Lehrangebot der Religionswissenschaft im Sommersemester 2017
Masterstudierende

(Stand: 12.05.2017)
(Bitte beachten Sie, dass sich noch Änderungen ergeben können!)

    

   

53006 Forschungswerkstatt und Doktorandenseminar (teilgeblockt)
Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger
Hauptseminar, 2 SWS, Mi. 14:00-16:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 26.04.2017, teilgeblockt, Blöcke voraussichtlich Fr./Sa. mit Doktorandenseminar
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur F1, F2, F3, F4

Inhalt: Die Forschungswerkstatt begleitet die Konzeption und Durchführung eigenständiger Forschungsarbeiten der Studierenden im Bereich der religiösen Gegenwartskultur. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an selbst erhobenen Daten im Rahmen der qualitativ-empirischen Religionsforschung. Daneben steht die Auseinandersetzung mit Methoden, die für die jeweiligen Projekte relevant sind, und mit Forschungsbeispielen. Es handelt sich um eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden der Schwerpunkte „Religiöse Gegenwartskult“.

Studierende aus dem BA-Studiengang Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion, die schon 150 ECTS-Punkte absolviert haben, können sich die Teilnahme für den späteren Master-Studiengang anrechnen lassen.
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53018 Religiöse Pluralisierung: Phänomene, Implikationen, Herausforderungen für Staat und Gesellschaft
Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger
Hauptseminar, 2 SWS, Mi. 10:00-12:00 Uhr, Raum: NW II - S 78, Beginn: 26.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4, G6, G7

Inhalt: Religiöse Pluralisierung ist ein wesentliches Kennzeichen moderner Staaten und Gesellschaften in Europa und Nordamerika. Sie ist charakterisiert durch zwei gegenläufige Entwicklungen: Zum einen der Zunahme religiöser Vielfalt infolge weltweiter Migrationsbewegungen, Reisetätigkeit und globalisierter Informationen über Religionen, zum anderen durch den Rückgang der in den europäischen Gesellschaften früher vorherrschenden kirchlich-christlichen Bindungen. Obwohl es schon immer ein Nebeneinander unterschiedlicher religiöser Traditionen und Bewegungen gab (s. dazu das parallele Seminar, gemeinsam mit Prof. Berner, zur Europäischen Religionsgeschichte), herrscht bis heute vielerorts die Vorstellung, es handle sich um vorrangig oder gar ausschließlich christlich geprägte Gesellschaften. Dies spiegelt sich auch im Verhältnis der betreffenden Staaten zu den Religionsgemeinschaften, etwa der rechtlichen Privilegierung bestimmter Religionsgemeinschaften im Blick auf den schulischen Religionsunterricht, die Theologen-Ausbildung, der Beteiligung an Ethikräten etc. Gleichzeitig bestehen in vielen Religionen einschließlich des Christentums exklusive Ansprüche, die sich nur bedingt mit religionspluralen Vorstellungen verbinden lassen.

Im Seminar werden unterschiedliche Positionen in dieser Debatte aus religionswissenschaftlicher Perspektive analysiert und aufeinander bezogen. Im zweiten Teil des Seminars wird es dann um die Frage gehen, wie die Religionswissenschaft als Fach damit umgehen kann.

Literatur:
- Christoph Bochinger: „Ist religiöse Vielfalt etwas Gutes? Pluralismus und Pluralität in der Religionswissenschaft“, in: Afe Adogame, Magnus Echtler, Oliver Freiberger (Hg.), Alternative Voices. A Plurality Approach for Religious Studies, Göttingen 2013, 285-307.
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53025 Normativität in der Religionswissenschaftlichen Arbeit
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Benedikt Erb, M.A.
Hauptseminar, 2 SWS, Di. 14:00-16:00 Uhr, Raum: RW II - S 47, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3

Inhalt: Die Heranführung an die religionswissenschaftliche Fachidentität beinhaltet prominent die (auf die Abgrenzung zur Theologie abzielende) Selbstvergewisserung, Religionswissenschaft erforsche den Gegenstand Religion von einem (in religiöser Hinsicht) nicht-normativen Standpunkt aus. Diese Position wurde bisweilen auch als methodologischer Agnostizismus beschrieben und gilt – je nach religionswissenschaftlichem Standort – häufig als so selbsterklärend, dass sich jegliche Diskussionen darüber erübrigen. Tatsächlich zeigen aber innerfachliche Debatten gleichwie gesellschaftspolitische Erwartungen an das Fach immer wieder aufs Neue, dass diese Position nicht-normativer Religionswissenschaft keineswegs selbstverständlich oder gar unstrittig ist. Es lohnt sich also, der Frage nach Normativität in der religionswissenschaftlichen Arbeit über das einfache Postulat einer nicht-normativen Religionswissenschaft hinaus nachzugehen. So kann sie beispielsweise eine Rolle spielen, wenn eine gesellschaftspolitische Expertise der Religionswissenschaft gewünscht ist, sie zieht sich aber auch stets durch Forschungsdesigns und Fragestellungen der Religionsforschung und spielt insbesondere in der außerakademischen Berufsfindung religionswissenschaftlicher AbsolventInnen eine Rolle. Darüber hinaus ist die Religionswissenschaft – wie jede wissenschaftliche Disziplin – einer generellen wissenschaftlichen Normativität unterworfen, was z.B. den Umgang mit empirischen Daten, bereits vorhandenem Wissen etc. angeht, aber auch in ihrem grundlegenden epistemologischen Paradigma als kritische Wissenschaft. Auch diese Ebene der Normativität ist nicht so selbstverständlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, wie z.B. Debatten über postkoloniale Ansätze etc. zeigen.

Das Seminar widmet sich diesen Aspekten religionswissenschaftlicher Selbstverständigung und geht verschiedenen Fragen und Konfliktfeldern im Verhältnis von Normativität und religionswissenschaftlicher Arbeit nach: Woher kommt die Idee einer Spannung zwischen Normativität und (Religions-)Wissenschaft? In welchen Bereichen religionswissenschaftlicher Tätigkeit ist diese Spannung besonders virulent? Wie kann damit umgegangen werden? Inwiefern kann sich Religionswissenschaft von normativen Rahmenbedingungen frei machen? Welche Bedeutung hat dabei die Unterscheidung von angewandter und grundlagenforschender Religionswissenschaft?
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53023 Sozialwissenschaftliche Theorien der Kultur
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Prof. Dr. Gabriele Cappai
Hauptseminar, 2 SWS, Mo. 16:00-18:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 08.05.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G5

Inhalt: Soziologische Theorien der Kultur bilden das Fundament der sozialwissenschaftlich gegründeten Kulturwissenschaften. In der Religionswissenschaft wurden sie insbesondere seit  der so genannten „Kulturwissenschaftlichen Wende“ in den 1980er Jahren breit rezipiert. Im ersten Teil des Seminars befassen wir uns mit grundlegenden soziologischen Theorien der Kultur, im zweiten Teil mit ihrer Rezeption in der Religionswissenschaft und verwandten Wissenschaften.

Literatur: Wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.
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53004 Wohltätigkeit und sozialer Ausgleich: Konzepte und Praktiken im Islam - (English on demand: Charity and reallocation: concepts and practices in Islam)
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Hauptseminar, 2 SWS, Fr. 10:00-12:00 Uhr, Raum: GW II - S 6, Beginn: 28.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4; Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I1, I2, I3, I4, I5, I6
Voraussetzung: Das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich im Rahmen des Studiums bereits mit islambezogenen Themen auseinandergesetzt haben.

Inhalt: In der frühen Geschichte des Islams haben sich Praktiken von Wohltätigkeit, Umverteilung und sozialem Ausgleich etabliert, die kanonisiert wurden und von Muslimen als religiöse Pflichten verstanden werden. Ausgehend von einer historischen Perspektive auf Traditionen wie zakāt (Solidarabgabe) und Opfer widmen wir uns im Seminar vor allem deren gegenwärtigen Adaptionen: In welche größeren gesellschaftlichen Projekte werden diese Traditionen eingebunden? Mit welchen Bedeutungen und Visionen werden sie verknüpft, und wie verhalten sie sich zu sonstigen sozialen Praktiken?
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53019 „Devotionsorte“ und ihre Religionsgeografie: Schreine, Wallfahrtsorte und Pilgerstätten von Oberfranken bis Westasien
Dozent: PD Dr. Robert Langer
Hauptseminar, 2 SWS, Do. 14:00-15:30 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 27.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G1, G2, G3, G4, G6, G7; Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I1, I2, I3, I4, I5, I6

Inhalt: Orte und räumliche Verhältnisse sind nicht erst seit dem sogenannten 'spatial turn' im Focus religionsbezogener Forschungen. Je nach religiösem Kontext haben Pilgerfahrten, wie beispielsweise christliche nach Jerusalem oder islamische nach Mekka, lokale Wallfahrten und natürlich die damit verbundenen Devotionsorte immer wieder Interesse hervorgerufen. So haben bereits in den 1960er und 70er Jahren Volkskundler und theologische Wallfahrtsforscher wichtige Forschungen vorgelegt und sich dabei auch um systematische Terminologien für religiös motivierte Raumbewegungen und Devotionsorte, einschließlich ihrer Gestaltung und Ausstattung, verdient gemacht. Daneben existiert das Feld der Religionsgeografie, die einen wertvollen methodischen Zugang für ReligionswissenschaftlerInnen bereitstellen kann. Unter Berücksichtigung jüngerer theoretischer Überlegungen zu 'Raum und Ort', auch unter dem Schlagwort 'Religionstourismus', soll das Seminar in dieses Themenfeld einführen. Dabei werden ausgewählte Beispiele herangezogen, die von Oberfranken (evtl. mit Exkursion) bis nach West-Asien reichen, wobei ein Schwerpunkt auf dem muslimischen Balkan, Anatolien (lokaler Islam, Aleviten), Mesopotamien (Yeziden) und Iran (Schiiten, Yaresan/Ahl-e Haqq, Zarathustrier, Juden) liegen wird.
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53016 Politischer Islam und Islamismus in Südasien
Dozentin: Leyla Jagiella, M.A.
Hauptseminar, 2 SWS, Do. 12:00-14:00 Uhr, Raum: RW II - S 44, Beginn: 27.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I1, I2, I3, I4, I5, I6

Inhalt: Wenn von islamistischen Bewegungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts gesprochen wird, dann fällt oft der Begriff der „Taliban“. Diese politisch-religiöse Bewegung, die aus den Quranschulen Nord-Pakistans hervorging, hat eine Vorgeschichte in der indischen Deobandi-Bewegung und im südasiatischen muslimischen Widerstand gegen die britische Kolonialmacht des 19. Jahrhunderts, gewann jedoch erst durch die globalen Setzungen des Kalten Krieges ihre uns heute bekannte Bedeutung. Ähnlich gingen auch zahlreiche andere islamistische Bewegungen aus dem muslimischen Milieu der Kolonialzeit hervor und positionierten sich vielfältig in den politischen Diskursen Pakistans, Indiens und Bangladeschs. Von extremistischen Bewegungen, die Anschläge auf Schi’iten und Sufischreine verüben, bis zu Parteien, die an den parlamentarischen Demokratien der drei Länder teilnehmen. Das Seminar soll einen Einblick in dieses komplexe Feld vermitteln.
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53003 „Hayırseverlik“ - Türkische Quellentexte zu Wohltätigkeit im Islam
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Hauptseminar, 2 SWS, Di. 10:00-12:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G8, G9; Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I9
Voraussetzungen: Türkischkenntnisse, die zur Lektüre auch komplexerer Texte befähigen.

Inhalt: Ergänzend zu dem Seminarangebot zu Konzepten und Praktiken der „Wohltätigkeit“ und des sozialen Ausgleichs im Islam werden in diesem Lektüreseminar türkische Originalquellen zu diesen Themenfeldern gelesen. Mit der Lektüre sollen religiöse Terminologien erarbeitet sowie spezifische religiöse Textgattungen kennengelernt werden.
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53014 Aktuelle Forschung zu islamischen Gegenwartskulturen (zugleich Forschungswerkstatt)
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Hauptseminar, 2 SWS, Mo. 08:30-10:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 08.05.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I10 

Inhalt: In diesem Kurs stellen wir uns gegenseitig neuere Studien zu religiösen Entwicklungen im gegenwärtigen Islam vor, wobei sowohl inhaltlich (etwa in Bezug auf geographische Regionen oder Milieus) als auch in Hinblick auf unterschiedliche Forschungsansätze ein gewisses Spektrum abgedeckt werden soll. Studierende in der Abschlussphase des M.A.-Schwerpunkts islamische Gegenwartskulturen haben zugleich die Möglichkeit, ihre eigenen Arbeiten zur Diskussion zu stellen und innerhalb des Seminars weiterzuentwickeln.

Das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich im Rahmen des Studiums bereits mit islambezogenen Themen auseinandergesetzt haben.
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53026 Ethnographische Methoden der Religionsforschung
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Hauptseminar, 2 SWS, Di. 10:00-12:00 Uhr, Raum: RW II - S 43, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G1, G2, G3, G8, G9; Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I7;  Schwerpunkt Afrika A4

Inhalt: Dieses Seminar baut auf den Kurs Grundlagen sozialwissenschaftlicher Religionsforschung auf und führt in spezifische Methoden der religionswissenschaftlichen Feldforschung ein – in sogenannte ethnographische Methoden. Im Seminar wechseln sich Lektüre und kleinere Übungseinheiten ab. In Bezug auf religionswissenschaftliche Forschungsfelder lesen und diskutieren wir über Formen der teilnehmenden Beobachtung, unterschiedliche Arten der Gesprächsführung (Interviews) und über Positionen und Rollen der Forschenden im/zum Feld sowie Fragen der Forschungsethik. In Übungen erproben Sie Methoden und verfassen kurze Forschungsberichte dazu. Ziel ist es, einen Einblick in ethnographische Methoden zu erhalten und über Textlektüre und Methodenübungen die Einsatzbe­reiche, Möglichkeiten und Grenzen ethnographischer Methoden in der Religionsforschung kennenzu­lernen.
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53013 Forschungswerkstatt: Research on religion: fields, methods, and datat analysis
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Hauptseminar, 2 SWS, Di. 16:00-18:00 Uhr, Raum: GW II - S 6, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G1, G2, G3; Schwerpunkt Afrika A4, A5

Inhalt: Our „research workshop” addresses MA Students in Religious Studies with a focus on Africa and beyond. Its purpose is to support students in the design and realization of their research projects, and to discuss theoretical and methodological questions arising at the different stages of research. On the basis of selected texts and the presentations of the participants, we will discuss for example methods of qualitative data collection, as well as strategies of data analysis. The aim is to tackle the specific problems the participants face in research design and research practice, and to give the participants the opportunity to discuss these with their fellow students and with reference to the reading.

This course is open to all MA students and PhD candidates who work on religion; it is required for MA students with focus on Africa.
Working language is English but contributions in French and German are also welcome.
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53027 Zur Materialität von Religion
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Hauptseminar, 2 SWS, Mo. 14:00-16:00 Uhr, Raum: RW II - S 45, Beginn: 08.05.2017
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3; Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4, G6, G7; Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I3, I5;  Schwerpunkt Afrika A2, A3; Afrika in der Welt Modul C, D1, D2, D3;

Inhalt: Das Thema der diesjährigen Tagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) in Marburg lautet „Medien – Materialität – Methoden“. Damit greift die Tagung aktuelle Debatten um eine viel diskutierte (neue) Richtung in der Religionswissenschaft auf. Das Seminar führt in diese Debatten zur Materialität von Religion ein und verortet sie in der umfassenderen Diskussion um Materi­alität und den material turn in den Kultur- und Sozialwissenschaften. Im Seminar lesen und diskutie­ren wir sowohl Texte zu theoretischen Fragen als auch zu Forschungsarbeiten im Bereich materiale Religion und Religionsästhetik. Das Seminar hat mehrere Ziele:
Erstens möchte es einen Einblick in die Diskussion und das Forschungsfeld geben.
Damit soll zweitens eine Exkursion zur DVRW Tagung in Marburg inhaltlich vorbereitet werden (13.-16. September 2017 http://dvrw2017.relwiss-marburg.de/. Die Exkursion ist für Seminarteilnehme­rInnen nicht verpflichtend; Für die Teilnahme und einen Exkursionsbericht können LP angerechnet werden.
Den Eröffnungsvortrag auf der DVRW-Tagung wird Prof. Birgit Meyer (Universität Utrecht) halten, die eine zentrale Figur in der Debatte um die Materialität von Religion ist und Mitbegründerin und -Her­ausgeberin der Zeitschrift „Material Religion“. Birgit Meyer wird im November 2017 eine Woche in Bayreuth sein und im Rahmen der William James-Professur unterrichten.
Das dritte Ziel des Seminars ist daher, uns auf diese Gastprofessur von Brigit Meyer vorzubereiten und Texte von ihr aber auch von AutorInnen zu lesen, mit denen sie sich auseinandersetzt.
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28379 Naturschutz aus religionswissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Perspektive
Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner, Prof. Dr. Michael Hauhs (Lehrstuhl für Ökologische Modellbildung)
Blockseminar, 23./24. Juni 2017
Bei Interesse bitte Anmeldung an ulrich.berner@uni-bayreuth.de
Modulzuordnung: MA Religionswissenschaft Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4, G5, G6, G7;

Vorbesprechung: 02.05.2017, 12:00 – 13:00 Uhr, Raum S 23 (GEO Gebäude)

Inhalt: Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Nationalparks eingerichtet, mit dem Ziel, den ursprünglichen, „paradiesischen“ Zustand der Natur zu erhalten bzw. wiederherzustellen. In den 60/70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Frage erörtert, ob die (monotheistischen) Religionen für die ökologische Krise verantwortlich seien, was von Vertretern der betreffenden Religionen bestritten wurde. Auf dem religionswissenschaftlichen Kongress in Toronto (2010) wurde die Frage aufgeworfen, ob es sich bei dem “neuen ökologischen Bewusstsein“ selbst wiederum um ein religiöses Phänomen handeln könnte. In dem interdisziplinären Seminar sollen theoretische Ansätze zur Begründung des Naturschutzes sowie praktische Probleme bei der Umsetzung dieser Ideen diskutiert werden.

Literatur:
Arnold Toynbee: The Religious Background of the Present Environmental Crisis, in: Environmental Studies 3 (1972), 141-146.
Jean Grondin: To what Extent is the New Ecological Consciousness a Religious Phenomenon?, in: Journal of Aesthetics and Phenomenology 1 (2014), 111-118.
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Universität Bayreuth -