, Raum: NW I - H 13

Modulzuordnung: MA B1

Inhalt: In der Vorlesung soll eine Einführung in das Fach Schulpädagogik gegeben werden. Schulpädagogik ist die Wissenschaft von den Erziehungs-, Bildungs-, Lehr-, Lern-, Entwicklungs- und Sozialisationsprozessen in der Schule. Damit wird deutlich, dass viele Bereiche ineinander greifen müssen, wenn in der Schule erfolgreich gelernt werden soll.

Literatur: Apel, H. J. & Sacher, W. (Hrsg.). (2009). Studienbuch Schulpädagogik. 3. Auflage. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Am Ende des Semesters ist eine Anmeldung zur Klausur in flexnow erforderlich. Termin wird in der Veranstaltung bekannt gegeben!

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Lehrveranstaltungen für das Wahlpflichtmodul Islamische Religionspädagogik

Anmeldung zu Lehrveranstaltungen, Rückfragen, Absprachen, Vereinbarung einer Sprechstunde ausschließlich bei Prof. Harry Harun Behr, email: harry.behr@fau.de

Alle Lehrveranstaltungen finden, sofern nicht anders angegeben, in der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg in Raum V 00.003, Dutzendteichstraße 24, Nürnberg statt.
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Der Islam – Lehren, Kulturen, Lebensstile (Harry Harun Behr)

 Vorlesung, 2st, Di 17:30-19:00 Uhr, Raum V 01.005

Modulzuordnung: M.A. B2

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Kommentar: Es ist kaum möglich, das Phänomen „Islam“ umfassend und abschließend zu definieren. Das liegt zum einen an den reichen theologischen und philosophischen Schulen des Islams, wie sie sich in der islamischen Ideen- und Kulturgeschichte herausgebildet haben. Zum anderen liegt das an der Volatilität der sozialen Felder, in denen sich der Islam als Gegenwartskultur und Lebensstil herausbildet, und zwar mit den jeweilig differenten kulturellen Ausprägungen. In dieser Vorlesung wird dieses Konglomerat nach theologischen, kulturhistorischen bzw. kulturgeografischen und religionsgeschichtlichen, nach soziologischen und auch pädagogischen Kriterien sortiert.

Lektüreempfehlung
Behr, H. H.: Die anderen fünf Säulen des Islams. Zu normativen Dimensionen des Islamischen Religionsunterrichts. Zeitschrift für die Religionslehre des Islam (ZRLI), Heft 4 2008, Jg. 2. Nürnberg 2008. Seiten 7 ff. (Diese Zeitschrift steht zum Download unter www.izir.de zur Verfügung.)
Behr, H. H.: Integration, Islamunterricht und Koran. Zeitschrift für die Religionslehre des Islam (ZRLI), Heft 9 2011, Jg.5. Nürnberg 2011. Seiten 7 ff. (Diese Zeitschrift steht zum Download unter www.izir.de zur Verfügung.)
Bobzin, Hartmut: Der Koran. Beck: München 2004.
Rohe, Mathias: Der Islam – Alltagskonflikte und Lösungen. Herder: Freiburg 2001.
Ruthven, Malise: Der Islam. Eine kurze Einführung. Reclam: Stuttgart 2000
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Islamischer  Unterricht im Zeitalter von Google und Facebook (Amin Rochdi)

Seminar, Blockveranstaltung, 2 SWS, Fr.-So., 11.-13. April 2014, Raum V 00.003

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2

Kommentar: Möglichkeiten und Grenzen des Lernens im Islamischen Unterricht an konkreten Beispielen unter Anwendung von Web 2.0.
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Gerechtigkeit – islamische und christliche Perspektiven (Andrea Roth,  Fahimah Ulfat)

Seminar, interdisziplinäre Blockveranstaltung, 2 SWS, Fr.-So., 25.-27. April 2014, Raum St. Paul V 01.005

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2

Kommentar: Das Seminar bietet didaktisch-methodische Zugänge zum Thema „Gerechtigkeit“ aus islamischer und christlicher Perspektive und verbindet dabei theologische, pädagogische und fachdidaktische Aspekte. Die Anmeldung erfolgt von Samstag, 1.2.2014 bis Montag 31.3.2014 über mein campus; Gasthörer und Zertifikatsstudierende können sich via fahimah.ulfat@fau.de oder andrea.roth@fau.de anmelden. Da auf eine möglichst ausgewogene Zahl christlicher und muslimischer TeilnehmerInnen Wert gelegt wird, sind die „Kontingente" jeweils beschränkt.
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Islam und Pädagogik (Harry Harun Behr, Fatimah Ulfat,  Amin Rochdi)

Seminar, Blockveranstaltung, 2 SWS, Do.-So., 01.-04. Mai 2014, Villa St. Paul

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2

Kommentar: Dieses Seminar wird, in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg Islamische Theologie der Stiftung Mercator, im Stile eines Symposiums durchgeführt (Impulsreferate, Diskussionen). Es umfasst Fachbeiträge zu Islam und Pädagogik sowie Unterrichtsmitschau in Schule und Moschee.
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Muslimische Erinnerungsgemeinschaft. Interdisziplinäres Seminar (Rochdi, Krause)

Seminar, Blockveranstaltung, 2 SWS, Do.-So., 09.-11. Mai 2014, Ort n. V.

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2

Kommentar: Das interdisziplinäre Seminar zur Didaktik der Geschichte und der Islamischen Religionslehre wird in Kooperation mit der Nürnberger Begegnungsstube Medina e.V. durchgeführt. Es führt in museumspädagogische Konzeptionen und den Themenkomplex „Islamische Geschichte“ ein und hat zum Ziel, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe Museumsführungen zu konzipieren. Um im Vorfeld Fachliteratur zur Thematik und einen Seminarplan den Studierenden zukommen zu lassen, wird von den Dozenten eine verbindliche Anmeldung zum Seminar bis zum 4. April 2014 erbeten.
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Orte der Andacht (Amin Rochdi)

Seminar, Blockveranstaltung, 2 SWS, Fr.-So., 23.-25. Mai 2014, Raum V 00.003

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2

Kommentar: Diese Veranstaltung widmet sich der urbanen Verortung religiöser Gemeinschaften.

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Islam und Gewaltdiskurs (Harry Harun Behr)

Seminar, Blockveranstaltung (2 zusammengehörige Termine), 2 SWS

Teil 1: Fr.-So., 04.-06. Juli 2014, Raum V 00.003

Teil 2: Fr.-So., 11.-13. Juli 2014, Raum V 00.003

Anrechnung: Nur nach Teilnahme an beiden Teilen, ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2

Kommentar: Dieses Seminar widmet sich dem Themenkomplex Religion und Gewalt mit besonderem Bezug zu Islam und gegenwärtigen Gewalt-Diskursen. Der Blick richtet sich dabei  auf religionswissenschaftliche und theologische Aspekte sowie auf Herausforderungen in pädagogischen Situationen.

Zur Lektüre empfohlen:
Kippenberg, H. G.: Gewalt als Gottesdienst. München, C.H.Beck 2008
Kippenberg, H. G. und Tilman Seidensticker (Hg.): Terror im Dienste Gottes. Frankfurt, Campus, 2004
Berger, K., Harald Herholz und Ulrich Niemann (Hg.): Das Böse aus der Sicht des Islam. Regensburg, Pustet, 2009.
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Fachdidaktisches Praktikum Islamische Religionslehre (Amin Rochdi)

Praktikum, Einzeltermine nach Vereinbarung, 2 SWS

Werner-v.-Siemens Realschule, Erlangen

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2

Kommentar: In Kombination von Hospitation und eigenem Unterrichtsversuch werden fachdidaktische Prinzipien des Islamischen Religionsunterrichts eingeübt.
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Praktikumsbegleitkurs Fachdidaktik des Islams (Amin Rochdi)

Praktikum, Einzeltermine nach Vereinbarung, 2 SWS

Werner-v.-Siemens Realschule, Erlangen

Anrechnung: Teilnahme ohne Prüfungsleistung 2 CP, mit Prüfungsleistung 3 CP bzw. abweichende Anrechnung gemäß der jeweiligen Studienordnung

Modulzuordnung: M.A. B2
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