Lehrangebot der Religionswissenschaft im Sommersemester 2017
Bachelorstudierende

(Stand: 12.05.2017)
(Bitte beachten Sie, dass sich noch Änderungen ergeben können!)

    

 

LEHRVERANSTALTUNGEN FÜR BACHELORSTUDIERENDE AB DEM 1. SEMESTER

    

53010 Übung zur Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten
Dozent: Stefan Schröder, M. A.
Seminar, 2 SWS, Di. 14:00-16:00 Uhr, Raum: RW II - S 43, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: BA REL A1

Inhalt: In dieser Übung werden grundlegende Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und eingeübt. Zu diesen Arbeitstechniken gehören zum Beispiel der Umgang mit wissenschaftlicher Literatur, das Halten von Vorträgen und Referaten, das Verfassen einer Hausarbeit und das korrekte Zitieren.

Die Übung richtet sich explizit an StudienanfängerInnen, die das Fach Religionswissenschaft im Studiengang Kultur und Gesellschaft studieren und ist für diese verpflichtend.

Studierende aus höheren Semestern sind aber ebenfalls herzlich willkommen.
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53024 Das Ringen um religiöse Pluralität in der europäischen Religionsgeschichte
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Prof. Dr. Ulrich Berner
Seminar, 2 SWS, Di. 08:00-10:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: BA REL B1, REL B2, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6

Inhalt: Nicht erst in der Gegenwart, sondern zu allen Zeiten gab es in der europäischen Religionsgeschichte ein Nebeneinander unterschiedlicher religiöser Traditionen. Der Umgang mit religiöser Pluralität ist bis heute umstritten. Im Seminar lesen wir historische Texte (in Übersetzung) zu dieser Frage aus unterschiedlichen Zeitepochen. Der Schwerpunkt liegt auf zwei Epochen, für die diese Frage besonders relevant ist: der Spätantike und der frühen Neuzeit, vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Die Veranstaltung ist eng verzahnt mit dem Seminar von Christoph Bochinger: Religiöse Pluralisierung.

Literatur:
- Ulrich Berner: "Antike und Christentum im Mittelalter. Alanus ab Insulis als Dichter und Theologe", in: Christoph Auffarth (Hg.), Religiöser Pluralismus im
Mittelalter? Besichtigung einer Epoche der europäischen Religionsgeschichte, Berlin 2007, 25-37 (Religionen in der pluralen Welt. Band 1).
- ders.: "Wilhelm von Tyrus und die Muslime im Heiligen Land: Toleranz und/oder Kooperation?", in: Susanne Knaeble/Silvan Wagner (Hg.), Gott und die heiden. Mittelalterliche Funktionen und Semantiken der Heiden, Berlin 2015, 185-210.
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53011 Der Neue Atheismus
Dozent: Stefan Schröder, M. A.
Seminar, 2 SWS, Mi. 10:00-12:00 Uhr, Raum: GW II - S 6, Beginn: 26.04.2017
Modulzuordnung: BA REL C1, REL C2, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6

Inhalt: In diesem Seminar sollen zunächst „Primärtexte“ der sogenannten „Neuen Atheisten“ (z.B. Richard Dawkins, Sam Harris, Christopher Hitchens) gelesen und deren Argumentationsweise nachvollzogen werden. Sodann erfolgt ihre Einordnung in die „Geschichte des Atheismus“ (Georges Minois) und den medialen, wissenschaftlichen und weltanschaulich-religiösen Diskurs, in dem sie entstanden sind und bis heute debattiert werden. Dabei sollen z.B. folgende Fragen diskutiert werden: Was unterscheidet den „Neuen“ vom „Alten“ Atheismus? Welche Ziele verfolgen die „Neue Atheisten“? Handelt es sich um deviante Schrifterzeugnisse einzelner Intellektueller oder bilden diese breitere gesellschaftliche Diskurse ab? Sind Neue Atheisten ausschließlich religionskritisch bis -feindlich oder zeigen sie weltanschauliche Alternativen auf? Verbreiten sie rechtsextremes Gedankengut?

Ein ausführlicher Semesterplan wird in der ersten Sitzung verteilt.
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53015 Grundlagen systematischer Religionswissenschaft II
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Seminar, 2 SWS, Do. 10:00-12:00 Uhr, Raum: GW II - S 6, Beginn: 27.04.2017
Modulzuordnung: BA REL A2

Inhalt: Dieser Kurs ist der zweite Teil eines dreistufigen Angebotes, kann aber auch von Studierenden im ersten Semester besucht werden. Wir befassen uns mit einigen ausgewählten Themen und Diskussionen in der Religionswissenschaft und erarbeiten uns dabei ein Verständnis davon, wie die Entwicklung von Theorien jeweils auch ihre historischen Entstehungskontexte widerspiegelt. Themen sind u.a. Theorien zu Ursprung und Entwicklung von Religion, Kolonialismus, Ritual und Gender.
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53000 Einführung zum Islam
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Vorlesung, 2 SWS, Mo. 12:00-14:00 Uhr, Raum: GW I - S 93, Beginn: 08.05.2017
Modulzuordnung: BA REL B1, REL B2, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6

Inhalt: Diese Vorlesung gibt einen ersten Überblick über Entstehungsgeschichte und Grundzüge islamischer Traditionen, Praktiken und Institutionen. Besonderes Augenmerk soll dabei auch auf die Hintergründe zeitgenössischer Phänomene gelegt werden. Die Veranstaltung führt nicht nur in religionsgeschichtliche Themenkomplexe ein, sondern bietet auch Einblicke in die Forschungsgeschichte zum Islam und in wissenschaftliche Debatten.

Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.
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53007 Populäre Meditation und Meditationsforschung
Dozent: Dr. Stefan Kurth
Seminar, 2 SWS, Mo. 14:00-16:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 08.05.2017
Modulzuordnung: BA REL C1, REL C2, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6

Inhalt: Das Seminar befasst sich zum einen mit der Popularisierung verschiedener Meditations-richtungen in der religiösen Gegenwartskultur und zum anderen mit Bestrebungen der wissenschaftlichen Erforschung von Mediation im Spannungsfeld von Analyse und Legitimation.

Ratgeberliteratur hat seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, vor allem aber ab den 1980er Jahren erheblich dazu beigetragen, dass sich verschiedene, insbesondere „östliche“ Meditationsrichtungen in Europa etablieren konnten. Wir werden im ersten Teil des Seminars exemplarisch einige Richtungen wie Zen, Achtsamkeitsmeditation, kennenlernen und ihre spezifische mediale Vermittlungsform, den zur autodidaktischen Aneignung konzipierten Ratgeber, vergleichend analysieren.

Parallel zum Meditationsboom ab den 1970er Jahren entstand ein neues Forschungsfeld, die empirische (insb. neurowissenschaftliche und medizinische) Meditationsforschung. Ihre Vertreter waren und sind oftmals selbst Praktizierende, und so verbinden sich in diesem Feld zum Teil wissenschaftliche Erkenntnisinteressen mit legitimatorischen Anliegen, nämlich den Aufweis für die Wirksamkeit von Meditationspraktiken und damit indirekt auch für die Gültigkeit ihrer Prämissen zu erbringen. Dies spiegelt sich insbesondere in populären Veröffentlichungen akademischer Autoren wider, in denen wissenschaftliche und weltanschauliche Rhetoriken und Argumentationsweisen ineinander gehen. Auch dies werden wir an exemplarischen Veröffentlichungen untersuchen.
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53005 Selected Topics in the Study of Religion
Dozent: Dr. Stefan Kurth
Seminar, 2 SWS, Do. 16:00-18:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 27.04.2017
Modulzuordnung: BA REL A3

Inhalt: In this course we will look at some recent and ongoing debates within the Study of Religion. Given that current debates can per se not be covered comprehensively, we will take the freedom to pick some theoretical and methodological issues that spark our interest.

To accomplish this, we will experiment with a number of strategies to gain easy access to complex matters and voluminous works, such as book reviews, podcasts, summarizing articles and book chapters.

Last but not least, we want to improve our capacity as well as our confidence to read, argue, discuss and write in English. These are indispensable skills not only for an academic career, but also for most jobs in professional fields like cultural exchange, international affairs, media, human resources management, to name but a few.
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53022 Lektüreseminar (Latein)
Dozent: Prof. Dr. Ulrich Berner
Seminar, 2 SWS, Di. 12:00 - 13:30 Uhr, Raum: GW II – 1.23, Beginn: 16.05.2017
Vorbesprechung: 02.05.2017, 10:00 Uhr s.t., Raum 1.23 (Besprechungszimmer, GW II, 1. Stock)
Modulzuordnung: BA KuG  REL F (Forschungsqualifikationen), REL F1 - F6 (Mobilitätsfenster)

Lateinlektüre. Thema:"Religion und Gewalt" (Texte aus Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit)
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LEHRVERANSTALTUNGEN FÜR BACHELORSTUDIERENDE AB DEM 4. SEMESTER/MASTERSTUDIERENDE

    

53025 Normativität in der Religionswissenschaftlichen Arbeit
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Benedikt Erb, M.A.
Hauptseminar, 2 SWS, Di. 14:00-16:00 Uhr, Raum: RW II - S 47, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: BA REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6; MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3
Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Die Heranführung an die religionswissenschaftliche Fachidentität beinhaltet prominent die (auf die Abgrenzung zur Theologie abzielende) Selbstvergewisserung, Religionswissenschaft erforsche den Gegenstand Religion von einem (in religiöser Hinsicht) nicht-normativen Standpunkt aus. Diese Position wurde bisweilen auch als methodologischer Agnostizismus beschrieben und gilt – je nach religionswissenschaftlichem Standort – häufig als so selbsterklärend, dass sich jegliche Diskussionen darüber erübrigen. Tatsächlich zeigen aber innerfachliche Debatten gleichwie gesellschaftspolitische Erwartungen an das Fach immer wieder aufs Neue, dass diese Position nicht-normativer Religionswissenschaft keineswegs selbstverständlich oder gar unstrittig ist. Es lohnt sich also, der Frage nach Normativität in der religionswissenschaftlichen Arbeit über das einfache Postulat einer nicht-normativen Religionswissenschaft hinaus nachzugehen. So kann sie beispielsweise eine Rolle spielen, wenn eine gesellschaftspolitische Expertise der Religionswissenschaft gewünscht ist, sie zieht sich aber auch stets durch Forschungsdesigns und Fragestellungen der Religionsforschung und spielt insbesondere in der außerakademischen Berufsfindung religionswissenschaftlicher AbsolventInnen eine Rolle. Darüber hinaus ist die Religionswissenschaft – wie jede wissenschaftliche Disziplin – einer generellen wissenschaftlichen Normativität unterworfen, was z.B. den Umgang mit empirischen Daten, bereits vorhandenem Wissen etc. angeht, aber auch in ihrem grundlegenden epistemologischen Paradigma als kritische Wissenschaft. Auch diese Ebene der Normativität ist nicht so selbstverständlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, wie z.B. Debatten über postkoloniale Ansätze etc. zeigen.

Das Seminar widmet sich diesen Aspekten religionswissenschaftlicher Selbstverständigung und geht verschiedenen Fragen und Konfliktfeldern im Verhältnis von Normativität und religionswissenschaftlicher Arbeit nach: Woher kommt die Idee einer Spannung zwischen Normativität und (Religions-)Wissenschaft? In welchen Bereichen religionswissenschaftlicher Tätigkeit ist diese Spannung besonders virulent? Wie kann damit umgegangen werden? Inwiefern kann sich Religionswissenschaft von normativen Rahmenbedingungen frei machen? Welche Bedeutung hat dabei die Unterscheidung von angewandter und grundlagenforschender Religionswissenschaft?
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53018 Religiöse Pluralisierung: Phänomene, Implikationen, Herausforderungen für Staat und Gesellschaft
Dozent: Prof. Dr. Christoph Bochinger
Hauptseminar, 2 SWS, Mi. 10:00-12:00 Uhr, Raum: NW II - S 78, Beginn: 26.04.2017
Modulzuordnung: BA REL C1, REL C2, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6; MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4, G6, G7
Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Religiöse Pluralisierung ist ein wesentliches Kennzeichen moderner Staaten und Gesellschaften in Europa und Nordamerika. Sie ist charakterisiert durch zwei gegenläufige Entwicklungen: Zum einen der Zunahme religiöser Vielfalt infolge weltweiter Migrationsbewegungen, Reisetätigkeit und globalisierter Informationen über Religionen, zum anderen durch den Rückgang der in den europäischen Gesellschaften früher vorherrschenden kirchlich-christlichen Bindungen. Obwohl es schon immer ein Nebeneinander unterschiedlicher religiöser Traditionen und Bewegungen gab (s. dazu das parallele Seminar, gemeinsam mit Prof. Berner, zur Europäischen Religionsgeschichte), herrscht bis heute vielerorts die Vorstellung, es handle sich um vorrangig oder gar ausschließlich christlich geprägte Gesellschaften. Dies spiegelt sich auch im Verhältnis der betreffenden Staaten zu den Religionsgemeinschaften, etwa der rechtlichen Privilegierung bestimmter Religionsgemeinschaften im Blick auf den schulischen Religionsunterricht, die Theologen-Ausbildung, der Beteiligung an Ethikräten etc. Gleichzeitig bestehen in vielen Religionen einschließlich des Christentums exklusive Ansprüche, die sich nur bedingt mit religionspluralen Vorstellungen verbinden lassen.

Im Seminar werden unterschiedliche Positionen in dieser Debatte aus religionswissenschaftlicher Perspektive analysiert und aufeinander bezogen. Im zweiten Teil des Seminars wird es dann um die Frage gehen, wie die Religionswissenschaft als Fach damit umgehen kann.

Literatur:
- Christoph Bochinger: „Ist religiöse Vielfalt etwas Gutes? Pluralismus und Pluralität in der Religionswissenschaft“, in: Afe Adogame, Magnus Echtler, Oliver Freiberger (Hg.), Alternative Voices. A Plurality Approach for Religious Studies, Göttingen 2013, 285-307.
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53023 Sozialwissenschaftliche Theorien der Kultur
Dozenten: Prof. Dr. Christoph Bochinger, Prof. Dr. Gabriele Cappai
Hauptseminar, 2 SWS, Mo. 16:00-18:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 08.05.2017
Modulzuordnung: BA REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6, REL TMR; MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G5
Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Soziologische Theorien der Kultur bilden das Fundament der sozialwissenschaftlich gegründeten Kulturwissenschaften. In der Religionswissenschaft wurden sie insbesondere seit  der so genannten „Kulturwissenschaftlichen Wende“ in den 1980er Jahren breit rezipiert. Im ersten Teil des Seminars befassen wir uns mit grundlegenden soziologischen Theorien der Kultur, im zweiten Teil mit ihrer Rezeption in der Religionswissenschaft und verwandten Wissenschaften.

Literatur: Wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben.
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53004 Wohltätigkeit und sozialer Ausgleich: Konzepte und Praktiken im Islam - (English on demand: Charity and reallocation: concepts and practices in Islam)
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Hauptseminar, 2 SWS, Fr. 10:00-12:00 Uhr, Raum: GW II - S 6, Beginn: 28.04.2017
Modulzuordnung: BA REL C1, REL C2, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I1, I2, I3, I4, I5, I6 
Voraussetzungen: Das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende, die sich im Rahmen des Studiums bereits mit islambezogenen Themen auseinandergesetzt haben.

Inhalt: In der frühen Geschichte des Islams haben sich Praktiken von Wohltätigkeit, Umverteilung und sozialem Ausgleich etabliert, die kanonisiert wurden und von Muslimen als religiöse Pflichten verstanden werden. Ausgehend von einer historischen Perspektive auf Traditionen wie zakāt (Solidarabgabe) und Opfer widmen wir uns im Seminar vor allem deren gegenwärtigen Adaptionen: In welche größeren gesellschaftlichen Projekte werden diese Traditionen eingebunden? Mit welchen Bedeutungen und Visionen werden sie verknüpft, und wie verhalten sie sich zu sonstigen sozialen Praktiken?
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53019 „Devotionsorte“ und ihre Religionsgeografie: Schreine, Wallfahrtsorte und Pilgerstätten von Oberfranken bis Westasien
Dozent: PD Dr. Robert Langer
Hauptseminar, 2 SWS, Do. 14:00-15:30 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 27.04.2017
Modulzuordnung: BA REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6, REL TMR; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G1, G2, G3, G4, G6, G7; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I1, I2, I3, I4, I5, I6 
Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Orte und räumliche Verhältnisse sind nicht erst seit dem sogenannten 'spatial turn' im Focus religionsbezogener Forschungen. Je nach religiösem Kontext haben Pilgerfahrten, wie beispielsweise christliche nach Jerusalem oder islamische nach Mekka, lokale Wallfahrten und natürlich die damit verbundenen Devotionsorte immer wieder Interesse hervorgerufen. So haben bereits in den 1960er und 70er Jahren Volkskundler und theologische Wallfahrtsforscher wichtige Forschungen vorgelegt und sich dabei auch um systematische Terminologien für religiös motivierte Raumbewegungen und Devotionsorte, einschließlich ihrer Gestaltung und Ausstattung, verdient gemacht. Daneben existiert das Feld der Religionsgeografie, die einen wertvollen methodischen Zugang für ReligionswissenschaftlerInnen bereitstellen kann. Unter Berücksichtigung jüngerer theoretischer Überlegungen zu 'Raum und Ort', auch unter dem Schlagwort 'Religionstourismus', soll das Seminar in dieses Themenfeld einführen. Dabei werden ausgewählte Beispiele herangezogen, die von Oberfranken (evtl. mit Exkursion) bis nach West-Asien reichen, wobei ein Schwerpunkt auf dem muslimischen Balkan, Anatolien (lokaler Islam, Aleviten), Mesopotamien (Yeziden) und Iran (Schiiten, Yaresan/Ahl-e Haqq, Zarathustrier, Juden) liegen wird.
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53016 Politischer Islam und Islamismus in Südasien
Dozentin: Leyla Jagiella, M.A.
Hauptseminar, 2 SWS, Do. 12:00-14:00 Uhr, Raum: RW II - S 44, Beginn: 27.04.2017
Modulzuordnung: BA REL C1, REL C2, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I1, I2, I3, I4, I5, I6 
Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Wenn von islamistischen Bewegungen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts gesprochen wird, dann fällt oft der Begriff der „Taliban“. Diese politisch-religiöse Bewegung, die aus den Quranschulen Nord-Pakistans hervorging, hat eine Vorgeschichte in der indischen Deobandi-Bewegung und im südasiatischen muslimischen Widerstand gegen die britische Kolonialmacht des 19. Jahrhunderts, gewann jedoch erst durch die globalen Setzungen des Kalten Krieges ihre uns heute bekannte Bedeutung. Ähnlich gingen auch zahlreiche andere islamistische Bewegungen aus dem muslimischen Milieu der Kolonialzeit hervor und positionierten sich vielfältig in den politischen Diskursen Pakistans, Indiens und Bangladeschs. Von extremistischen Bewegungen, die Anschläge auf Schi’iten und Sufischreine verüben, bis zu Parteien, die an den parlamentarischen Demokratien der drei Länder teilnehmen. Das Seminar soll einen Einblick in dieses komplexe Feld vermitteln.
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53026 Ethnographische Methoden der Religionsforschung
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Hauptseminar, 2 SWS, Di. 10:00-12:00 Uhr, Raum: RW II - S 43, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: BA REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6, REL MET; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G1, G2, G3; G8, G9; Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I7; Schwerpunkt Afrika A4
Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Dieses Seminar baut auf den Kurs Grundlagen sozialwissenschaftlicher Religionsforschung auf und führt in spezifische Methoden der religionswissenschaftlichen Feldforschung ein – in sogenannte ethnographische Methoden. Im Seminar wechseln sich Lektüre und kleinere Übungseinheiten ab. In Bezug auf religionswissenschaftliche Forschungsfelder lesen und diskutieren wir über Formen der teilnehmenden Beobachtung, unterschiedliche Arten der Gesprächsführung (Interviews) und über Positionen und Rollen der Forschenden im/zum Feld sowie Fragen der Forschungsethik. In Übungen erproben Sie Methoden und verfassen kurze Forschungsberichte dazu. Ziel ist es, einen Einblick in ethnographische Methoden zu erhalten und über Textlektüre und Methodenübungen die Einsatzbe­reiche, Möglichkeiten und Grenzen ethnographischer Methoden in der Religionsforschung kennenzu­lernen.
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53003 „Hayırseverlik“ - Türkische Quellentexte zu Wohltätigkeit im Islam
Dozentin: Prof. Dr. Paula Schrode
Hauptseminar, 2 SWS, Di. 10:00-12:00 Uhr, Raum: GW II - S 7, Beginn: 25.04.2017
Modulzuordnung: BA REL TÜR, REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G8, G9; MA Religionswissenschaft, Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I9 
Voraussetzungen: Türkischkenntnisse, die zur Lektüre auch komplexerer Texte befähigen.
Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Ergänzend zu dem Seminarangebot zu Konzepten und Praktiken der „Wohltätigkeit“ und des sozialen Ausgleichs im Islam werden in diesem Lektüreseminar türkische Originalquellen zu diesen Themenfeldern gelesen. Mit der Lektüre sollen religiöse Terminologien erarbeitet sowie spezifische religiöse Textgattungen kennengelernt werden.
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53027 Zur Materialität von Religion
Dozentin: Prof. Dr. Eva Spies
Hauptseminar, 2 SWS, Mo. 14:00-16:00 Uhr, Raum: RW II - S 45, Beginn: 08.05.2017
Modulzuordnung: BA REL D1, REL F1, REL F2, REL F3, REL F4, REL F5, REL F6; MA Religionswissenschaft allgemein R1, R2, R3; Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4, G6, G7; Schwerpunkt Islamische Gegenwartskulturen I3, I5;  Schwerpunkt Afrika A2, A3; Afrika in der Welt Modul C, D1, D2, D3; BA Ethno C; BA KuG Ethno C; BA KuGeA A4
Voraussetzungen: Masterstudierende und fortgeschrittene Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester.

Inhalt: Das Thema der diesjährigen Tagung der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft (DVRW) in Marburg lautet „Medien – Materialität – Methoden“. Damit greift die Tagung aktuelle Debatten um eine viel diskutierte (neue) Richtung in der Religionswissenschaft auf. Das Seminar führt in diese Debatten zur Materialität von Religion ein und verortet sie in der umfassenderen Diskussion um Materi­alität und den material turn in den Kultur- und Sozialwissenschaften. Im Seminar lesen und diskutie­ren wir sowohl Texte zu theoretischen Fragen als auch zu Forschungsarbeiten im Bereich materiale Religion und Religionsästhetik. Das Seminar hat mehrere Ziele:
Erstens möchte es einen Einblick in die Diskussion und das Forschungsfeld geben.
Damit soll zweitens eine Exkursion zur DVRW Tagung in Marburg inhaltlich vorbereitet werden (13.-16. September 2017 http://dvrw2017.relwiss-marburg.de/. Die Exkursion ist für Seminarteilnehme­rInnen nicht verpflichtend; Für die Teilnahme und einen Exkursionsbericht können LP angerechnet werden.
Den Eröffnungsvortrag auf der DVRW-Tagung wird Prof. Birgit Meyer (Universität Utrecht) halten, die eine zentrale Figur in der Debatte um die Materialität von Religion ist und Mitbegründerin und -Her­ausgeberin der Zeitschrift „Material Religion“. Birgit Meyer wird im November 2017 eine Woche in Bayreuth sein und im Rahmen der William James-Professur unterrichten.
Das dritte Ziel des Seminars ist daher, uns auf diese Gastprofessur von Brigit Meyer vorzubereiten und Texte von ihr aber auch von AutorInnen zu lesen, mit denen sie sich auseinandersetzt.
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28379 Naturschutz aus religionswissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Perspektive
Dozenten: Prof. Dr. Ulrich Berner, Prof. Dr. Michael Hauhs (Lehrstuhl für Ökologische Modellbildung)
Blockseminar, 23./24. Juni 2017
Bei Interesse bitte Anmeldung an ulrich.berner@uni-bayreuth.de
Modulzuordnung: BA REL D1, F1, F2, F3, F4, F5, F6; MA Religionswissenschaft Schwerpunkt Religiöse Gegenwartskultur G4, G5, G6, G7

Vorbesprechung: 02.05.2017, 12:00 – 13:00 Uhr, Raum S 23 (GEO Gebäude)

Inhalt: Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Nationalparks eingerichtet, mit dem Ziel, den ursprünglichen, „paradiesischen“ Zustand der Natur zu erhalten bzw. wiederherzustellen. In den 60/70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Frage erörtert, ob die (monotheistischen) Religionen für die ökologische Krise verantwortlich seien, was von Vertretern der betreffenden Religionen bestritten wurde. Auf dem religionswissenschaftlichen Kongress in Toronto (2010) wurde die Frage aufgeworfen, ob es sich bei dem “neuen ökologischen Bewusstsein“ selbst wiederum um ein religiöses Phänomen handeln könnte. In dem interdisziplinären Seminar sollen theoretische Ansätze zur Begründung des Naturschutzes sowie praktische Probleme bei der Umsetzung dieser Ideen diskutiert werden. 

Literatur:
Arnold Toynbee: The Religious Background of the Present Environmental Crisis, in: Environmental Studies 3 (1972), 141-146.
Jean Grondin: To what Extent is the New Ecological Consciousness a Religious Phenomenon?, in: Journal of Aesthetics and Phenomenology 1 (2014), 111-118.
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Universität Bayreuth -